Kesselinspektion Kraftwerk: Ablauf & Vorbereitung
- Kessel, Kühltürme & Containments – Dosisreduktion und Sicherheitsgewinn durch ELIOS 3
Kraftwerksinspektion: Höchste Anforderungen an Effizienz und Sicherheit
Ein einziger Gerüstaufbau im Kesselhaus eines 500-MW-Blocks kostet Wochen und erhebliche Ressourcen. Die ELIOS 3 führt die Erstinspektion in Stunden durch und liefert 4K-Videodokumentation sowie LiDAR-3D-Geometrie – bevor der erste Gerüstbalken gesetzt wird. Das spart nicht nur Zeit, sondern ermöglicht gezielte Instandhaltungsplanung: Gerüst nur dort, wo wirklich Handlungsbedarf besteht.
Für Kühltürme (Naturzug und Zwangskühlung) ist die Drohne bereits etabliert: Die Außeninspektion von Kühlturmschalen mit dem DJI Matrice 30T und die Inneninspektion (Einbauten, Wasserverteiler, Tropfenabscheider, Betonmantel) mit der ELIOS 3 sind komplementäre Verfahren, die gemeinsam ein vollständiges Bild liefern.
Ein konventioneller Kraftwerkskessel kann nach dem Abfahren erst nach Abkühlzeiten von Tagen betreten werden. Die Drohne fliegt früher – und verkürzt so den Inspektionsbottleneck im Turnaround.
Kesselinneninspektion
Rohrwände, Prallbleche, Heizflächen, Ausmauerung (Refractory), Überhitzer und Dampferzeuger-Einbauten – ohne Gerüst, in 4K.
Kühlturm-Inspektion
Betonmantel (innen/außen), Einbauten, Wasserverteilung, Tropfenabscheider, Kühlturmeinbauten – mit ELIOS 3 und Matrice 30T.
Schornstein & Abgasführung
Auskleidungszustand, Kondensatbereiche, Zuganker, Fugendichtheit – innen per ELIOS 3, außen per Matrice 30T.
AKW-Rückbau: Das ALARA-Prinzip und die Drohne
Die ELIOS 3 bietet hier einen fundamentalen Vorteil: Die Drohne fliegt in Bereiche, die für das menschliche Inspektionsteam nur mit Schutzausrüstung und zeitlich begrenzter Exposition zugänglich wären. Für folgende Rückbauaufgaben ist der Drohneneinsatz besonders relevant:
Containment-Struktur: Die Stahlbeton-Containments von Druckwasserreaktoren und Siedewasserreaktoren müssen vor dem Rückbau vollständig geometrisch erfasst und auf Strukturschäden geprüft werden. LiDAR-Scans der ELIOS 3 liefern maßhaltige 3D-Punktwolken für die Rückbauplanung – ohne Personenexposition.
Lüftungssysteme & Abluftkanäle: Die Lüftungs- und Abluftkanäle in einem AKW sind oft kontaminiert und schlecht zugänglich. Die Drohne kann durch Querschnitte navigieren, die für Menschen nicht begehbar sind, und Ablagerungen sowie Beschichtungsschäden dokumentieren.
Abklingbecken-Umgebungen: Die Strukturen rund um Abklingbecken (Wände, Deckenkonstruktionen, Rohrdurchführungen) können per Drohne auf Risse, Beschichtungsschäden und Korrosion inspiziert werden – mit minimaler Personenexposition.
Im AKW-Rückbau ist jede Minute Personenexposition in Strahlungsfeldern zu minimieren. Die ELIOS 3 fliegt, während das Team im Kontrollbereich bleibt – das ist gelebtes ALARA.
Containment-Inspektion
3D-LiDAR-Erfassung der Containment-Geometrie, Rissmonitoring, Dokumentation von Durchführungen und Einbauten – ohne Personenexposition im Strahlungsfeld.
Lüftungskanal-Inspektion
Kontaminierte Lüftungsstrecken, Abluftkanäle und Filtersysteme visuell dokumentieren – die Drohne navigiert Querschnitte, die für Menschen unzugänglich sind.
Dosisreduktion messbar
Drohneneinsatz reduziert kumulierte Personendosis dokumentierbar – relevante Kenngröße für Strahlenschutznachweise und Genehmigungsverfahren.
Kühlturm-Inspektion im Detail
Außeninspektion mit dem DJI Matrice 30T: Die Außenhülle eines Naturzug-Kühlturms aus Stahlbeton zeigt typischerweise Abplatzungen, Risse, Bewehrungskorrosion (Karbonatisierung, Chlorideintrag) und Entwässerungsschäden. Der Matrice 30T mit 41-fach optischem Zoom und 640×512-Pixel-Wärmebildkamera dokumentiert diese Schäden aus sicherer Distanz – kein Gerüst, kein Seilzugang.
