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    Flyability Elios 1 vs. 2 vs. 3: 10 Jahre Praxiserfahrung

    • Wir haben mit allen drei Generationen gearbeitet – hier ist unser ehrlicher Erfahrungsbericht aus hunderten realen Einsätzen
    Christian Engelke

    Christian Engelke

    Als EU-zertifizierter Drohnenpilot und Gründer von Kopterflug steht Christian Engelke für praxisnahe Drohneninspektionen in der Industrie. Mit über 10 Jahren Erfahrung und hunderten Einsätzen in Confined Spaces, Behältern und komplexen Anlagen – auch international – kennt er die Anforderungen aus der Praxis.

    Wir waren dabei: Alle drei Generationen aus erster Hand

    Seit 2016 fliegen wir mit Flyability Elios-Drohnen – also fast 10 Jahre reale Einsatzerfahrung in Confined Spaces. Kraftwerke, Silos, Abwasserkanäle, Tanks, Schächte, Reaktorräume – wir waren mit diesen Drohnen wirklich überall, wo kein Mensch mehr hinkommt.

    Wir haben die komplette Entwicklung hautnah miterlebt: Die Elios 1 als unser Türöffner, mit der wir angefangen haben und enorm viel Expertise aufgebaut haben – ein Exemplar steht noch heute in unserem Büro. Die Elios 2 haben wir nicht gekauft, sondern mehrere Wochen intensiv ausgeliehen und getestet. Die Elios 3 ist unser aktuelles Arbeitspferd, das wir seit Markteinführung täglich einsetzen.

    Auf Deutsch gibt es bisher kaum jemanden, der so lange und so intensiv mit allen drei Generationen gearbeitet hat. Kein trockener Technikvergleich – sondern ein ehrlicher Erfahrungsbericht: Was hat uns wirklich weitergebracht? Und warum ist die Elios 3 für uns der klare Gewinner?

    Wir kennen alle drei Generationen aus dem echten Industrieeinsatz – Elios 1 seit 2016, Elios 2 intensiv getestet, Elios 3 als tägliches Arbeitspferd.

    Elios 1 – Seit 2016

    Unser Einstieg und die Grundlage unserer Expertise. Extrem viel Erfahrung aufgebaut – ein Exemplar steht noch heute bei uns.

    Elios 2 – Ausgeliehen & getestet

    Mehrere Wochen intensiv getestet, nicht gekauft. Solide Verbesserung, aber nicht der erhoffte Durchbruch.

    Elios 3 – Unser Arbeitspferd

    Seit Markteinführung im täglichen Einsatz. Vision + LiDAR Fusion hat alles verändert.

    Flyability Elios 1 – Kopterflug lädt die Drohne vor einem Einsatz

    Elios 1 (2016): Der Pionier, der alles möglich gemacht hat

    Als die Elios 1 auf den Markt kam, war das für uns ein echter Wow-Moment. Plötzlich gab es eine Drohne, die bewusst in engen, dunklen und gefährlichen Räumen fliegen konnte – dank des patentierten, frei rotierenden Carbon-Käfigs. Die Drohne prallt ab, dreht sich und fliegt einfach weiter. Kein GPS, keine ausgeklügelte Elektronik, einfach nur mechanischer Schutz und eine bedämpfte Kamera.

    Was wir in der Praxis erlebt haben: Full-HD-Kamera, starke LED-Beleuchtung (bis 28 W), optionale kleine Thermalkamera. Flugzeit rund 10 Minuten. Keine echte elektronische Stabilisierung – rein mechanisch über den Käfig und Basis-Sensoren (IMU, Barometer, Magnetometer). Man musste viel Gefühl mitbringen, besonders in Turbulenzen oder bei Staub.

    Für uns war die Elios 1 der Türöffner. Wir konnten plötzlich Boiler, Tanks und Schächte ohne Gerüste und ohne Seilzugang inspizieren – und Menschen aus Hochrisikozonen heraushalten. Wir haben mit dieser Drohne extrem viel Expertise aufgebaut, sie in Hunderten von Einsätzen geflogen und kennen jede ihrer Eigenheiten. Ein Exemplar steht übrigens bis heute in unserem Büro – als Erinnerung an den Anfang und als Zeugnis, wie viel sich verändert hat.

    Die Elios 1 hat den Grundstein gelegt: mechanischer Schutz statt Elektronik – und trotzdem revolutionär für ihre Zeit.

    Full-HD-Kamera

    Ausreichend für visuelle Sichtprüfungen, aber bei der Elios 3-Generation überholt.

    28 W LED-Beleuchtung

    Starkes Licht für ihre Zeit – in sehr großen Hohlräumen an Grenzen.

