Fackelinspektion per Drohne – OHNE Gerüst, OHNE Abschaltung
- DJI M30T mit 200x Zoom und radiometrischer Thermografie – Hochfackeln bis 100 m Höhe bei laufendem Betrieb.
Fackel- und Hochfackel-Inspektion per Drohne mit DJI M30T. 200x Zoom, radiometrische Thermografie, Zustandsbewertung ohne Gerüst und ohne Abschaltung. Raffinerien, Chemieparks, Öl & Gas – deutschlandweit.
Ihre Ansprechpartner:
Christian Engelke und Dipl.-Ing. Karsten Lehrke
Eine Auswahl unserer Kunden und Partner
DJI M30T – Fackelinspektion aus sicherer Distanz
Unsere Leistungen für Fackel- und Hochfackel-Inspektionen:
- Visuelle Inspektion mit 200x Zoom: Der 200x Hybrid-Zoom der DJI M30T liefert Detailaufnahmen der Brennerspitze und Fackelstruktur – aus sicherer Distanz, auch bei laufendem Betrieb.
- Radiometrische Thermografie: Wärmebildkamera erfasst Temperaturverteilung an Brenner, Refraktärauskleidung und Tragstruktur. Anomalien werden sofort sichtbar.
- Pilot-Light-Monitoring: Visuelle und thermografische Überprüfung des Zündbrenners (Pilot Light) – funktioniert er zuverlässig? Ist die Flamme stabil?
- Strukturelle Zustandsbewertung: Systematische Dokumentation von Korrosion, Beschichtungsschäden, Schweißnähten und Abspannung – vom Fundament bis zur Fackelspitze.
Brennerspitze, Refraktär, Tragstruktur –
wir dokumentieren, Ihre Instandhalter entscheiden.
Ergänzendes System für die Fackelinspektion
Die DJI Matrice 30T ist das Primärsystem für Fackelkopf-Inspektion bei laufendem Betrieb. Die ELIOS 3 wird ergänzend nach Stilllegung für Innenabschnitte eingesetzt.
Nicht sicher, welches System für Ihre Anlage passt? Wir beraten Sie unverbindlich.
Fackel-Inspektion per Drohne: Sicher, Präzise, Ohne Abschaltung
Fackeln und Hochfackeln sind sicherheitskritische Komponenten in Raffinerien, Chemieparks und Öl-&-Gas-Anlagen. Gleichzeitig sind sie extremen Belastungen ausgesetzt: Hitze, Korrosion, Wind und thermische Zyklen setzen der Struktur zu. Klassische Inspektionen erfordern Gerüstbau an 50–100 m hohen Strukturen – oft nur während eines Turnarounds möglich.
Bei Kopterflug inspizieren wir Fackeln und Hochfackeln mit der DJI Matrice 30T: 200x Hybrid-Zoom für visuelle Detailaufnahmen und radiometrische Thermografie für die Beurteilung der Brennerleistung und Temperaturverteilung – alles aus sicherer Distanz und bei laufendem Betrieb.
Dieser Einsatz ist eine reine Außeninspektion. Die ELIOS 3 kommt bei Fackeln nicht zum Einsatz – die Temperaturen und Höhen erfordern eine Outdoor-Drohne mit leistungsstarkem Zoom und Thermografie aus sicherer Entfernung.
Die typischen Schadensbilder an Hochfackeln: Am Fackelkopf (Tip) Erosion und Verzunderung der Refraktärauskleidung, Verformung der Brennerdüsen und Rissbildung im Pilotbrennerbereich. An der Tragstruktur Korrosion an Schweißnähten und Knotenblechen, besonders im Spritzwasserbereich und an der Wind-/Wetterschutzverkleidung. An Dampf- und Wasserleitungen Korrosion, undichte Flansche und defekte Dampfvorhänge – per Thermografie als Temperaturanomalien sichtbar. An den Abspannseilen Drahtbrüche, Korrosion und Spannungsverlust.
