Bevor eine Drohne in eine Anlage fliegt, muss man die Gefahren prüfen. Das nennt man Risiko-Bewertung. Gibt es giftige Gase? Kann etwas explodieren? Ist es zu heiß? Erst wenn alles sicher ist, darf die Drohne starten.
Warum braucht man eine Risiko-Bewertung?
Eine Drohnen-Inspektion in einer Industrie-Anlage ist kein normaler Flug. Es gibt viele Gefahren. Deshalb muss man vorher alles genau prüfen.
Das steht auch im Gesetz:
DGUV Regel 103-003 – das sind Regeln für Arbeiten in engen Räumen (Confined Spaces). Man muss die Gefahren aufschreiben.
BetrSichV – die Betriebs-Sicherheits-Verordnung. Sie verlangt eine Gefährdungs-Beurteilung.
GefStoffV – die Gefahr-Stoff-Verordnung. Wenn gefährliche Stoffe in der Nähe sind.
Eine gute Drohnen-Firma liefert nicht nur Bilder. Sie liefert auch ein Sicherheits-Konzept. Das kann man dem Betreiber, dem Auftraggeber und den Behörden zeigen.
Welche Gefahren gibt es?
Vor jedem Drohnen-Einsatz prüfen wir diese Gefahren:
Restgas und giftige Luft – In Tanks und Behältern können giftige Gase sein. Auch wenn der Behälter leer ist. Man muss vorher die Luft messen.
Explosions-Gefahr (ATEX-Zonen) – Wenn brennbare Gase oder Stäube in der Luft sind, kann es explodieren. Das nennt man Ex-Zone.
Hitze – Manche Anlagen sind noch heiß, auch wenn sie abgestellt sind. Die Drohne darf nicht überhitzt werden.
Strom und Hoch-Spannung – In der Nähe von Hoch-Spannungs-Anlagen können Stör-Felder die Drohne beeinflussen.
Staub-Explosion – In Silos mit Kohle, Getreide oder Metall-Staub kann die Drohne Staub aufwirbeln. Das ist gefährlich.
Instabile Bauteile – In alten Anlagen können Teile locker sein und herunterfallen.
Bevor die Drohne fliegt, wird alles genau geprüft.
Was bedeutet ATEX?
ATEX ist eine Norm für Explosions-Schutz. In manchen Bereichen einer Anlage kann die Luft explosiv sein. Diese Bereiche heißen Ex-Zonen.
Die wichtigste Frage: Darf eine Drohne in einer Ex-Zone fliegen?
Unsere Drohne, die ELIOS 3, ist nicht ATEX-zertifiziert. Das heißt:
Sie darf nicht in aktiven Ex-Zonen fliegen.
Aber: Wenn die Anlage gereinigt und gespült ist, gibt es keine explosive Luft mehr.
Dann darf die Drohne fliegen.
So machen wir das:
Wir fragen den Betreiber: Welche Ex-Zonen gibt es?
Die Luft wird mit einem Mess-Gerät geprüft (Gas-Frei-Messung).
Der Betriebs-Verantwortliche gibt eine schriftliche Freigabe.
Während des Fluges wird weiter gemessen.
ATEX bedeutet also nicht automatisch: kein Drohnen-Einsatz. Entscheidend ist der Zustand der Luft im Moment des Einsatzes.
Der Sicherheits-Plan
Für jeden Einsatz erstellen wir einen schriftlichen Sicherheits-Plan. Dieser Plan hat vier Teile:
Gefährdungs-Beurteilung – Alle Gefahren werden aufgeschrieben: Luft, Temperatur, Strom, Bau-Zustand.
Schutz-Maßnahmen – Was tun wir gegen die Gefahren? Zum Beispiel: Gas-Messung, Belüftung, Absperrung.
Einsatz-Grenzen – Wann brechen wir ab? Zum Beispiel: Gas-Alarm, zu heiß, keine Sicht.
Notfall-Plan – Was passiert, wenn die Drohne abstürzt oder ein Gas-Alarm kommt?
Vorteile
Kein Mensch muss in die Anlage. Die Drohne übernimmt das Risiko.
Alles ist dokumentiert. Der Sicherheits-Plan wird dem Auftraggeber übergeben.
Rechtlich sicher. Wir halten alle Regeln ein: DGUV, BetrSichV, GefStoffV.
Individuell. Jeder Plan wird für die jeweilige Anlage erstellt.
Häufige Fragen
Wer macht die Risiko-Bewertung?
Unser Team erstellt die Risiko-Bewertung. Wir stimmen uns mit dem Sicherheits-Beauftragten des Betreibers ab. Zusammen entscheiden wir, ob und wie die Drohne fliegen kann.
Ist die Drohne ATEX-zertifiziert?
Nein. Die ELIOS 3 ist nicht ATEX-zertifiziert. Sie darf nur fliegen, wenn die Luft gasfrei ist. Das prüfen wir vorher mit einem Mess-Gerät.
Was passiert bei einem Gas-Alarm während des Fluges?
Dann wird der Flug sofort abgebrochen. Das steht im Notfall-Plan. Alle wissen vorher, was zu tun ist.
Bekomme ich den Sicherheits-Plan?
Ja. Der Sicherheits-Plan ist Teil der Dokumentation. Sie bekommen ihn zusammen mit dem Inspektions-Bericht.
Was kostet die Risiko-Bewertung?
Die Risiko-Bewertung ist Teil unserer Leistung. Sie ist im Angebot enthalten. Es gibt keine Extra-Kosten dafür.