Inneninspektion mit der ELIOS 3: Das Innere eines Kühlturms ist ein feuchter, schwer zugänglicher Confined Space: Wasserverteilerebenen, Tropfenabscheider, Einbauten (Kühlkörper/Füllkörper) und der Betonmantel von innen. Salzablagerungen, biologischer Bewuchs (Legionellen-Prävention!), Einbautenkorrosion und Betonschäden werden per 4K-Kamera und Thermografie erfasst.
Die Legionellen-Problematik macht häufige Inspektionen der Wasserverteilsysteme notwendig: Die TRBA 466 fordert regelmäßige Kontrollen. Die Drohne kann Wasserverteileranlagen, Verteilerdüsen und die Tropfenabscheider-Integrität dokumentieren, ohne dass Personal in den feuchten Innenraum einsteigen muss.
Kühltürme kombinieren die Herausforderungen eines Hochbaus (Außeninspektion) mit denen eines Confined Space (Inneninspektion). Mit Matrice 30T und ELIOS 3 deckt Kopterflug beide Aspekte ab.
Typische Befunde bei Kraftwerks- und AKW-Inspektionen
Refractory-Schäden im Kessel
Abplatzungen, Risse und Hohlstellen in der feuerfesten Ausmauerung (Refractory) – thermografisch als Wärmeverlust sichtbar, visuell als Oberflächenschaden.
Rohrwandkorrosion & Erosion
Kesselrohre zeigen durch Rauchgaskontakt Außenkorrosion, durch Kondensatanfall im Kaltbereich Innenkorrosion. Erosion durch Flugasche an exponierten Rohrbögen.
Betonschäden (Kühlturm, Containment)
Karbonatisierung, Chlorideintrag, Risse durch Temperaturwechsel, Abplatzungen durch Frost-Tau-Wechsel. 3D-LiDAR quantifiziert Schadensausdehnung.
Auskleidungsschäden (Kamin/Schornstein)
Saure Kondensate greifen Mörtel und Stein in der Schornsteinauskleidung an – Schäden führen zu Gasdurchlässigkeit und beschleunigtem Strukturversagen.
Einbautenschäden
Kühlturm-Einbauten (Rieselfüllkörper, Tropfenabscheider) zeigen Verschleiß, Bewuchs und mechanische Schäden durch Betriebslast und Schwingungen.
Geometrische Abweichungen
LiDAR-3D-Scans erfassen Geometrieabweichungen, Verformungen und Setzungen – als Referenzmodell für Rückbauplanung oder Instandhaltungsintervalle unverzichtbar.
Häufige Fragen: Kraftwerk & AKW-Rückbau
Wie passt eine Drohneninspektion in unser bestehendes Prüfkonzept?
Eine Drohneninspektion entfaltet den größten Nutzen als Baustein in Ihrem bestehenden Instandhaltungs- und Prüfkonzept – nicht als isolierte Einzelmaßnahme. Typische Einbindung: als Vorabinspektion vor geplanten Revisionen (zeigt, wo genauer hingeschaut werden muss), als Zwischenprüfung zwischen klassischen Prüfintervallen (liefert zusätzliche Zustandsdaten ohne großen Aufwand) oder als Dokumentationsgrundlage für Ihre BetrSichV-/EN-12952-konforme Prüfdokumentation. Voraussetzung: Prüffragen sind vorher definiert, relevante Anlagenbereiche identifiziert, Ergebnisse fließen in Ihr dokumentiertes System. Wir stimmen Umfang und Fragestellung vor dem Einsatz gemeinsam mit Ihrem Instandhaltungsteam ab.
Muss der Kessel für die Inspektion abkühlen?
Ja, die ELIOS 3 ist NICHT hitzebeständig. Maximale Umgebungstemperatur: 0-50°C. Der Kessel muss auf <50°C abgekühlt sein – "im warmen Zustand" ist irreführend. Nach Abkühlung liefert die ELIOS 3 jedoch präzise Daten über Verdampferrohre, Überhitzer, Economizer und feuerfeste Auskleidungen – ohne Gerüstbau, ohne Personeneinstieg.
Wo stößt eine Drohneninspektion in Kraftwerken an ihre Grenzen?
