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    Wann ist die Drohne bei der Kanalinspektion sinnvoll?

    • Schächte, Sammler & Sielbauwerke – ELIOS 3 in engen Querschnitten ohne Personeneinstieg
    Karsten Lehrke

    Karsten Lehrke

    Karsten ist Gründer und Geschäftsführer von Kopterflug. Als Dipl.-Ing. Maschinenbau bringt er langjährige Erfahrung in der Projektplanung mit.

    Kanalinspektion: Warum klassische Methoden an ihre Grenzen stoßen

    Abwasserkanäle, Sammler und Sielbauwerke gehören zu den am schwierigsten zugänglichen Infrastrukturobjekten überhaupt. Enge Querschnitte, toxische Atmosphären durch Schwefelwasserstoff (H₂S), methangefüllte Kammern und fehlende Fluchtmöglichkeiten machen den Personeneinstieg nach DGUV Regel 103-003 (Arbeiten in engen Räumen) zum aufwendigen Sicherheitsvorgang – mit Gasmessung, Rettungskette, Atemschutz und mindestens drei Personen vor Ort.

    Klassische Kameraroboter (Kanal-TV) liefern bewährte Daten für freie Haltungen, stoßen aber in folgenden Situationen an ihre Grenzen: stark sedimentierte oder gefüllte Querschnitte, komplexe Verzweigungen, Schachtbauwerke mit mehreren Anschlüssen, Großprofilkanäle (DN > 800) mit Einbauten sowie kommunale Sonderbauwerke wie Düker, Regenüberlaufbecken und Pumpwerkseinläufe.

    Die ELIOS 3 schließt diese Lücken: Als käfiggeschützte Indoor-Drohne mit eigenem Lichtsystem (16.000 Lumen) und LiDAR-gestützter Navigation fliegt sie durch Schächte ab DN 600, überbrückt Sielstrecken und dokumentiert Schadensmuster aus jeder Perspektive – ohne dass ein Mensch einsteigen muss.

    Schwefelwasserstoff, Sauerstoffmangel, fehlende Fluchtmöglichkeiten: Der Personeneinstieg in Kanalschächte ist nach DGUV-Regel einer der gefährlichsten Arbeitsplätze überhaupt. Die ELIOS 3 eliminiert dieses Risiko vollständig.

    Kein Personeneinstieg

    Kein Atemschutz, keine Rettungskette, keine H₂S-Freimessung nötig. Die Drohne übernimmt die visuelle Erstbeurteilung vollständig.

    ELIOS 3 ab DN 600

    Käfig-Design erlaubt Wandkontakt. Passiert Übergänge, Bögen und Querschnittsänderungen ohne Kollisionsschaden.

    4K + LiDAR-Dokumentation

    Videodokumentation in 4K, 3D-Punktwolke der Kanalgeometrie, Thermografie für Infiltrationsdetektion.

    Typische Befunde bei der Kanaldrohneninspektion

    Abwasserinfrastruktur altert kontinuierlich. Korrosion, mechanische Belastung durch Verkehr, Setzungen und biologische Einflüsse führen zu einem breiten Schadensspektrum. Die ELIOS 3 erfasst diese Befunde zuverlässig:

    Längs- und Querrisse

    Strukturelle Schäden durch Verkehrslast, Setzungen oder Materialalterung – sichtbar durch Rissbreite, Risstiefe und Infiltrationsspuren. Klassifizierung nach DIN EN 13508-2.

    Infiltration & Exfiltration

    Eindrückendes Grundwasser oder Fremdwasseranschlüsse sichtbar durch Kalkablagerungen, Feuchtefahnen und aktive Sickerstellen. Thermografie macht Temperaturunterschiede sichtbar.

    Wurzeleinwuchs

    Besonders in Steinzeug- und Betonkanälen: Baumwurzeln wachsen durch Muffen und Risse, blockieren den Querschnitt und beschleunigen Strukturschäden.

    Ablagerungen & Inkrustierungen

    Fett-, Kalk- und Schlammablagerungen reduzieren den Durchflussquerschnitt. Die Drohne dokumentiert Position und Ausdehnung für die Reinigungsplanung.

    Scherbenbildung & Lageabweichungen

    Beschädigte Muffenverbindungen, verschobene Rohrabschnitte, Vormauerungsschäden – insbesondere nach Setzungsereignissen.

    Korrosion an Metallbauteilen

    Schachtleitern, Geländer, Einlaufrahmen und metallische Einbauten im Schacht zeigen Rostschäden, die schnellen Handlungsbedarf anzeigen.

    Drohne im Kanalschacht – Kanalinspektion ohne Personeneinstieg

    Kommunale Kanalisation vs. industrielle Abwassersysteme

    Kanaldrohneninspektionen werden in zwei grundlegend unterschiedlichen Kontexten eingesetzt – mit je eigenen Anforderungen an Dokumentation, Sicherheitsmanagement und Befundklassifizierung.