Schnell, sicher, effizient dokumentiert –
Ihre Daten für fundierte Instandhaltungsentscheidungen.
Die Herausforderung bei Fackel-Inspektionen
Fackelanlagen gehören zu den anspruchsvollsten Inspektionsobjekten in der Prozessindustrie – nicht nur klassisch, sondern auch für den Drohneneinsatz selbst.
Gerüstbau in extremer Höhe = enorme Kosten
Gerüstbau an einer 80 m hohen Hochfackel dauert Wochen, kostet sechsstellige Beträge und ist oft nur während eines Turnarounds möglich. Drohnen inspizieren dieselbe Fackel in Stunden.
Schäden bleiben bis zum Turnaround unsichtbar
Ohne Drohne werden Fackeln typischerweise nur alle 3–5 Jahre beim Turnaround inspiziert. Korrosion, Risse und Refraktärschäden bleiben dazwischen unentdeckt – mit dem Risiko unkontrollierter Emissionen oder Strukturversagen.
Extreme Bedingungen = hohes Sicherheitsrisiko
Hitze, Flammen, toxische Gase und extreme Höhe machen Fackelinspektionen zu den gefährlichsten Arbeiten in der Prozessindustrie. Drohnen inspizieren aus sicherer Distanz – Ihr Team bleibt am Boden.
Thermische Turbulenzen und Wind
Heiße Abgase erzeugen starke Aufwinde und Verwirbelungen – das führt zu instabilen Flugbedingungen und kann die Annäherung an kritische Bereiche einschränken. Bei laufender Fackel ist das einer der limitierenden Faktoren für die Drohne.
ATEX-Zonen und Explosionsschutz
Fackeln befinden sich häufig in explosionsgefährdeten Bereichen. Das schränkt den Drohnentyp und den Einsatzradius ein und erfordert höheren Planungsaufwand sowie Abstimmung mit dem HSE-Team der Anlage.
Eingeschränkte Prüfbarkeit interner Schäden
Drohnen liefern sehr gute Ergebnisse bei der äußeren Zustandsbewertung. Wanddickenmessungen, Prüfung interner Auskleidungen und verdeckte Schäden unter Isolierung sind nicht oder nur eingeschränkt möglich – hier sind weiterhin ergänzende Prüfverfahren notwendig.
Störquellen im Anlagenumfeld
Elektromagnetische Störungen, eingeschränkter GPS-Empfang und komplexe Anlagengeometrie in Raffinerien und Chemieparks müssen bei der Einsatzplanung berücksichtigt werden.
Regulatorische Anforderungen
Je nach Anlage und Standort sind betriebliche Freigaben, Risikoanalysen und Abstimmungen mit Behörden oder Betreibervorgaben erforderlich. Drohneninspektionen werden zunehmend akzeptiert, ersetzen klassische Prüfverfahren aber nicht in allen Fällen vollständig.
Haftung und Risikobewertung
Der Einsatz erfolgt in sicherheitskritischen Bereichen. Klare Sicherheitskonzepte, Risikoabschätzung vor dem Flug und abgestimmte Betriebsabläufe sind Voraussetzung – wir bereiten jeden Einsatz strukturiert vor.
Sie kennen die Herausforderung – wir haben die Lösung.
Was wir bei Fackel-Inspektionen dokumentieren
Wir fliegen mit der DJI M30T in sicherer Distanz um Ihre Fackelanlage und dokumentieren systematisch alle sicherheitsrelevanten Bereiche:
Brennerspitze (Flare Tip)
Zustand der Brennerdüsen, Verschleiß, Verformung, Materialverlust, Flammenhalter, Zündbrenner (Pilot Light)
Eine beschädigte Brennerspitze führt zu unvollständiger Verbrennung, erhöhten Emissionen und potenziellem Flammenrückschlag. Regelmäßige Zustandsbewertung ist sicherheitskritisch.
