Digitaler Zwilling aus Drohnen-Daten
Ein Digitaler Zwilling ist ein 3D-Modell Ihrer Anlage – zentimeter-genau und farbig. Man kann es am Computer drehen, zoomen und vermessen. Alle Schäden haben eine genaue Position. Und man kann verschiedene Jahre vergleichen.
Was ist ein Digitaler Zwilling?
Ein Digitaler Zwilling (Digital Twin) ist ein dreidimensionales Abbild einer echten Anlage. Zum Beispiel von einem Tank, einem Kessel, einem Schornstein oder einem Silo.
Früher endete eine Inspektion mit einem Bericht auf Papier: Text, ein paar Fotos, vielleicht eine Skizze. Der Digitale Zwilling ist viel mehr:
- Ein begehbares 3D-Modell – drehen, zoomen, durchfliegen
- Jeder Schaden hat eine genaue 3D-Position
- Man kann Abstände und Flächen messen direkt im Modell
- Man kann verschiedene Jahre vergleichen – wird ein Schaden größer?
Warum ist das wichtig?
- Exakte Dokumentation: Jeder Befund hat eine 3D-Koordinate.
- Vergleichbarkeit: Modelle aus verschiedenen Jahren überlagern – Fortschritt erkennen.
- Planung: Reparaturen genau planen – wo, wie viel Material, wo Gerüst aufbauen.
- Virtuelle Begehung: Sachverständige können die Anlage am Computer ansehen – von überall.
Wie hilft die Drohne?
Eine LiDAR-Punkt-Wolke – die Grundlage für den Digitalen Zwilling.
Die Flyability ELIOS 3 hat einen eingebauten LiDAR-Sensor. LiDAR steht für Light Detection and Ranging – das bedeutet: Vermessung mit Laser-Licht.
Der Sensor sendet 1,3 Millionen Laser-Punkte pro Sekunde. Jeder Punkt misst den Abstand zur Wand. So entsteht während des Flugs eine 3D-Punkt-Wolke – ein genaues Abbild der Anlage.
Seit 2025 gibt es die Colorization (Einfärbung): Die 4K-Kamera-Bilder werden auf die Punkt-Wolke gelegt. Das Ergebnis ist ein farbiges 3D-Modell. Man sieht die echten Farben – Rost fällt sofort auf.
Wie entsteht der Digitale Zwilling?
Schritt 1: Daten-Erfassung
Die ELIOS 3 fliegt durch die Anlage. Der LiDAR-Sensor und die 4K-Kamera nehmen alles auf.
Schritt 2: Zusammenfügen
Die Software setzt alle Daten zusammen. Auch wenn die Drohne mehrmals fliegt – alles wird in ein Modell zusammengefügt.
Schritt 3: Einfärbung
Die Kamera-Bilder werden auf die 3D-Punkt-Wolke gelegt. Jeder Punkt bekommt seine echte Farbe.
Schritt 4: Auswertung
In der Software können Befunde markiert, Messungen durchgeführt und Querschnitte erstellt werden.
Vorteile
- Genaue 3D-Position für jeden Befund. Man findet ihn später sofort wieder.
- Messbar. Abstände, Flächen und Volumen direkt im Modell messen.
- Farbiges Modell. Rost und Schäden sind sofort sichtbar.
- Vergleich über Jahre. Hat sich ein Schaden vergrößert?
- Export. Die Daten können in CAD-Programme wie AutoCAD oder Revit übernommen werden.
- Kein Personen-Einstieg. Die Drohne macht alles – sicher und schnell.
Häufige Fragen
Brauche ich spezielle Software?
Nein. Die Flyability Cloud funktioniert im Web-Browser. Für weitergehende Arbeit können Sie die Daten in Programme wie CloudCompare (kostenlos), AutoCAD oder Revit laden.
Wie groß sind die Daten?
Eine typische Tank-Inspektion erzeugt 500 MB bis 5 GB an LiDAR-Daten. Mit Einfärbung und Video können es bis 50 GB werden. Wir liefern die Daten auf Fest-Platte oder per sicherem Download.
Kann ich das in mein BIM-System laden?
Ja. Die Daten werden als .las oder .e57 exportiert. Das sind Standard-Formate für alle gängigen BIM-Systeme.
Wie genau ist der Digitale Zwilling?
Die Genauigkeit liegt im Zentimeter-Bereich. Ein fester Laser-Scanner auf einem Stativ ist etwas genauer. Aber die Drohne kommt in Bereiche, die ein Scanner nie erreicht – über Einbauten, hinter Prallblechen, in engen Schächten.
Wie lange dauert es, bis ich das Modell bekomme?
Die Roh-Daten (Punkt-Wolke) sind nach dem Flug zeitnah verfügbar. Farbige Modelle mit Befund-Markierungen liefern wir im Rahmen des Gesamt-Berichts.
Kontakt
Möchten Sie einen Digitalen Zwilling Ihrer Anlage erstellen lassen? Wir prüfen gerne die Machbarkeit.