    Mechanische Stabilisierung

    Nur Käfig + IMU/Barometer. Viel Piloten-Gefühl nötig – hohe Anforderungen an den Operator.

    ~10 Min. Flugzeit

    Ausreichend für kleinere Anlagen, bei komplexen Strukturen oft zu knapp.

    Flyability Elios 2 – Kopterflug vor einer Tankinspektion

    Elios 2 (2019): Der Zwischenschritt – getestet, aber nicht überzeugt

    Drei Jahre später kam die Elios 2. Auf dem Papier klang alles besser: 4K-Kamera, intelligentere Beleuchtung mit Oblique-Modus, Distance-Lock und vor allem die Vision-Stabilisierung durch mehrere Vision-Sensoren.

    Wir haben die Elios 2 nicht gekauft, sondern nur ausgeliehen und mehrere Wochen intensiv getestet. Ehrlich gesagt hat sie uns nicht wirklich vom Hocker gehauen. Die Vision-Stabilisierung machte das Fliegen ruhiger und die Drohne konnte sich besser in der Luft halten – vor allem in dunklen Räumen. Die Bildqualität war spürbar besser. Trotzdem fühlte es sich für uns nach einer Verfeinerung des Bestehenden an, nicht nach dem großen Sprung.

    Unser konkretes Fazit nach dem Test: Das Vision-System war in der Praxis relativ unzuverlässig – und die Drohne ließ sich manuell nicht wirklich kontrolliert steuern. Zugegeben: In einigen eng eingegrenzten Bereichen mit klaren Strukturen flog sie erstaunlich gut. Aber sobald die Bedingungen schwieriger wurden, fehlte uns das nötige Vertrauen.

    Das Kernproblem: Die Drohne war immer noch primär eine hochauflösende fliegende Kamera. Kein echtes 3D-Mapping, keine echte Situationswahrnehmung im GPS-losen Raum. Die Vision-Stabilisierung war in gut beleuchteten oder strukturierten Umgebungen gut – in völliger Dunkelheit, bei Staub oder in homogenen Oberflächen (glatte Tanks) konnte sie schnell die Orientierung verlieren. Wir fanden die Stabilisierung im Vergleich zur mechanischen Zuverlässigkeit der Elios 1 in bestimmten Situationen sogar weniger vorhersehbar.

    Elios 2: Solider Schritt nach vorn, aber keine Kaufentscheidung für uns – die Vision-Stabilisierung ohne LiDAR blieb in kritischen Situationen unzuverlässig.

    4K-Kamera

    Spürbar bessere Bildqualität – ein echter Vorteil für die visuelle Dokumentation.

    Vision-Stabilisierung

    Ruhigeres Fliegen in strukturierten Umgebungen – in Dunkelheit oder bei glatten Oberflächen aber limitiert.

    Oblique-Beleuchtung

    Bessere Schattenzeichnung bei seitlicher Beleuchtung – guter Fortschritt gegenüber der Elios 1.

    Kein LiDAR, kein Mapping

    Noch immer primär eine fliegende Kamera – kein digitaler Zwilling, keine echte Raumkenntnis.

    Elios 3 (2022): Vision + LiDAR Fusion – der echte Quantensprung

    Dann kam die Elios 3 – und für uns war das der Moment, an dem aus einer guten Inspektionsdrohne eine echte professionelle Datenplattform wurde.

    Die entscheidende Neuerung: Fusion aus Vision und LiDAR. Drei VIO-Kameras (Visual Inertial Odometry) kombiniert mit dem integrierten Ouster-LiDAR und der FlyAware™ SLAM-Engine. Das Ergebnis ist eine Stabilisierung, wie wir sie vorher nie erlebt haben. Die Drohne schwebt auch in Staub, Dunkelheit oder leichten Turbulenzen fast wie festgenagelt – selbst in völlig glatten, strukturlosen Edelstahltanks, wo die Elios 2 an ihre Grenzen stieß.

    Dazu kommen: die modulare Payload-Bay mit zwei Ports (LiDAR, Ultraschall-Wandstärkenmessung, Strahlungssensor u.a.), Echtzeit-3D-Mapping mit Live-Positionsanzeige und die Möglichkeit, echte digitale Zwillinge zu erstellen.

    Was sich für uns im Alltag verändert hat: Früher sind wir geflogen und haben Videos und Fotos gemacht. Heute liefern wir exakte 3D-Modelle mit Positionsdaten und Messwerten – reproduzierbar, skalierbar und mit deutlich weniger Pilotenstress. Die Situationswahrnehmung («Wo bin ich gerade im Raum?») ist ein riesiger Unterschied. Selbst in unbekannten Anlagen arbeiten wir heute viel strukturierter und sicherer.