200x Zoom liefert Detailaufnahmen der Brennerspitze aus sicherer Entfernung, Thermografie zeigt Temperaturverteilung und Anomalien
Refraktärauskleidung & Hitzeschutz
Zustand der feuerfesten Auskleidung, Risse, Ablösungen, fehlende Abschnitte der Refraktärbeschichtung
Beschädigte Refraktärauskleidung führt zu Überhitzung der Stahlstruktur und beschleunigter Korrosion. Im Extremfall droht Strukturversagen.
4K-Zoom-Aufnahmen von oben und seitlich, Thermografie identifiziert Hot Spots und fehlende Isolierung durch Temperaturunterschiede
Fackelturm & Tragstruktur
Korrosion am Fackelschaft, Schweißnähte, Plattformzustände, Leitern, Flanschverbindungen, Beschichtungsschäden
Strukturelle Schwächung einer 50–100 m hohen Fackel ist ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Korrosion unter Beschichtung bleibt vom Boden aus unsichtbar.
Systematischer Überflug von Fundament bis Spitze mit 200x Zoom, Thermografie erkennt Feuchtigkeitseintritt und Korrosion unter Beschichtung
Abspannung, Windschutz & Dampfinjektion
Zustand der Abspannseile (Guy Wires), Windschutzbleche, Dampfinjektionsdüsen, Wasserinjektionssysteme
Defekte Abspannseile gefährden die Standsicherheit, blockierte Dampfdüsen verschlechtern die Rauchminderung und erhöhen sichtbare Emissionen.
Visuelle Inspektion per 200x Zoom, Thermografie der Dampf-/Wasserinjektionssysteme zur Funktionsprüfung
Sockelbereich, Zuleitung & Leitungssystem
Korrosion und mechanische Schäden an Fußring, Fundamentankern, Flanschverbindungen und Prozessleitungen am Fackelfuß
Korrosion im bodennahen Bereich und an Flanschverbindungen bleibt vom Boden aus oft unsichtbar. Leckagen oder strukturelle Schwächungen hier gefährden die gesamte Anlage.
Systematische Befliegung von unten mit 200x Zoom, Thermografie erkennt Temperaturanomalien an Leitungen und Flanschbereichen (Leckagen, Isolierungsdefekte)
Am Ende übergeben wir Ihnen einen detaillierten Inspektionsbericht mit 4K-Aufnahmen der gesamten Fackelanlage, Thermografie-Karten mit Temperaturverteilung, Schadensklassifizierung und Handlungsempfehlungen. Ihre Instandhaltungsplaner und Sachverständigen erhalten fundierte Daten für die Priorisierung von Maßnahmen – ohne auf den nächsten Turnaround warten zu müssen.
Professionelle Inspektion mit der ELIOS 3 — deutschlandweit verfügbar.
Fackel-Typen, die wir inspizieren
Mit der DJI M30T inspizieren wir alle gängigen Fackeltypen in der Prozessindustrie – sicher, präzise und ohne Gerüst:
Hochfackel
Die klassische Hochfackel – 50 bis 100 m hoch, freistehend oder abgespannt. Brennerspitze, Refraktär, Guy Wires und Tragstruktur werden systematisch dokumentiert.
Sensoren: Visuell, Thermografie
Typische Befunde: Brennerspitzenverschleiß, Refraktärschäden, Korrosion am Schaft, defekte Abspannseile, Pilot-Light-Ausfall
Fackelkopf-Inspektion
Der Fackelkopf ist das kritischste Bauteil – in 50–100 m Höhe, extremer Hitze ausgesetzt. 200x Zoom dokumentiert Brennerspitze, Refraktärauskleidung und Pilot Light aus sicherer Distanz. Thermografie zeigt Materialermüdung und Hot Spots.