    Kommunale Kanalisation: Städtische Abwassersysteme bestehen aus Haltungen, Schachtbauwerken, Sammlertrassen und Sonderbauwerken. Im norddeutschen Küstenraum kommen spezifisch die Bremer Sielbauwerke als Referenz hinzu – ein ausgedehntes Netz aus Sielen (gemauerte historische Kanäle, teils aus dem 19. Jahrhundert), Schöpfwerken und Speicherbecken, das die besondere Topographie der Hansestadt berücksichtigt. Viele dieser Siele sind für Kanal-TV-Roboter schwer zugänglich, da Querschnitte oval oder trapezförmig sind und Geometrieänderungen aufweisen. Die ELIOS 3 navigiert diese Querschnitte frei.

    Industrielle Abwassersysteme: Chemieparks, Raffinerien und Produktionsanlagen betreiben eigene Abwassernetze mit erhöhten Anforderungen: Kontaminierte Fraktionen, Neutralisationsanlagen, Ölabscheider, Regenrückhaltebecken und Einleitkanäle zur Kläranlage oder in Oberflächengewässer (wasserrechtliche Genehmigung, §-58-WHG-Indirekteinleiter). Schäden in diesen Systemen haben unmittelbare Umwelthaftungsrelevanz.

    Die Inspektionsdokumentation folgt bei kommunalen Kanälen der Norm DIN EN 13508-2 (Zustandserfassung mit optischen Verfahren) und den Anforderungen der DWA-M 149 (Zustandsklassen 0–4). Industrielle Systeme richten sich zusätzlich nach den Anforderungen der Behörden und des Genehmigungsbescheids.

    Bremer Sielbauwerke, historische gemauerte Sammler, komplexe Kreuzungsbauwerke: Die ELIOS 3 dokumentiert auch unregelmäßige Querschnitte, die für Kanal-TV-Roboter unzugänglich sind.

    Ablauf einer Kanalinspektion mit der ELIOS 3

    Eine professionelle Kanalinspektion mit der ELIOS 3 folgt einem standardisierten Prozess, der Sicherheit, Datenqualität und Verwertbarkeit der Ergebnisse gewährleistet.

    1. Vorabklärung & Lagebesprechung

    Übergabe von Kanalplänen und Lageplänen, Identifikation der zu inspizierenden Haltungen und Schächte, Absprache mit Kanalnetzbetreiber (Betriebsgenehmigung, Absperrmaßnahmen, Umleitung).

    2. Gasmessung & Freigabe

    Vor dem Öffnen des Schachts: Gasmessung auf H₂S, CH₄, CO und O₂. Die Drohne kann erst eingesetzt werden, wenn keine explosionsfähige Atmosphäre vorliegt (ATEX-Zone). Bei Gasbefund: Belüftungsmaßnahmen, dann erneute Messung.

    3. Flug & Dokumentation

    ELIOS 3 wird durch Schachtöffnung eingeführt. Systematischer Flug durch Haltungen mit 4K-Video-Aufnahme, LiDAR-Scan für Geometrie und Querschnittsmaße. Thermografie für Infiltrationsdetektion.

    4. Auswertung & Bericht

    Befundkatalog nach DIN EN 13508-2 (Schadensklassen), GPS-referenzierte Schadenslokalisierung, 3D-Querschnittsprofile, Handlungsempfehlungen nach DWA-M 149 Dringlichkeitsstufen.

    Häufige Fragen: Kanalinspektion mit Drohne

    Was ist die Flyability ELIOS 3 und wofür wird sie eingesetzt?

    Die Flyability ELIOS 3 ist eine der leistungsfähigsten kollisionsgeschützten Indoor-Drohnen für Confined Spaces – enge und gefährliche Räume wie Tanks, Kessel, Schächte, Schornsteine und Reaktoren. Sie ist vollständig kollisionssicher durch einen Carbon-Schutzkäfig, navigiert GPS-unabhängig per SLAM-Navigation (FlyAware™ Engine) und verfügt über 4K-Kamera, 16.000 Lumen LED und optional Thermografie + LiDAR. Mit 2025/2026-Upgrades: High-Capacity-Batterie (bis +50% Flugzeit), Tether-Option für unbegrenzte Flugzeit, Colorization für farbige 3D-Modelle und Smart Return-to-Home. Die ELIOS 3 ermöglicht Hybridinspektion – die Drohne übernimmt die Erstinspektion, der Mensch kommt nur noch dort zum Einsatz, wo Kontaktprüfung nötig ist.

    Können Inspektionen ohne Personeneinstieg durchgeführt werden?

    Ja, mit der Flyability ELIOS 3 inspizieren wir Tanks, Kessel, feuerfeste Auskleidungen, Industrieöfen, Schächte und andere Confined Spaces ohne Personeneinstieg. Die Drohne ist vollständig kollisionssicher durch einen Carbon-Schutzkäfig und übernimmt das Risiko – Ihre Mitarbeiter bleiben in Sicherheit. Keine DGUV-Befahrung, keine Rettungsketten, deutlich reduziertes Risiko für Ihr Personal.

