Drohnen-Inspektion in Kernkraftwerken
In Kernkraftwerken – vor allem beim Rückbau – müssen viele Bereiche geprüft werden. Manche Bereiche sind radioaktiv belastet. Eine Drohne kann dort hingehen, ohne dass ein Mensch einer Strahlung ausgesetzt wird. Das nennt man ALARA-Prinzip: So wenig Strahlung wie möglich für Menschen.
Was prüfen wir in Kernkraftwerken?
Wir arbeiten vor allem im Rückbau von Kernkraftwerken. Das bedeutet: Ein Kraftwerk wird stillgelegt und abgebaut. Das dauert viele Jahre. Während dieser Zeit müssen viele Bereiche geprüft und dokumentiert werden:
- Reaktor-Gebäude und Containment – das ist der sichere Bereich rund um den Reaktor
- Kühl-Systeme und Leitungen
- Lüftungskanäle
- Schornsteine und Abluft-Anlagen
- Lager für radioaktive Abfälle
Viele dieser Bereiche sind radioaktiv kontaminiert. Das bedeutet: Es gibt dort Strahlung.
Was bedeutet ALARA?
ALARA steht für As Low As Reasonably Achievable – auf Deutsch: So wenig Strahlung wie möglich. Das ist das wichtigste Prinzip beim Kernkraft-Rückbau. Wenn eine Drohne statt eines Menschen in einen Bereich geht, wird der Mensch weniger Strahlung ausgesetzt. Das ist direkt ALARA.
Wie hilft die Drohne?
Die ELIOS 3 – sie kann in kontaminierten Bereichen eingesetzt werden, wo kein Mensch hingehen sollte.
Wir nutzen die Flyability ELIOS 3. Die Drohne fliegt in kontaminierte Bereiche. Der Pilot bleibt außerhalb. Keine Strahlen-Belastung für das Inspektions-Team.
Die Drohne hat wichtige Sensoren:
- 4K-Kamera – scharfe Bilder und Videos für die Dokumentation
- LiDAR-Sensor – erstellt eine genaue 3D-Karte für die Rückbauplanung
- Wärmebild-Kamera – erkennt heiße Stellen
Nach dem Einsatz kann die Drohne dekontaminiert werden (das bedeutet: gereinigt von radioaktivem Material).
Was dokumentiert die Drohne?
3D-Karte für die Rückbauplanung – zentimetergenau, ohne dass ein Mensch in den Bereich muss.
Im Kernkraft-Rückbau ist Dokumentation sehr wichtig. Die Drohne erfasst:
- Geometrie und Maße für die Rückbauplanung (mit LiDAR)
- Zustand von Strukturen – Risse, Korrosion, Schäden
- Thermische Auffälligkeiten mit Wärmebild-Kamera
- Dokumentation des Ist-Zustands vor Rückbau-Schritten
Drohne oder klassische Methode?
| Früher (Begehung mit Mensch) | Mit der Drohne | |
|---|---|---|
| Strahlen-Belastung für Menschen | Hoch – Schutz-Anzug, Dosis-Limit | Minimal – Pilot bleibt draußen |
| ALARA-Konformität | Schwer einzuhalten | Direkte Unterstützung des ALARA-Prinzips |
| 3D-Dokumentation | Aufwendig oder unmöglich | LiDAR-3D-Karte vollständig |
| Sensoren | Hand-Kamera mit Schutzhandschuhen | 4K + Wärmebild + LiDAR 3D |
| Ergebnis | Begrenzte Dokumentation | Vollständige digitale Dokumentation |
Was sind die Vorteile?
- Weniger Strahlen-Belastung. Das wichtigste Ziel: Kein Mensch muss in kontaminierte Bereiche.
- ALARA-Prinzip umgesetzt. Die Drohne ist das ideale Werkzeug.
- Genaue 3D-Karten für den Rückbau. Planung ohne direkte Begehung.
- Drohne dekontaminierbar. Nach dem Einsatz kann die Drohne gereinigt werden.
- Wiederholbare Dokumentation. Vergleich zwischen Rückbau-Phasen möglich.
So läuft eine Inspektion ab
Schritt 1: Erstgespräch (kostenlos)
Wir besprechen: Welcher Bereich? Welche Strahlen-Belastung zu erwarten? Welche Daten werden benötigt?