Sensoren: Visuell, Thermografie
Typische Befunde: Brennerspitzenverschleiß, Refraktärausbrüche, Pilot-Light-Ausfall, Verformungen durch thermische Belastung, Risse im Fackelkopfgehäuse
Geschlossene Bodenfackel (Enclosed Ground Flare)
Fackeln mit Ummauerung oder geschlossener Bauweise zur Reduktion von Strahlung und Emissionen. Eingeschränkte Sicht auf den Innenraum – Thermografie ist das wichtigste Werkzeug zur Bewertung der thermischen Belastung der Außenstruktur.
Sensoren: Visuell, Thermografie
Typische Befunde: Lokale Überhitzung der Außenstruktur, Schäden an der Refraktärauskleidung (indirekt sichtbar), unvollständige Verbrennung, Korrosion, undichte Bereiche
Mehrpunktfackel
Mehrpunktfackeln mit zahlreichen Brennern auf einer Plattform. 200x Zoom dokumentiert jeden einzelnen Brenner – Thermografie identifiziert ausgefallene oder fehlerhafte Brenner.
Sensoren: Visuell, Thermografie
Typische Befunde: Ausgefallene Einzelbrenner, ungleichmäßige Flammenverteilung, Korrosion an Verteilerleitungen
Bodenfackel (Ground Flare)
Bodennahe Systeme mit mehreren Brennerreihen oder ringförmiger Anordnung auf großer Fläche. Drohnen ermöglichen eine vollständige Übersicht über die gesamte Anlage ohne Betreten der Sicherheitszone.
Sensoren: Visuell, Thermografie
Typische Befunde: Ungleichmäßige Verbrennung, defekte oder verstopfte Brenner, Korrosion an Verteilerleitungen, Überhitzung angrenzender Bauteile
Dampf- / Luftunterstützte Fackel (Steam-/Air-Assisted)
Fackeln mit zusätzlicher Dampf- oder Lufteinspeisung zur Rauchreduktion. Komplexe Düsen- und Leitungssysteme sind anfällig für Verschleiß und Verstopfung – Thermografie zeigt ungleichmäßige Verteilung.
Sensoren: Visuell, Thermografie
Typische Befunde: Verstopfte Injektoren, ungleichmäßige Dampf-/Luftverteilung, lokale Überhitzung, erhöhte Rauchbildung
Horizontale / geneigte Fackel
Seltener, aber in älteren Anlagen und Offshore-Standorten vorhanden. Ungewöhnliche Geometrie und Kondensatbildung in Bögen stellen besondere Anforderungen an die Inspektion.
Sensoren: Visuell, Thermografie
Typische Befunde: Korrosion entlang des Rohrverlaufs, Verformungen durch thermische Belastung, Schäden im Bereich von Umlenkungen
Offshore-Fackel / Auslegerfackel (Boom-Mounted Flare)
Fackeln auf Offshore-Plattformen oder an Auslegern – salzhaltige Atmosphäre beschleunigt Korrosion massiv, die schwer zugängliche Konstruktion macht klassische Inspektionen kaum praktikabel. Drohnen sind hier oft die wirtschaftlichste Lösung.
Sensoren: Visuell, Thermografie
Typische Befunde: Fortgeschrittene Korrosion durch Salzwasser, Ermüdungsschäden an Tragstruktur und Abspannungen, Probleme an Zündsystemen
Wir kennen die Besonderheiten jedes Fackeltyps.
Klassische Fackelinspektion vs. Drohne
| Klassisch | Drohne | |
|---|---|---|
| Abschaltung | Zwingend erforderlich | Im laufenden Betrieb möglich |
| Zugang | Gerüst um Fackelturm (50–100 m) | Überflug, kein Gerüst |
| Zeitaufwand | 4–8 Wochen | 1–2 Tage |
| Thermografie | Von unten, Teleobjektiv | Nahaufnahme am Fackelkopf |
| Dokumentation | Fotos + Skizzen | 4K + Thermografie + LiDAR |
Professionelle Inspektion mit der ELIOS 3 — deutschlandweit verfügbar.
