Eine Wärmebild-Kamera zeigt Temperatur-Unterschiede. Montiert auf einer Drohne, kann sie große Anlagen schnell und sicher prüfen. Sie findet heiße Stellen, kaputte Isolierung und versteckte Korrosion. Dieser Guide erklärt, wie das funktioniert.
Jeder Körper gibt Wärme-Strahlung ab. Diese Strahlung heißt Infrarot-Strahlung. Wir können sie nicht sehen. Aber eine Wärmebild-Kamera (auch: Infrarot-Kamera) kann sie sichtbar machen.
Die Kamera zeigt ein Bild in Farben:
Das ist nützlich, weil viele Schäden sich durch Temperatur-Unterschiede verraten. Noch bevor man sie mit den Augen sieht.
Bei der Industrie-Inspektion nutzt man meistens passive Thermografie. Das bedeutet: Die Anlage selbst ist die Wärme-Quelle. Man braucht keine zusätzliche Heizung. Die Anlage muss aber in Betrieb sein (oder kurz vorher abgestellt).
Wir nutzen zwei verschiedene Drohnen für Thermografie:
Elektrische Verbindungen, Schalter oder Transformatoren, die zu warm sind. Das deutet auf Überlastung oder schlechten Kontakt hin. Die Drohne findet diese aus sicherer Entfernung.
Kaputte oder fehlende Wärme-Isolierung an Rohr-Leitungen und Behältern. Die beschädigte Stelle ist wärmer als die Umgebung.
CUI steht für Corrosion Under Insulation. Wenn Isolierung feucht wird, leitet sie Wärme anders. Die Wärmebild-Kamera sieht den Unterschied. An diesen Stellen wird dann genauer geprüft.
Wenn die feuerfeste Innen-Verkleidung dünn oder beschädigt ist, kommt mehr Wärme durch. Das zeigt sich als heiße Stelle.
Wärmebilder richtig zu lesen ist nicht einfach. Man muss einige Dinge beachten:
Kopterflug arbeitet mit qualifizierten Auswerte-Spezialisten. Die Berichte sind norm-konform nach DIN EN 13187 und ISO 18434.
Trotzdem: Für CUI-Suche, Hotspot-Erkennung und Isolations-Prüfung ist die Kombination aus Drohne und Wärmebild-Kamera die beste Methode.
Die Sicht-Prüfung findet Schäden, die man sehen kann (Risse, Rost, Abplatzungen). Die Thermografie findet versteckte Schäden durch Temperatur-Unterschiede (CUI, Leckagen, Isolations-Fehler). Am besten nutzt man beides zusammen.
Idealerweise ja. Die Kamera braucht einen Temperatur-Unterschied zwischen Anlage und Umgebung. Mindestens 10 Grad Unterschied sind empfohlen.
Die Kamera des DJI Matrice 30T misst mit einer Genauigkeit von circa 2 Grad. Das reicht aus, um Anomalien zuverlässig zu finden.
Das hängt vom Projekt ab. Bei vielen Inspektionen läuft die Wärmebild-Kamera beim gleichen Flug mit. Der Mehr-Aufwand liegt dann vor allem in der Auswertung.
Möchten Sie wissen, ob Thermografie für Ihre Anlage sinnvoll ist? Wir beraten Sie gerne.