    Welche Bereiche können mit der ELIOS 3 inspiziert werden?

    Die ELIOS 3 ist speziell für Confined Spaces entwickelt: Tanks & Behälter (Stahl, Beton, ohne Personeneinstieg), Kessel & Schornsteine (innen, nach Abkühlung <50°C), Feuerfeste Auskleidungen (Industrieöfen, Brennkammern), Reaktoren & Kolonnen (Chemie, Öl & Gas), Schächte & Kanäle (ab 50 cm Öffnung, Großprofile ≥150 cm Ø), Silos & Hochregallager, Bergbau (Stollen, Schächte, Post-Blast), Windkraftanlagen (Rotorblätter innen). Überall dort, wo Personeneinstieg gefährlich, aufwendig oder unmöglich ist.

    Sind DGUV-Befahrungsmaßnahmen erforderlich?

    In vielen Fällen entfallen durch den Einsatz der ELIOS 3 aufwendige DGUV-Befahrungsmaßnahmen (DGUV Regel 113-004), da kein Personeneinstieg erforderlich ist. Die Drohne übernimmt das Risiko – Ihr Personal bleibt in sicherer Entfernung. Freimessungen und Sicherheitsmaßnahmen sind dennoch erforderlich, aber deutlich reduziert. Wir klären die konkreten Anforderungen im Vorfeld mit Ihnen und den zuständigen Stellen.

    Welche Daten liefert die ELIOS 3 Inspektion?

    Die ELIOS 3 erfasst umfassende Daten: 4K-Videos und Fotos (3840×2160, 30 fps, Low-Light-optimiert), LiDAR-3D-Punktwolken als Grundlage für einen digitalen Zwilling Ihrer Anlage (Präzision im Zentimeterbereich, .las/.e57-Format, CAD/BIM-fähig), Farbige 3D-Modelle (seit 2025: Colorization für fotorealistische Visualisierung), Radiometrische Thermografie (optional) für Korrosionsmonitoring, Hotspots und CUI-Erkennung, Georeferenzierte Daten für präzise Schadenskartierung. Sie erhalten einen detaillierten Inspektionsbericht mit Zustandsdokumentation, Schadenserfassung und systematischer Befundübersicht – orientiert an relevanten Normen der Industrieinspektion.

    Welche Vorteile hat die ELIOS 3 gegenüber klassischen Methoden?

    Durchschnittlich ca. 80% Kostenersparnis: Kein Gerüstbau, keine Entleerung, kein Befahrungs-Team. Drastisch reduzierte Stillstandzeiten: Stunden statt Wochen. Maximale Sicherheit: Kein Personeneinstieg notwendig, deutlich reduziertes Risiko. Präzise Daten: 4K + LiDAR (im Zentimeterbereich) + Thermografie. Normkonform: BetrSichV, DGUV, EN 12952, API 653. Deutschlandweit verfügbar, schnelle Terminvergabe.

    Welche Drohnen setzt Kopterflug ein?

    Wir setzen je nach Aufgabe unterschiedliche Systeme ein: Flyability ELIOS 3 für Innenbereiche und Confined Spaces (kollisionsgeschützt, LiDAR, Thermografie, Navigation ohne GPS), DJI Matrice 30T für Außeninspektionen (Zoom, Thermografie, große Reichweite) und Unterwasserdrohnen (ROV) für gefüllte Tanks und Unterwasserbereiche. Entscheidend ist nicht die Drohne, sondern die passende Technologie für die jeweilige Aufgabe.

    Wie lange dauert eine ELIOS 3 Inspektion?

    Die Vor-Ort-Inspektion dauert je nach Anlagengröße, Zugangssituation und beauftragtem Sensorpaket unterschiedlich lang. Mit Sensorpaket meinen wir, welche Sensoren der ELIOS 3 eingesetzt werden: Eine reine 4K-Videoinspektion ist deutlich schneller abgeschlossen als ein kombinierter Einsatz mit LiDAR-3D-Vermessung und Thermografie – letztere erfordern mehr Überflüge und höhere Auflösung. In der Regel ist der Gesamtaufwand trotzdem deutlich geringer als bei klassischen Methoden mit Gerüstbau oder Befahrungstechnik. Präzise Angaben sind erst nach Klärung Ihrer Randbedingungen möglich – sprechen Sie uns an, wir schätzen Ihren konkreten Fall.

    Professionelle Inspektion mit der ELIOS 3 — deutschlandweit verfügbar.

    Eine Auswahl unserer Kunden und Partner

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    Nennen Sie uns Ihr Kanalnetz oder Ihre Abwasserbauwerke – wir prüfen die Einsatzbarkeit der ELIOS 3 und erstellen ein Angebot. Keine Einstiegsgenehmigung, keine Rettungskette, volle Dokumentation.

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