Warum Drohnen für Fackel-Inspektionen?
Kein Gerüstbau in extremer Höhe
50–100 m hohe Fackeln ohne Gerüst, Hubsteiger oder Industriekletterer inspizieren. Wochen Aufbauzeit und sechsstellige Kosten entfallen.
Thermografie im laufenden Betrieb
Radiometrische Wärmebilder der Brennerleistung, Refraktärzustand und Temperaturverteilung – genau dann, wenn die Fackel in Betrieb ist.
Kein Sicherheitsrisiko für Personal
Keine Höhenarbeiten an aktiven Fackeln, keine Heißarbeitserlaubnis für die Inspektion. Ihr Team bleibt am Boden, die Drohne übernimmt.
Lückenlose 4K-Dokumentation
200x Zoom liefert Detailaufnahmen jeder Schweißnaht, jeder Düse, jedes Abspannseils. Systematisch dokumentiert und reproduzierbar.
Bis zu 80% günstiger
Kein Gerüstbau, kein Turnaround-Fenster nötig, kein Absperraufwand. Fackelinspektion für einen Bruchteil der Kosten klassischer Methoden.
Häufigere Inspektionsintervalle
Statt nur alle 3–5 Jahre beim Turnaround: Drohneninspektionen machen jährliche oder halbjährliche Checks wirtschaftlich – Schäden werden früher erkannt.
Professionelle Einsatzplanung – mehrteilige Inspektionen lückenlos
Die Kombination aus Fackelhöhe, Sicherheitsabstand zur Flamme und optionaler Sensorik führt zu mehreren Teilflügen pro Anlage und erhöhtem Koordinationsaufwand. Das ist einzuplanen.
Profitieren Sie von unserer Erfahrung – kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung.
So läuft die Fackel-Inspektion ab
Transparent, planbar, unkompliziert
Erstberatung
Wir analysieren Ihre Anforderungen und beraten Sie kostenfrei zu allen technischen und organisatorischen Fragen.
Terminplanung
Gemeinsam finden wir einen passenden Termin, der sich optimal in Ihren Betriebsablauf integriert.
Vor-Ort-Inspektion
Unsere Experten führen die Inspektion mit modernster Drohnentechnologie durch – professionell und zügig.
Auswertung & Bericht
Sie erhalten einen detaillierten Inspektionsbericht mit Bildern, Bewertung und systematischer Befundübersicht.
Der erste Schritt ist ein kurzes Gespräch
– rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.
Unser Team
Seit 2017 inspizieren wir industrielle Anlagen mit Drohnen. Für Fackeln setzen wir die DJI Matrice 30T ein – 200x Zoom und radiometrische Thermografie aus sicherer Distanz zur aktiven Flamme. Wir liefern die Daten, Ihre Instandhalter treffen die Entscheidungen.
Christian
Gründer und Drohnenpilot
Karsten
Gründer, Geschäftsführer
Philipp
Gründer, Einsatzplanung & Logistik
Juliana
Drohnenpilotin
Stephan
Einsatzplanung & Logistik
Drohnenspezialisten für Fackelinspektionen –
wir liefern Daten, Ihre Instandhalter entscheiden.
Relevante Normen & Richtlinien für die Fackelinspektion
Zuständige Berufsgenossenschaft für petrochemische Betriebe mit Fackelanlagen.
BG RCI →Internationale Norm für Auslegung und Inspektion von Fackelanlagen in der Petrochemie.
Deutsche Verwaltungsvorschrift mit Anforderungen an Emissionen – Fackeln müssen definierte Verbrennungseffizienzen einhalten.
Fackelsysteme als sicherheitsrelevante Anlagenteile unterliegen der wiederkehrenden Prüfung.