    Elios 3: Aus einer fliegenden Kamera wurde eine Data-Harvesting-Plattform. LiDAR + Vision Fusion verändert alles – Stabilisierung, Mapping, reproduzierbare Daten.

    LiDAR + Vision Fusion

    FlyAware™ SLAM: Stabile Navigation auch in Dunkelheit, Staub und glatten Oberflächen – wo Kamerasysteme versagen.

    Echtzeit-3D-Mapping

    Live-Punktwolke während des Flugs – Pilot sieht seine genaue Position in der Anlage.

    Modulare Payloads

    Zwei Ports für UT-Wandstärkenmessung, Strahlungssensor u.v.m. – die Drohne wächst mit dem Auftrag.

    Digitale Zwillinge

    Reproduzierbare 3D-Modelle mit Befundverortung – Grundlage für langfristiges Asset-Management.

    Die drei Generationen im direkten Vergleich

    Unser ehrlicher Praxisvergleich – nicht das Marketingblatt, sondern das, was wir wirklich erlebt haben.

    Stabilisierung & Navigation

    Kernunterschied

    Elios 1: Rein mechanisch (Käfig + IMU). Viel Piloten-Feeling nötig, aber vorhersehbar. Elios 2: Vision-Stabilisierung – gut in hellen, strukturierten Räumen, in Dunkelheit und glatten Tanks limitiert. Elios 3: LiDAR + Vision Fusion – konstant stabil, unabhängig von Licht und Oberfläche.

    Prüfziele:
    • Elios 1: Mechanisch
    • Elios 2: Vision-Kameras
    • Elios 3: LiDAR + Vision
    Elios 3 klar überlegen – überall stabil

    Bildqualität & Dokumentation

    Kamera

    Elios 1: Full-HD, ausreichend für Sichtprüfungen. Elios 2: 4K, deutlich besser. Elios 3: 4K mit 16.000 Lumen – vollständige Ausleuchtung und Positionsverortung jedes Befunds im 3D-Raum.

    Prüfziele:
    • Elios 1: Full-HD
    • Elios 2: 4K
    • Elios 3: 4K + Positionsverankerung
    Elios 3: Befund im Raum verortbar

    3D-Mapping & Daten

    Datenqualität

    Elios 1: Kein Mapping, nur Video/Fotos. Elios 2: Kein Mapping, nur Video/Fotos. Elios 3: Echtzeit-LiDAR-Punktwolken, digitaler Zwilling, reproduzierbare Vergleichsinspektionen – völlig andere Produktkategorie.

    Prüfziele:
    • Elios 1: Nur Kamera
    • Elios 2: Nur Kamera
    • Elios 3: Vollständiges 3D-Modell
    Generationssprung ab Elios 3

    Flugzeit & Akku

    Ausdauer

    Elios 1: ~10 Minuten, manueller Akkuwechsel. Elios 2: ~10 Minuten, manueller Akkuwechsel. Elios 3: bis zu 15 Minuten mit Smart Batteries, verbessertes Energiemanagementsystem.

    Prüfziele:
    • Elios 1: ~10 Min.
    • Elios 2: ~10 Min.
    • Elios 3: bis 15 Min.
    Mehr Reichweite pro Akku bei Elios 3

    Payload-System

    Erweiterbarkeit

    Elios 1: Feste Konfiguration, kleine optionale Thermalkamera. Elios 2: Begrenzte Erweiterungen. Elios 3: Modulare Payload-Bay mit zwei Ports – UT-Wandstärke, Strahlungssensor, weitere Sensoren nachrüstbar.

    Prüfziele:
    • Elios 1: Kaum erweiterbar
    • Elios 2: Begrenzt
    • Elios 3: Vollmodular
    Elios 3 wächst mit den Anforderungen

    Welche Drohne passt zu Ihrem Einsatz? Wir beraten Sie auf Basis von 10 Jahren Erfahrung.

    Echtzeit-LiDAR-3D-Scan mit der Flyability Elios 3 – Kesselhaus

    Fazit: Warum wir auf die Elios 3 setzen – und was die Elios 1 für immer bleibt

    Nach fast 10 Jahren mit der Flyability Elios-Serie können wir eines mit voller Überzeugung sagen: Die Elios-Serie hat die Art und Weise, wie wir in Confined Spaces arbeiten, grundlegend verändert.

    Von «irgendwie sicher durchkommen» hin zu «präzise, datenreich und reproduzierbar». Die Elios 1 war dafür der entscheidende erste Schritt – und wir haben ihr unglaublich viel zu verdanken. Die Tatsache, dass noch eine in unserem Büro steht, ist kein Zufall.