Ehrlich gesagt: nicht überall ist eine Drohne die beste Lösung. Dampf und Restfeuchte in Kesselbereichen kurz nach Abschaltung beeinträchtigen die Bildqualität erheblich. Starke Luftströmungen in Schornsteinen können die Flugstabilität einschränken. Magnetfelder nahe Generatoren und großen Motoren können die Sensorik beeinflussen. Sehr enge Durchgänge unter 50 cm sind auch für die ELIOS 3 nicht passierbar. Und: Eine visuelle Drohneninspektion ersetzt keine messtechnisch abgesicherte Werkstoffprüfung. Was sie liefert, ist eine fundierte Erstbewertung, die zeigt, wo sich eine weiterführende Prüfung lohnt – und wo nicht. Wir klären im Vorfeld, ob ein Drohneneinsatz für Ihren konkreten Anlagenbereich sinnvoll ist.
Kann Thermografie auch im laufenden Betrieb eingesetzt werden?
Ja – und gerade das ist ein großer Vorteil. Mit der DJI Matrice 30T erfassen wir thermische Auffälligkeiten an Außenbereichen ohne Abschaltung und ohne Personaleinsatz vor Ort: Isolationsverluste an Rohrleitungen und Dampfleitungen, Temperaturanomalien an Transformatoren und Schaltanlagen, undichte Ventile und Flansche, CUI-Verdacht (Corrosion Under Insulation) an schwer zugänglichen Stellen. Das spart nicht nur Stillstandszeit, sondern reduziert auch den Koordinationsaufwand erheblich – weniger Absperrungen, weniger Gefährdungsbeurteilungen, weniger Personal in Gefahrenbereichen.
Was ist die Flyability ELIOS 3 und wofür wird sie eingesetzt?
Die Flyability ELIOS 3 ist eine der leistungsfähigsten kollisionsgeschützten Indoor-Drohnen für Confined Spaces – enge und gefährliche Räume wie Tanks, Kessel, Schächte, Schornsteine und Reaktoren. Sie ist vollständig kollisionssicher durch einen Carbon-Schutzkäfig, navigiert GPS-unabhängig per SLAM-Navigation (FlyAware™ Engine) und verfügt über 4K-Kamera, 16.000 Lumen LED und optional Thermografie + LiDAR. Mit 2025/2026-Upgrades: High-Capacity-Batterie (bis +50% Flugzeit), Tether-Option für unbegrenzte Flugzeit, Colorization für farbige 3D-Modelle und Smart Return-to-Home. Die ELIOS 3 ermöglicht Hybridinspektion – die Drohne übernimmt die Erstinspektion, der Mensch kommt nur noch dort zum Einsatz, wo Kontaktprüfung nötig ist.
Können Inspektionen ohne Personeneinstieg durchgeführt werden?
Ja, mit der Flyability ELIOS 3 inspizieren wir Tanks, Kessel, feuerfeste Auskleidungen, Industrieöfen, Schächte und andere Confined Spaces ohne Personeneinstieg. Die Drohne ist vollständig kollisionssicher durch einen Carbon-Schutzkäfig und übernimmt das Risiko – Ihre Mitarbeiter bleiben in Sicherheit. Keine DGUV-Befahrung, keine Rettungsketten, deutlich reduziertes Risiko für Ihr Personal.
Welche Bereiche können mit der ELIOS 3 inspiziert werden?
Die ELIOS 3 ist speziell für Confined Spaces entwickelt: Tanks & Behälter (Stahl, Beton, ohne Personeneinstieg), Kessel & Schornsteine (innen, nach Abkühlung <50°C), Feuerfeste Auskleidungen (Industrieöfen, Brennkammern), Reaktoren & Kolonnen (Chemie, Öl & Gas), Schächte & Kanäle (ab 50 cm Öffnung, Großprofile ≥150 cm Ø), Silos & Hochregallager, Bergbau (Stollen, Schächte, Post-Blast), Windkraftanlagen (Rotorblätter innen). Überall dort, wo Personeneinstieg gefährlich, aufwendig oder unmöglich ist.
Sind DGUV-Befahrungsmaßnahmen erforderlich?
In vielen Fällen entfallen durch den Einsatz der ELIOS 3 aufwendige DGUV-Befahrungsmaßnahmen (DGUV Regel 113-004), da kein Personeneinstieg erforderlich ist. Die Drohne übernimmt das Risiko – Ihr Personal bleibt in sicherer Entfernung. Freimessungen und Sicherheitsmaßnahmen sind dennoch erforderlich, aber deutlich reduziert. Wir klären die konkreten Anforderungen im Vorfeld mit Ihnen und den zuständigen Stellen.
Professionelle Inspektion mit der ELIOS 3 — deutschlandweit verfügbar.
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