Mehr erfahren →Häufige Fragen zur Fackel-Inspektion per Drohne
Wie unterscheidet sich die Drohneninspektion von der klassischen Methode?
Klassisch: Gerüstbau (Wochen, sechsstellige Kosten), Abschaltung, Heißarbeitserlaubnis, Industriekletterer. Per Drohne: Anreise, Flug, Dokumentation an einem Tag – ohne Gerüst, ohne Abschaltung, ohne Höhenrisiko. Die Drohne liefert zudem Thermografie-Daten, die bei der klassischen Methode oft nicht erfasst werden. → Mehr zu Kosten und Ablauf: Fackelinspektion per Drohne.
Welche Drohne wird für Fackelinspektionen eingesetzt?
Wir setzen die DJI Matrice 30T ein – mit 200x Hybrid-Zoom und radiometrischer Thermografie. Die M30T ist eine Outdoor-Drohne mit IP55-Wetterschutz, die aus sicherer Distanz Detailaufnahmen der Fackelspitze liefert. Die Flyability ELIOS 3 kommt bei Fackeln nicht zum Einsatz – die extremen Temperaturen und Höhen erfordern eine leistungsstarke Outdoor-Drohne.
Was genau wird bei einer Fackelinspektion per Drohne geprüft?
Wir dokumentieren systematisch: Brennerspitze (Verschleiß, Verformung, Materialverlust), Refraktärauskleidung (Risse, Ablösungen), Zündbrenner/Pilot Light (Funktion), Fackelturm (Korrosion, Schweißnähte, Beschichtung), Windschutz und Dampfinjektionsdüsen, Abspannseile (Guy Wires) und Fundamente. → Mehr zur Drohneninspektion Öl & Gas und zu Schornstein- und Hochbauinspektion per Drohne.
Kann die Fackel während der Inspektion in Betrieb bleiben?
Ja – das ist einer der größten Vorteile der Drohneninspektion. Die M30T inspiziert aus sicherer Distanz zur aktiven Flamme. Es ist keine Abschaltung nötig, keine Heißarbeitserlaubnis für die Inspektion und kein Turnaround-Fenster. Die Thermografie liefert sogar aussagekräftigere Daten bei laufendem Betrieb, da die Temperaturverteilung am Brenner analysiert werden kann. → Zum Ablauf der Fackelinspektion.
Wie sicher ist der Drohneneinsatz bei der Fackelinspektion?
Der Einsatz erfolgt mit definiertem Sicherheitsabstand zur Flamme und abgestimmter Einsatzplanung. Wir berücksichtigen Wind- und Turbulenzverhältnisse, thermische Aufwinde und betriebliche Vorgaben Ihrer Anlage. Bei ungünstigen Bedingungen fliegen wir in Teilabschnitten oder passen die Flugroute an – im Zweifel wird der Einsatz verschoben.
Ist der Einsatz in ATEX-Bereichen möglich?
Die eingesetzten Systeme sind nicht ATEX-zertifiziert. Der Flug erfolgt daher außerhalb kritischer Ex-Zonen – in enger Abstimmung mit Ihrem HSE-Team. In vielen Fällen ist die Fackelstruktur selbst von außen ohne Betreten der Ex-Zone inspizierbar. Die genaue Abgrenzung klären wir im Vorfeld.
Wie nah fliegt die Drohne an die Flamme?
Die M30T hält immer sicheren Abstand zur aktiven Flamme. Der 200x Hybrid-Zoom ermöglicht Detailaufnahmen aus großer Entfernung – es ist nicht nötig, der Flamme oder der Strahlungshitze nahezukommen. Die genaue Flugdistanz wird vor jedem Einsatz basierend auf Fackeltyp, Windrichtung und Betriebszustand festgelegt.
Was bringt Thermografie bei der Fackelinspektion?