Schritt 2: Strahlenschutz-Planung und Angebot
Wir erstellen ein Konzept mit Ihrem Strahlenschutz-Beauftragten. Wir klären alle Anforderungen. Wir machen Ihnen ein Angebot.
Schritt 3: Inspektion vor Ort
Wir kommen zu Ihnen – immer mindestens zu zweit. Brief-Einweisung durch Ihren Strahlenschutz-Beauftragten. Dann fliegt die Drohne. Der Pilot bleibt außerhalb des Kontaminations-Bereichs.
Schritt 4: Bericht und 3D-Daten
Sie bekommen 4K-Bilder, 3D-LiDAR-Daten und einen strukturierten Bericht. Meistens innerhalb weniger Werktage.
Wer sind wir?
Das Kopterflug-Team aus Bremen – Drohnen-Inspektion für die Industrie seit 2017.
Inspectomatic GmbH aus Bremen. Wir haben Erfahrung mit anspruchsvollen Industrieumgebungen. Seit 2017. Bundesweit.
Christian Engelke
Gründer und Drohnen-Pilot
Karsten Lehrke
Gründer, Geschäftsführer
Philipp
Einsatzplanung & Logistik
Juliana
Drohnenpilotin
Stephan
Einsatzplanung & Logistik
Häufige Fragen
Ist die Drohnen-Inspektion in Kernkraftwerken erlaubt?
Ja. Die Nutzung von Drohnen im Rückbau von Kernkraftwerken ist grundsätzlich möglich. Die Genehmigung und die Strahlenschutz-Anforderungen klären wir gemeinsam mit dem Betreiber und dem Strahlenschutz-Beauftragten.
Wie unterstützt die Drohne das ALARA-Prinzip?
ALARA bedeutet: So wenig Strahlung wie möglich für Menschen. Wenn die Drohne statt eines Menschen in einen kontaminierten Bereich fliegt, wird die Strahlen-Belastung des Teams direkt reduziert. Das ist das Kernprinzip von ALARA.
Kann die Drohne in stark belasteten Bereichen fliegen?
Das hängt von der Strahlen-Intensität ab. Bei sehr hoher Strahlung kann die Elektronik der Drohne beeinträchtigt werden. Wir besprechen die konkreten Strahlen-Werte vorher und passen den Einsatz-Plan an.
Wie hilft die 3D-Karte beim Kernkraft-Rückbau?
Die LiDAR-3D-Karte zeigt die genaue Geometrie von Bereichen, die niemand betreten soll. Das ist sehr wichtig für die Rückbauplanung: Wie groß ist ein Raum? Wo sind Einbauten? Wie schwer sind Teile? Alles ohne Begehung.
Kann die Drohne nach einem Kernkraft-Einsatz noch verwendet werden?
Ja, nach gründlicher Dekontamination. Die Drohne wird nach dem Einsatz auf Kontamination geprüft und gereinigt. Das Vorgehen wird mit dem Strahlenschutz-Beauftragten abgestimmt.
Eignet sich die Drohne für den Rückbau (Decommissioning)?
Ja, besonders dafür. Im Rückbau müssen viele Bereiche dokumentiert werden, ohne sie zu betreten. Die Drohne erstellt 3D-Karten, Bilder und Befunde – als Grundlage für die Rückbauplanung und -dokumentation.
Wie lange dauert eine Inspektion in einem Kernkraftwerk?
Das hängt vom Bereich und der Komplexität ab. Ein einzelner Raum oder Bereich wird oft in wenigen Stunden vollständig dokumentiert. Viel schneller als eine Begehung mit vollem Strahlenschutz-Ausrüstung.
Was bekommen wir nach der Kernkraft-Inspektion?
Sie bekommen: 4K-Bilder und Videos, LiDAR-3D-Daten für die Planung, Wärmebild-Auswertung wenn gewünscht, und einen strukturierten Befund-Bericht. Alles als digitale Dokumentation für Ihren Rückbau.
Was kostet eine Drohnen-Inspektion im Kernkraftwerk-Rückbau?
Die Kosten hängen vom Umfang ab. Kein Begehungs-Team mit vollem Strahlenschutz spart erhebliche Kosten und reduziert die Dosis-Belastung des Personals. Wir erstellen Ihnen gerne ein Angebot.
Kontakt
Haben Sie Fragen zur Drohnen-Inspektion in Kernkraftwerken oder beim Rückbau? Wir beraten Sie gerne.