ATEX und Explosions-Schutz bei Drohnen-Inspektionen
In vielen Industrie-Anlagen gibt es explosionsgefährdete Bereiche. Zum Beispiel in Öl-Raffinerien, Chemie-Werken oder Gas-Anlagen. Kann eine Drohne dort fliegen? Ja – aber unter bestimmten Bedingungen. Hier erklären wir ehrlich, was möglich ist und was nicht.
Was bedeutet ATEX?
ATEX steht für Atmosphères Explosibles (französisch für: explosionsfähige Atmosphären). Es sind EU-Regeln für Bereiche, in denen Explosions-Gefahr besteht.
In Fabriken gibt es verschiedene Zonen:
- Zone 0: Immer explosionsgefährlich. Drohne: Nicht möglich.
- Zone 1: Manchmal explosionsgefährlich. Drohne: Nur nach Gas-Frei-Messung.
- Zone 2: Selten explosionsgefährlich. Drohne: Nach Gas-Frei-Messung und Freigabe.
Warum ist das wichtig?
Die wichtigste Information: Die Flyability ELIOS 3 ist NICHT ATEX-zertifiziert. Das heißt: Sie darf nicht in einer aktiven explosionsfähigen Atmosphäre fliegen.
Aber: Die meisten Inspektionen finden nach einer Gas-Frei-Messung statt. Das bedeutet:
- Die Anlage wird entleert und belüftet
- Die Luft wird gemessen: Ist Gas vorhanden? Ist genug Sauerstoff da?
- Erst wenn alles sicher ist, gibt der Anlagen-Verantwortliche die Freigabe
- Dann fliegt die Drohne – kein Mensch muss einsteigen
Dieses Verfahren ist Standard. Es wird bei jeder Arbeit in engen Räumen gemacht – auch ohne Drohne.
In Petrochemie-Anlagen wird vor jeder Inspektion die Atmosphäre gemessen.
Wie hilft die Drohne?
Der große Vorteil der Drohne: Kein Mensch muss nach der Gas-Frei-Messung einsteigen. Das nennt man Zero Human Entry (kein Personen-Einstieg).
So läuft es ab:
- Anlagen-Vorbereitung: Die Anlage wird entleert und belüftet.
- Gas-Frei-Messung: Die Luft wird mit einem Mess-Gerät geprüft.
- Freigabe: Der Anlagen-Verantwortliche gibt schriftlich frei.
- Drohnen-Einsatz: Die ELIOS 3 fliegt durch die Anlage. Sie macht 4K-Bilder, Wärme-Bilder und eine 3D-Karte.
Während des gesamten Flugs wird die Atmosphäre weiter überwacht.
Vorteile
- Kein Personen-Einstieg. Der wichtigste Vorteil für die Sicherheit.
- Keine DGUV-Befahrungs-Maßnahmen nötig. (DGUV = Deutsche Gesetzliche Unfall-Versicherung)
- Schneller. Die Drohne ist in Minuten einsatzbereit.
- Bessere Daten. 4K-Kamera, Wärme-Bild und 3D-Karte.
- Kein Gerüst nötig. Spart Kosten und Zeit.
Was geht nicht?
Die Drohne kann nicht eingesetzt werden bei:
- Aktiv befüllten Tanks mit brennbaren Stoffen
- Räumen, in denen Gas-Entwicklung nicht ausgeschlossen werden kann
- Bereichen, wo keine Gas-Frei-Messung möglich ist
- Situationen, in denen der Betreiber keine Freigabe erteilt
Häufige Fragen
Darf die ELIOS 3 in einem Öl-Tank fliegen?
Ja – aber nur nach Entleerung, Belüftung und Gas-Frei-Messung. Der Tank muss vom Anlagen-Verantwortlichen freigegeben sein. In einem aktiv befüllten Öl-Tank: Nein.
Wer macht die Gas-Frei-Messung?
Der Betreiber (also der Anlagen-Verantwortliche) ist dafür verantwortlich. Wir arbeiten eng mit dem Sicherheits-Team vor Ort zusammen.
Gibt es ATEX-zertifizierte Drohnen?
Es gibt einige wenige. Aber keine hat die gleiche Leistung wie die ELIOS 3 (kein LiDAR, keine 4K, keine Thermografie, kein Schutz-Käfig). Für die meisten Inspektionen ist der Weg über Gas-Frei-Messung + ELIOS 3 besser.
Ist die Drohne sicher in Ex-Bereichen?
Die Drohne fliegt nur, wenn die Atmosphäre sicher ist (gasfrei gemessen und freigegeben). Während des Flugs wird weiter überwacht. Bei Veränderungen wird der Flug sofort abgebrochen.
Kontakt
Haben Sie eine Anlage mit Explosions-Schutz-Zonen? Wir klären gerne die Machbarkeit.