Thermografie macht sichtbar, was visuell unsichtbar ist: Überhitzungen, ungleichmäßige Verbrennung, Auffälligkeiten an Isolierung und Refraktär sowie thermische Anomalien an Dampf- und Luftinjektionssystemen. Probleme werden erkannt, bevor sie von außen sichtbar sind oder zu Ausfällen führen.
Wie hoch können Fackeln inspiziert werden?
Typisch bis etwa 100 m Höhe, je nach Wetterbedingungen auch darüber hinaus. Zoom- und Thermosensorik ermöglichen Detailaufnahmen aus sicherer Distanz – die Drohne muss nicht bis zur Fackelspitze fliegen, um die relevanten Bereiche vollständig zu erfassen.
Können auch interne Schäden geprüft werden?
Nein – die Drohne liefert eine Außeninspektion. Wanddickenmessungen, die Prüfung innerer Auskleidungen oder verdeckte Schäden unter Isolierung sind nicht möglich. Für diese Fragestellungen sind ergänzende Verfahren wie UT-Messungen oder Begehungen beim Turnaround erforderlich.
Welche Fackeltypen können inspiziert werden?
Wir inspizieren Hochfackeln, Bodenfackeln (Ground Flares), geschlossene Bodenfackeln, dampf- und luftunterstützte Systeme sowie horizontale und geneigte Fackeln. Offshore- und Auslegerfackeln sind grundsätzlich möglich, werden aber aufgrund des erhöhten Logistikaufwands nur auf Anfrage und nach individueller Abstimmung durchgeführt.
Können auch abgespannte Hochfackeln inspiziert werden?
Ja – abgespannte Hochfackeln (Guy-Wire-Fackeln) sind ein typischer Einsatzfall. Die M30T dokumentiert sowohl die Fackelstruktur als auch den Zustand der Abspannseile, Spannschlösser und Verankerungen. Defekte an den Guy Wires sind sicherheitskritisch und werden bei jeder Inspektion systematisch miterfasst.
Wie oft sollten Fackeln inspiziert werden?
Branchenüblich sind visuelle Inspektionen alle 1–3 Jahre und eine umfassende Prüfung beim Turnaround (alle 3–5 Jahre). Drohneninspektionen machen häufigere Intervalle wirtschaftlich – jährliche oder halbjährliche Checks sind ohne Gerüstkosten und Abschaltung realisierbar. So werden Schäden früher erkannt und kostspielige Notfallreparaturen vermieden.
Welche Daten werden nach der Fackelinspektion geliefert?
Wir liefern 4K-Aufnahmen der gesamten Fackelanlage (Fundament bis Spitze), radiometrische Thermografie-Karten mit Temperaturwerten und markierten Anomalien, Schadensklassifizierung mit Positionsangaben und einen zusammenfassenden Inspektionsbericht mit Handlungsempfehlungen für Ihre Instandhaltungsplanung. → Zur Zustandsdokumentation per Drohne.
Welche Normen gelten für die Fackelinspektion per Drohne?
Der maßgebliche internationale Standard für Fackelanlagen ist API 537 (Flare Details for General Refinery and Petrochemical Service). Er beschreibt Design- und Betriebsanforderungen, auf die sich Inspektionsberichte beziehen können. In der Praxis sind Drohneninspektionen normativ zunehmend anerkannt – insbesondere zur Zustandsbewertung und Instandhaltungsplanung zwischen Turnarounds. Sie ersetzen nicht in jedem Fall klassische Prüfverfahren oder die Bewertung durch Sachverständige. Welche normativen Anforderungen Ihre Anlage hat, klären wir im Vorfeld. → Mehr zur Drohneninspektion Öl & Gas.
Wie läuft die Beauftragung ab?
Nach einer kurzen Abstimmung zu Anlage, Fackeltyp, Höhe und Standort erhalten Sie eine Einschätzung zur Machbarkeit und ein Angebot. Wir koordinieren Termin, Sicherheitsfreigaben und Abstimmung mit Ihrem Betrieb – der Aufwand für Sie ist minimal. → Direkt anfragen: Fackelinspektion anfragen.
