Drohnen-Inspektion in Kanälen und Abwasser-Systemen
Abwasser-Kanäle, Schächte und Siel-Bauwerke müssen regelmäßig geprüft werden. Das ist gefährlich: giftige Gase, wenig Sauerstoff, enge Räume. Die Drohne fliegt hinein – kein Mensch muss einsteigen.
Warum ist die Kanal-Inspektion schwierig?
Abwasser-Kanäle gehören zu den gefährlichsten Arbeits-Plätzen. Die Gründe:
- Giftige Gase: Schwefel-Wasserstoff (H2S) kann tödlich sein
- Wenig Sauerstoff: In geschlossenen Kanälen kann die Luft schlecht sein
- Enge Räume: Keine Flucht-Möglichkeit bei Gefahr
- Methangefahr: Explosions-Gefahr durch Faulgas
Klassische Kanal-Roboter (Kanal-TV) funktionieren gut in geraden Leitungen. Aber sie stoßen an Grenzen bei:
- Stark verschlammten Abschnitten
- Verzweigungen und Kreuzungen
- Schacht-Bauwerken mit mehreren Anschlüssen
- Großen Kanälen mit Einbauten
Die ELIOS 3 schließt diese Lücke. Sie fliegt durch Schächte ab 60 cm Durchmesser und dokumentiert alles in 4K und 3D.
Was findet die Drohne?
Die ELIOS 3 fliegt durch einen Kanal-Schacht – ohne Personen-Einstieg.
Abwasser-Kanäle altern mit der Zeit. Die Drohne findet folgende Schäden:
- Längs- und Quer-Risse: Durch Verkehr, Setzungen oder Alter
- Wasser-Eintritt (Infiltration): Grund-Wasser drückt durch Risse ein. Das sieht man an Kalk-Ablagerungen.
- Wurzel-Einwuchs: Baum-Wurzeln wachsen durch Risse in den Kanal
- Ablagerungen: Fett, Kalk und Schlamm verkleinern den Kanal
- Verschobene Rohre: Durch Setzungen können Rohr-Abschnitte verrutschen
- Rost: An Leitern, Geländern und Metall-Teilen im Schacht
Kommunale und industrielle Kanäle
Städtische Kanalisation
Städte haben ein großes Netz aus Kanälen, Schächten und Sammler-Trassen. Besonders in älteren Städten wie Bremen gibt es historische Siel-Bauwerke – das sind gemauerte Kanäle aus dem 19. Jahrhundert. Diese haben oft ovale oder unregelmäßige Quer-Schnitte. Ein Kanal-Roboter kommt dort nicht durch. Die Drohne schon.
Industrielle Abwasser-Systeme
Chemie-Parks und Raffinerien haben eigene Abwasser-Netze. Schäden dort können zu Umwelt-Verschmutzung führen. Die Inspektion muss daher besonders gründlich sein.
So läuft eine Kanal-Inspektion ab
Schritt 1: Vorplanung
Wir bekommen Ihre Kanal-Pläne. Wir besprechen, welche Abschnitte geprüft werden sollen.
Schritt 2: Gas-Messung
Vor dem Öffnen des Schachts: Messung auf giftige und brennbare Gase. Erst wenn die Luft sicher ist, darf die Drohne fliegen.
Schritt 3: Flug und Dokumentation
Die ELIOS 3 wird durch die Schacht-Öffnung eingeführt. Sie fliegt systematisch durch die Kanäle. Dabei macht sie 4K-Videos, 3D-Scans und Wärmebilder.
Schritt 4: Bericht
Sie bekommen einen Befund-Bericht mit Schadens-Klassen nach DIN-Norm. Dazu Handlungs-Empfehlungen nach Dringlichkeit.
Vorteile der Drohne
- Kein Mensch muss in den Kanal. Kein Atemschutz, keine Rettungs-Kette.
- Flexibler als Roboter. Die Drohne fliegt auch durch Verzweigungen und unregelmäßige Quer-Schnitte.
- Bessere Dokumentation. 4K-Video, 3D-Modell und Wärmebild.
- Schneller. Weniger Aufwand für Sicherheit bedeutet schnellerer Start.
Häufige Fragen
Kann die Drohne den Kanal-Roboter ersetzen?
In vielen Fällen ja – besonders bei Schächten, Verzweigungen und großen Profilen. Für lange, gerade Haltungen kann der Kanal-Roboter weiterhin sinnvoll sein.
Wie klein darf der Kanal sein?
Die ELIOS 3 braucht einen Durch-Messer von mindestens 60 cm (DN 600).
Muss jemand in den Schacht einsteigen?
Nein. Die Drohne wird von oben in den Schacht eingeführt. Das Team bleibt an der Oberfläche.
Werden die Ergebnisse nach DIN-Norm klassifiziert?
Ja. Die Befunde werden nach DIN EN 13508-2 klassifiziert. Das ist die Standard-Norm für Kanal-Zustands-Erfassung.
Kann die Drohne auch bei Wasser im Kanal fliegen?
Die Drohne fliegt über dem Wasser. Ein gewisser Wasser-Stand ist kein Problem. Bei voll gefüllten Kanälen ist ein Einsatz nicht möglich.
Kontakt
Haben Sie Fragen zur Kanal-Inspektion mit der Drohne? Wir helfen Ihnen gerne weiter.