Drohneninspektion für Versicherer und Compliance
- Inspektionsdaten, die Prüforganisationen und Versicherer überzeugen – nachvollziehbar, reproduzierbar, normreferenziert
In diesem Artikel:
- Das Problem: Inspektionsergebnisse, denen niemand vertraut
- Was Prüforganisationen sehen wollen
- Was Versicherer sehen wollen
- Unsere Dokumentationsstandards
- Relevante Normen und Compliance-Rahmen
- Zusammenarbeit mit Prüforganisationen: Unser Ansatz
- Fazit: Drohnendaten als Compliance-Werkzeug
- Häufige Fragen: Drohneninspektion und Compliance
Das Problem: Inspektionsergebnisse, denen niemand vertraut
Das ist der Moment, in dem viele Drohneninspektionen scheitern. Nicht an der Technik – sondern an der Dokumentation. Schöne Drohnenbilder reichen nicht. Was Prüfer und Versicherer brauchen, sind:
• Nachvollziehbare Befundlokalisierung – nicht nur ein Foto, sondern die exakte Position im Bauteil
• Reproduzierbare Ergebnisse – derselbe Befund muss bei der nächsten Inspektion vergleichbar sein
• Normreferenz – welche Prüfverfahren wurden angewandt, welche Standards eingehalten?
• Qualifikation des Inspektors – wer hat die Daten erhoben und bewertet?
Wir liefern nicht nur Daten – wir liefern Daten in einer Form, die Prüforganisationen und Versicherer akzeptieren.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Kopterflug Inspection Services GmbH übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Angaben. Maßgeblich sind immer die aktuellen Fassungen der Verordnungen auf gesetze-im-internet.de und den zuständigen Behörden.
Versicherer und Prüforganisationen fordern zunehmend drohnenbasierte Dokumentation – etwa für Tanklager in Hamburg, Chemieanlagen in Leverkusen oder Kraftwerke in München.
Was Prüforganisationen sehen wollen
Vollständigkeit
Nicht nur Highlights, sondern lückenlose 4K-Erfassung aller relevanten Oberflächen – als durchgängige Videodokumentation.
3D-Lokalisierung
Jeder Befund wird einer exakten Position im Bauteil zugeordnet. LiDAR-Punktwolke (im Zentimeterbereich): Höhe, Umfangsposition, Entfernung zu Referenzpunkten.
Quantitative Daten
Nicht nur: es gibt Korrosion. Sondern: Wo, wie groß, welche Ausdehnung? LiDAR vermisst Flächen und Geometrien. Thermografie liefert absolute Temperaturwerte.
Vergleichbarkeit über Zeit
Schadensfortschrittskontrolle erfordert vergleichbare Datensätze. 3D-Punktwolken verschiedener Inspektionszeitpunkte können überlagert und verglichen werden.
Kein Interpretationsspielraum
Die Rohdaten (Video, LiDAR, Thermo) sind objektiv. Die Bewertung und Klassifizierung erfolgt durch den Sachverständigen – nicht durch den Drohnenpiloten.
Was Versicherer sehen wollen
Regelmäßige Dokumentation
Nachweis, dass der Betreiber seine Anlage aktiv überwacht. Drohneninspektion senkt die Einstiegshürde für häufigere Inspektionen.
Frühzeitige Erkennung
Je früher ein Schaden erkannt wird, desto kleiner der Reparaturaufwand – und desto kleiner das Schadenrisiko für den Versicherer.
Objektive Dokumentation
4K-Video und 3D-Modelle sind deutlich belastbarer als handschriftliche Inspektionsberichte oder Handyfotos.
Schadensfortschrittskontrolle
LiDAR-Vergleiche zeigen, ob ein bekannter Schaden stabil ist oder fortschreitet – Gold wert für die Risikobewertung.
Zero Human Entry
Weniger Personenschäden bei der Inspektion selbst – ein Argument, das Versicherer unmittelbar verstehen.
Unsere Dokumentationsstandards
Inspektionsbericht (PDF)
Auftraggeber, Anlage, eingesetzte Technik, Inspektionsumfang, Befundübersicht mit Klassifizierung und Vergleich mit Vorbefunden.
4K-Videodokumentation
Lückenloses Video aller inspizierten Flächen, annotierte Einzelbilder der Befundstellen mit Zeitstempel.
LiDAR-3D-Daten
Vollständige Punktwolke (.las/.e57), Colorized Point Cloud, Befunde im 3D-Modell verortet, Export für CAD/BIM.
Thermografie-Daten
Radiometrische Thermalbilder, Temperaturprofile und -anomalien, Overlay auf LiDAR-Punktwolke.
Flugprotokoll
Flugzeiten, Batteriewechsel, Piloteninformationen sowie Gasfreimessung-Protokoll als Anlage zum Bericht.