Wie viel kostet eine Fackelinspektion per Drohne im Vergleich zum Gerüstbau?
Eine Drohneninspektion der Fackel kostet typisch 70–90 % weniger als die klassische Variante mit Gerüst oder Kran. Beim Gerüstbau entstehen allein für Aufbau und Rückbau Kosten im sechsstelligen Bereich – hinzu kommen Produktionsausfall durch die notwendige Abschaltung und wochenlange Vorlaufzeiten. Die Drohneninspektion ist in der Regel an einem Tag abgeschlossen, ohne Abschaltung und ohne bauliche Maßnahmen. → Mehr unter Kosten der Drohneninspektion.
Kann die Drohneninspektion in den Turnaround integriert werden?
Ja – die Drohneninspektion lässt sich sowohl im laufenden Betrieb als auch während eines geplanten Turnarounds durchführen. Vor dem Turnaround liefert sie eine aktuelle Zustandsbewertung, auf deren Basis Reparaturumfänge und Materialbestellungen präzise geplant werden können. Während des Turnarounds ergänzt sie die bodengestützte Prüfung, beispielsweise für schwer zugängliche Abschnitte am Fackelkopf. So werden Turnaround-Zeiten verkürzt und ungeplante Verlängerungen vermieden.
Wie widerstandsfähig ist die Drohne gegenüber der Strahlungshitze der Fackel?
Die DJI Matrice 30T ist für den Einsatz unter schwierigen Bedingungen ausgelegt, hat aber keine spezielle Hitzeschutzzertifizierung. Deshalb wird der Flug so geplant, dass die Drohne stets außerhalb der kritischen Strahlungszone operiert. Der 200-fache Hybrid-Zoom macht es möglich, auch aus großer Distanz Detailaufnahmen in hoher Auflösung zu erfassen. Windrichtung und thermische Aufwinde werden bei der Flugplanung systematisch berücksichtigt.
Welche typischen Schäden an Fackelköpfen erkennt die Drohne?
Per Zoom und Thermografie erkennen wir: Materialverlust und Verformung der Brennerspitze, Risse und Ablösungen der Refraktärauskleidung, blockierte oder beschädigte Dampfinjektionsdüsen, Korrosion am Windschutz sowie thermische Anomalien, die auf ungleichmäßige Verbrennung oder innere Schäden hindeuten. Viele dieser Befunde sind vom Boden aus mit bloßem Auge nicht erkennbar.
Ist eine Fackelinspektion per Drohne auch bei Offshore-Anlagen möglich?
Grundsätzlich ja – Offshore-Fackeln auf Plattformen und FPSOs können per Drohne inspiziert werden. Der Einsatz erfordert jedoch zusätzliche Abstimmung hinsichtlich Logistik, Sicherheitsfreigaben, Hubschrauberbetrieb und Wetterfenster. Wir führen Offshore-Fackelinspektionen auf Anfrage und nach individueller Machbarkeitsbewertung durch – sprechen Sie uns frühzeitig an, damit wir den Einsatz sauber planen können.
Wie wird die Refraktärauskleidung der Fackelspitze bewertet?
Die Thermografie zeigt Temperaturunterschiede an der Außenseite, die auf Schäden an der inneren Refraktärauskleidung hindeuten – etwa fehlende oder abgelöste Segmente, Risse oder Durchfeuchtung. Bereiche mit auffällig erhöhter Oberflächentemperatur deuten auf eine verminderte Isolierwirkung hin. Diese Befunde werden im Inspektionsbericht mit Positionsangaben und Handlungsempfehlungen dokumentiert, sodass gezielte Reparaturen beim nächsten Turnaround eingeplant werden können.
Weitere Fragen? Wir helfen Ihnen gerne weiter.

