Drohnen-Inspektion in Kraft-Werken und beim AKW-Rückbau
Kraft-Werke haben riesige Kessel, Kühltürme und Schornsteine. Diese müssen regelmäßig geprüft werden. Die Drohne macht das schneller, sicherer und günstiger. Beim Kern-Kraft-Werk-Rückbau schützt sie die Menschen vor Strahlung.
Was prüfen wir in Kraft-Werken?
Kraft-Werke – ob Kohle, Gas oder Biomasse – müssen regelmäßig geprüft werden. Besonders schwierig sind:
Kessel-Innen-Räume: Riesige Behälter mit Rohr-Wänden, Prall-Blechen und Heiz-Flächen. Klassisch braucht man Wochen für den Gerüst-Aufbau. Die Drohne fliegt in Stunden durch.
Kühltürme: Bis zu 200 Meter hoch. Außen Beton, innen feuchte Einbauten. Die Drohne prüft beides.
Schornsteine und Abgas-Führungen: Auskleidung, Fugen und Zuganker – innen mit der ELIOS 3, außen mit der Matrice 30T.
Ein großer Vorteil: Die Drohne kann früher fliegen als ein Mensch einsteigen kann. Nach dem Abfahren eines Kessels dauert die Abkühlung Tage. Die Drohne verträgt höhere Temperaturen und spart so wertvolle Zeit im Stillstand.
AKW-Rückbau: Weniger Strahlen-Belastung
Kern-Kraft-Werk – die Drohne hilft beim sicheren Rückbau.
Beim Rückbau von Kern-Kraft-Werken gilt das ALARA-Prinzip. Das steht für: As Low As Reasonably Achievable – auf Deutsch: Die Strahlen-Belastung für Menschen soll so niedrig wie möglich sein.
Die Drohne hilft dabei enorm:
Containment-Inspektion: Die Drohne fliegt in den Sicherheits-Behälter (Containment) und erstellt ein 3D-Modell. Kein Mensch muss in die Strahlung.
Lüftungs-Kanäle: Oft kontaminiert und eng. Die Drohne dokumentiert Ablagerungen und Schäden.
Abkling-Becken: Wände, Decken und Rohr-Durchführungen werden per Drohne geprüft.
Der Drohnen-Einsatz reduziert die Strahlen-Dosis für das Personal messbar. Das ist wichtig für den Strahlen-Schutz-Nachweis.
Kühlturm-Inspektion
Kühltürme sind besonders anspruchsvoll. Wir nutzen zwei Drohnen:
Außen (DJI Matrice 30T): Beton-Schäden, Risse, Bewehrungs-Korrosion an der Außen-Hülle.
Innen (ELIOS 3): Wasser-Verteiler, Tropfen-Abscheider, Einbauten und der Beton-Mantel von innen. Auch Salz-Ablagerungen und biologischer Bewuchs werden erfasst.
Wichtig: Die Legionellen-Vorsorge macht häufige Inspektionen der Wasser-Verteil-Systeme nötig. Die Drohne kann das ohne Personen-Einstieg in den feuchten Innen-Raum.
Typische Schäden
Die Drohne findet in Kraft-Werken diese Schäden:
Schäden an der Feuer-Festen Ausmauerung (Refractory): Abplatzungen und Risse im Kessel
Rohr-Wand-Korrosion: Rost durch Rauch-Gas und Kondens-Wasser
Beton-Schäden: Risse durch Temperatur-Wechsel, Frost und Alter
Auskleidungs-Schäden am Schornstein: Saure Stoffe greifen den Mörtel an
Verschleiß an Kühlturm-Einbauten: Bewuchs und mechanische Schäden
Form-Abweichungen: 3D-Scans zeigen Verformungen und Setzungen
Vorteile der Drohne
Kein Mensch in Gefahr. Keine Höhen-Arbeit, kein Personen-Einstieg, keine Strahlen-Belastung.
Schneller. Die Drohne spart Wochen Gerüst-Zeit. Der Stillstand wird verkürzt.
Bessere Daten. 4K-Video, Wärmebild und 3D-Modell für vergleichbare Dokumentation.
Früherer Einsatz. Die Drohne kann früher fliegen als ein Mensch einsteigen kann.
Die ELIOS 3 funktioniert bis +45°C. Nach dem Abfahren eines Kessels kann sie früher fliegen als ein Mensch einsteigen könnte. Aber bei sehr hohen Temperaturen muss man warten.
Wie hilft die Drohne beim AKW-Rückbau?
Die Drohne fliegt in strahlungs-belastete Bereiche. Das Team bleibt im sicheren Kontroll-Bereich. So wird die Strahlen-Dosis für die Mitarbeiter reduziert – das ist das ALARA-Prinzip.
Wird die Drohne radioaktiv kontaminiert?
Die Drohne kann nach dem Einsatz gereinigt und dekontaminiert werden. Das Verfahren wird mit dem Strahlen-Schutz-Beauftragten abgestimmt.
Kann die Drohne Kühltürme komplett prüfen?
Ja. Mit zwei Drohnen: Außen die Matrice 30T (Beton-Mantel), innen die ELIOS 3 (Einbauten und Wasser-Verteiler). Zusammen ergibt das ein vollständiges Bild.
Wie viel schneller ist die Drohne als ein Gerüst?
Ein Gerüst-Aufbau im Kessel dauert oft Wochen. Die Drohne fliegt den gleichen Bereich in wenigen Stunden. Das spart viel Stillstands-Zeit.
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