NDT-Inspektion mit der Flyability Elios 3
NDT bedeutet „Non-Destructive Testing“ – auf Deutsch: Zerstörungs-freie Prüfung (ZfP). Man prüft Anlagen, ohne sie zu beschädigen. Die Drohne ELIOS 3 bringt mehrere Prüf-Verfahren in enge Räume – ohne dass ein Mensch einsteigen muss.
Was ist NDT / ZfP?
NDT steht für Non-Destructive Testing. Auf Deutsch sagt man ZfP – Zerstörungs-freie Prüfung. Man untersucht den Zustand von Bau-Teilen und Anlagen, ohne sie zu beschädigen.
Es gibt verschiedene Verfahren:
- Sicht-Prüfung (VT) – genaues Hinschauen mit Kamera
- Ultraschall (UT) – Wand-Dicke messen mit Schall-Wellen
- Thermografie (IRT) – Wärme-Bilder zeigen heiße Stellen und Schäden
- LiDAR (3D) – Laser-Vermessung für genaue 3D-Modelle
- Magnet-Pulver (MT) und Eindring-Prüfung (PT) – diese brauchen direkten Kontakt, die Drohne kann das nicht
Welche Sensoren hat die Drohne?
Die ELIOS 3 bei einer Kessel-Inspektion.
Die Flyability ELIOS 3 vereint mehrere Prüf-Verfahren in einer Drohne:
- 4K-Kamera mit 16.000 Lumen LED-Licht – für die Sicht-Prüfung. Erkennt Risse, Korrosion und Oberflächen-Fehler.
- LiDAR-Sensor – erstellt genaue 3D-Punkt-Wolken. Für Verformungs-Analyse und Vermessung.
- Wärmebild-Kamera (optional) – erkennt heiße Stellen, Isolations-Fehler und Feuchtigkeit.
- Ultraschall (UT) – in Entwicklung. Soll Wand-Dicken direkt per Drohne messen.
Wichtig: Kontakt-Verfahren wie Magnet-Pulver (MT) oder Eindring-Prüfung (PT) kann die Drohne nicht machen. Dafür muss ein Mensch ran. Aber: Die Drohne findet die verdächtigen Stellen. Nur dort wird dann von Hand geprüft. Das spart viel Zeit.
Vorteile der Drohnen-NDT
- Kein Personen-Einstieg. Kein Gerüst, keine Rettungs-Kette, kein Risiko.
- Mehrere Verfahren in einem Flug. Sicht-Prüfung, LiDAR und Wärmebild gleichzeitig.
- Schwer erreichbare Bereiche. Die Drohne kommt an Stellen, die für Menschen nicht zugänglich sind.
- Weniger Stillstand. Inspektionen oft bei reduziertem Betrieb möglich.
- Wiederholbare Messungen. Dank LiDAR kann man später genau an der gleichen Stelle nochmal messen.
- Vollständige Dokumentation. 4K-Video, Fotos, 3D-Modelle und Wärmebilder werden gespeichert.
Wo wird das eingesetzt?
- Kraft-Werks-Kessel – Feuer-Raum und Rauch-Gas-Züge prüfen
- Chemie-Reaktoren – Korrosion und Beschichtungs-Zustand prüfen
- Tanks und Behälter – Innen-Zustand dokumentieren
- Rohrleitungen – Schweiß-Nähte und Isolations-Schäden prüfen
- Schornsteine – Ausmauerung und Struktur prüfen
- Brücken und Stahl-Bau – Risse und Korrosion finden
Häufige Fragen
Welche Prüf-Verfahren kann die Drohne?
Aktuell: Sicht-Prüfung (4K-Kamera), LiDAR-3D-Vermessung und Thermografie. In Entwicklung: Ultraschall (UT) für Wand-Dicken-Messung. Nicht möglich: Kontakt-Verfahren wie Magnet-Pulver oder Eindring-Prüfung.
Ersetzt die Drohne alle ZfP-Verfahren?
Nein. Die Drohne ergänzt klassische Verfahren. Sie liefert eine schnelle Erst-Bewertung. Nur an auffälligen Stellen wird dann von Hand nachgeprüft.
Sind die Ergebnisse norm-konform?
Die Sicht-Prüfung orientiert sich an DIN EN ISO 17637. Die LiDAR-Daten sind reproduzierbar. Die Anerkennung durch TÜV oder DEKRA wird im Einzelfall entschieden – die Akzeptanz steigt.
Für welche Anlagen eignet sich NDT per Drohne?
Alle engen Räume mit Öffnungen ab 50 mal 50 Zentimeter: Kessel, Tanks, Reaktoren, Kolonnen, Schornsteine, Rohrleitungen und Silos.
Kontakt
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