Relevante Normen und Compliance-Rahmen
• BetrSichV – Betriebssicherheitsverordnung (Prüfpflichten für überwachungsbedürftige Anlagen)
• DGUV Regel 113-004 – Arbeiten in Behältern, Silos und engen Räumen
• TRBS 1112 – Instandhaltung
ZfP / NDT:
• DIN EN ISO 17637 – Sichtprüfung von Schweißverbindungen
• DIN EN 13018 – Sichtprüfung: Allgemeine Grundsätze
Tanks:
• API 653 – Tank Inspection, Repair, Alteration, and Reconstruction
• EEMUA 159 – Guide to the Inspection of Aboveground Storage Tanks
Kessel:
• EN 12952 – Wasserrohrkessel
• API 510 – Pressure Vessel Inspection Code
Maritime:
• IACS Guidelines – Class Survey Requirements
• SOLAS / IMO-Vorschriften
Wichtig: Keine Prüforganisation ist verpflichtet, Drohnendaten als alleinige Prüfgrundlage zu akzeptieren. Die Entscheidung liegt immer beim zuständigen Sachverständigen. Unsere Erfahrung: Die Akzeptanz wächst stetig, insbesondere wenn die Datenqualität stimmt und die Dokumentation den Anforderungen entspricht.
Zusammenarbeit mit Prüforganisationen: Unser Ansatz
Vorab-Abstimmung
Vor jeder Inspektion klären wir mit dem zuständigen Sachverständigen, welche Datenform und -qualität er erwartet. Prüftiefe, Datenformat, Remote-VT oder Kontaktprüfung.
Sachverständiger vor Ort
Der Sachverständige sieht die Live-Übertragung und kann in Echtzeit Bereiche markieren, die er genauer sehen möchte – der Pilot fliegt diese Stellen gezielt an.
Gemeinsame Auswertung
Nach dem Flug: Gemeinsame Durchsicht der Daten. Der Sachverständige bewertet, wir liefern die Daten und den technischen Kontext.
Bericht nach seinen Standards
Unser Inspektionsbericht wird so formatiert, dass er als Anlage zum Prüfbericht des Sachverständigen dient. Kein doppelter Aufwand, keine Formatierungskonflikte.
Fazit: Drohnendaten als Compliance-Werkzeug
Wir unterstützen Sie dabei, die Drohneninspektion nahtlos in Ihren Compliance-Prozess zu integrieren – von der Erstberatung bis zum prüfertauglichen Bericht.
Für Betreiber
Nachweis der Inspektionspflicht nach BetrSichV/DGUV, lückenlose Zustandsdokumentation, reduzierte Haftungsrisiken durch Zero Human Entry.
Für Versicherer
Bessere Risikobewertung durch hochwertige Daten, Schadensfortschrittskontrolle über 3D-Vergleiche, Nachweis proaktiver Instandhaltung.
Für Sachverständige
Vorab-Dokumentation reduziert den eigenen Prüfaufwand, 3D-lokalisierte Befunde statt vager Positionsangaben, mehr Daten für fundiertere Bewertungen.
Unsere Einsatzstandorte
An diesen Standorten in Deutschland setzen wir Drohneninspektionen in den relevanten Branchen ein — vor Ort und mit lokaler Einsatzplanung.
Pharma & Life Sciences
Häufige Fragen: Drohneninspektion und Compliance
Akzeptiert der TÜV Drohneninspektionen?
Das hängt vom konkreten Prüfauftrag und dem zuständigen Sachverständigen ab. Es gibt keine generelle Aussage. Unsere Erfahrung: Viele TÜV-Sachverständige akzeptieren drohnengestützte VT-Daten als wertvolle Ergänzung oder als Basis für Hybridinspektion. Wir empfehlen die Vorab-Abstimmung.
Können Drohnendaten einen manuellen Prüfer vollständig ersetzen?
Für bestimmte Prüfumfänge (reine visuelle Zustandserfassung) ist das in der Praxis bereits möglich. Für Kontaktprüfungen (UT, MT) und formale Abnahmen bleibt der Sachverständige unverzichtbar. Hybridinspektion kombiniert beides optimal.
Welche Datenformate liefern Sie?
PDF-Bericht, 4K-Video (.mp4), LiDAR-Punktwolke (.las/.e57), radiometrische Thermalbilder (.csv/.tiff), annotierte Einzelbilder (.jpg/.png). Alle Formate sind kompatibel mit gängigen CAD/BIM-Systemen und Prüfmanagement-Software.
Wie lange werden die Inspektionsdaten gespeichert?
Wir archivieren alle Rohdaten mindestens 10 Jahre – für spätere Schadensfortschrittskontrolle und Nachweiszwecke. Sie erhalten alle Daten auch als eigene Kopie.
Hilft Drohneninspektion bei Versicherungsprämien?
Das entscheidet Ihr Versicherer. Regelmäßige, hochwertige Inspektionsdokumentationen können als Nachweis proaktiver Instandhaltung dienen – was bei einigen Versicherern zu besseren Konditionen führen kann. Wir liefern die Daten, Sie besprechen die Implikationen mit Ihrem Versicherer.
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