    Die Elios 2 war ein solider Zwischenschritt, hat uns aber nicht zur Kaufentscheidung bewogen. Die Vision-Stabilisierung war ein Fortschritt, reichte für unsere anspruchsvollen Einsätze aber nicht aus. Rückblickend war das richtig: Denn dann kam die Elios 3.

    Die Elios 3 ist für uns kein Upgrade – es ist eine andere Produktkategorie. Flyability hat Elios 1 und Elios 2 mittlerweile End-of-Life erklärt. Für uns ist das nur logisch: Der Fokus liegt klar auf der Elios 3 als zukunftssicherem System. Wer noch mit älteren Modellen arbeitet oder neu einsteigt – die Elios 3 ist der klare nächste Schritt.

    10 Jahre Elios-Erfahrung in einem Satz: Elios 1 hat den Markt eröffnet. Elios 2 hat ihn verfeinert. Elios 3 hat ihn neu definiert.

    Elios 1 – Ewig in Erinnerung

    Pioniergeist, mechanische Einfachheit, extrem hohe Expertise aufgebaut. Steht noch heute bei uns.

    Elios 2 – Ehrlich getestet

    Ausgeliehen, intensiv getestet – solide Verbesserung, aber kein Kaufgrund für unser Anforderungsprofil.

    Elios 3 – Täglich im Einsatz

    Unser Arbeitspferd seit Markteinführung. Daten statt nur Bilder – das hat alles verändert.

    Häufig gestellte Fragen

    Warum habt ihr die Elios 2 nicht gekauft?

    Ehrlich: Die Vision-Stabilisierung der Elios 2 war ein Fortschritt, aber in den für uns wichtigsten Szenarien – glatte Tanks, Dunkelheit, Staub – nicht zuverlässig genug. Wir haben sie mehrere Wochen getestet und entschieden, zu warten. Die Entscheidung war richtig: Die Elios 3 mit LiDAR-Fusion hat geliefert, was wir gesucht haben.

    Fliegt ihr noch mit der Elios 1?

    Nein, im kommerziellen Einsatz nicht mehr. Flyability hat die Elios 1 End-of-Life erklärt und stellt keine Ersatzteile mehr her. Wir haben noch ein Exemplar im Büro – als Erinnerung und als anschauliches Zeugnis dafür, wie viel sich in 10 Jahren verändert hat. Für aktuelle Einsätze setzen wir ausschließlich auf die Elios 3.

    Was ist der wichtigste Unterschied zwischen Elios 2 und Elios 3?

    Der entscheidende Unterschied ist der integrierte LiDAR-Sensor und die SLAM-Engine. Die Elios 2 stabilisiert sich nur über Kameras – was in Dunkelheit oder bei strukturlosen Oberflächen versagt. Die Elios 3 kombiniert LiDAR und Vision: stabiler in allen Umgebungen, plus echtes Echtzeit-3D-Mapping. Das ist nicht nur ein Upgrade, sondern eine andere Produktkategorie.

    Kann man heute noch sinnvoll mit einer Elios 1 oder Elios 2 arbeiten?

    Für einfache visuelle Sichtprüfungen in zugänglichen, gut beleuchteten Anlagen technisch möglich – aber wir würden es nicht empfehlen. Flyability hat beide Modelle End-of-Life erklärt, Ersatzteile und Support werden knapp. Die Elios 3 ist günstiger im Betrieb, liefert deutlich bessere Daten und ist stabiler. Der Wechsel rechnet sich schnell.

    Wie lange braucht man, um die Elios 3 zu erlernen?

    Wer die Elios 1 oder 2 geflogen hat, lernt die Elios 3 deutlich schneller – die Grundbedienung ist ähnlich. Die neuen Features (LiDAR-Mapping, Inspector 5, Payload-Konfiguration) benötigen zusätzliche Einarbeitung. Flyability bietet Schulungen an. Wir geben unsere 10-jährige Erfahrung auch in Beratungsgesprächen weiter.

    Sind die LiDAR-Daten der Elios 3 wirklich praxistauglich?

    Ja – und das sagen wir auf Basis von hunderten Einsätzen. Die 3D-Punktwolken sind präzise genug für Asset-Management, Schadensverortung und Vergleichsinspektionen über Jahre. In Kombination mit Inspector 5 entstehen vollständige digitale Zwillinge. Das war mit Elios 1 und 2 schlicht nicht möglich.

    Fragen zur Elios-Generation für Ihren Einsatz? Wir beraten Sie auf Basis echter 10-Jahres-Erfahrung.

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    Wir kennen die Elios-Drohnen wie kein anderer auf dem deutschsprachigen Markt. Kontaktieren Sie uns für eine ehrliche Beratung – kein Marketing, nur Praxiserfahrung.

    Dipl.-Ing. Karsten Lehrke
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