Über uns Kosten & Aufwand
    ESC

    Korrosionsmonitoring mit Indoor-Drohnen

    • Korrosion erkennen, lokalisieren und dokumentieren – visuell, thermisch und geometrisch per Drohne
    Christian Engelke

    Christian Engelke

    Als EU-zertifizierter Drohnenpilot und Gründer von Kopterflug steht Christian Engelke für praxisnahe Drohneninspektionen in der Industrie. Mit über 10 Jahren Erfahrung und hunderten Einsätzen in Confined Spaces, Behältern und komplexen Anlagen – auch international – kennt er die Anforderungen aus der Praxis.

    Warum Korrosion das teuerste Problem der Industrie ist

    Die Elios 3 bei einer Korrosionsinspektion an einer Rohrleitung

    Warum Korrosion das teuerste Problem der Industrie ist

    Korrosion kostet die deutsche Industrie jährlich Milliarden. Das Problem: Sie wird zu spät entdeckt – Wanddickenverringerung, Lochfraß, Beschichtungsversagen bis hin zum Leck. Die kritischsten Stellen befinden sich an schwer zugänglichen Orten: Innenwände von Tanks, Dachunterseiten, Bodenplatten, Schweißnähte in Confined Spaces. Klassisch bedeutet das Gerüstbau, Entleerung, Personeneinstieg – ein Aufwand, der Inspektionsintervalle streckt und Frühwarnzeichen übersehen lässt.

    Die ELIOS 3 ändert das grundlegend: Korrosionsmonitoring wird vom Ausnahmeevent zum Standardwerkzeug.

    Besonders in Hafenstädten wie Hamburg und Bremen sowie in Chemieparks in Leverkusen und Ludwigshafen ist Korrosionsmonitoring ein zentrales Thema der Instandhaltung.

    Was die Drohne an Korrosion erkennen kann

    Die ELIOS 3 vereint drei Sensorprinzipien, um Korrosion umfassend zu erfassen – visuell, thermisch und geometrisch.

    Sichtbare Korrosion (VT)

    Die 4K-Kamera (3840×2160, 16.000 Lumen) dokumentiert Flächenkorrosion, Lochfraß, Spaltkorrosion, galvanische Korrosion, Beschichtungsschäden und mikrobiell induzierte Korrosion (MIC).

    Verdeckte Korrosion (Thermografie)

    Die radiometrische Thermokamera erkennt CUI (Corrosion Under Insulation): Feuchtigkeit unter der Isolierung erzeugt messbare Temperaturanomalien. CUI ist einer der häufigsten und teuersten Schadensmechanismen – mit bloßem Auge nicht sichtbar.

    Geometrische Veränderungen (LiDAR)

    Der LiDAR-Sensor (Präzision im Zentimeterbereich) erfasst Verformungen: Ausbeulung, Einbeulung, Wanddickenabweichungen. Durch wiederholte Scans wird Korrosionsfortschritt messbar – Schadensfortschrittskontrolle im Digitalen Zwilling.

    Korrosionsschäden an Industrietanks – Monitoring mit Drohnen

    Die 8 häufigsten Korrosionsarten – und wie die Drohne sie findet

    Die ELIOS 3 erkennt verschiedene Korrosionsarten mit unterschiedlichen Sensorprinzipien – visuell (VT), thermisch oder geometrisch per LiDAR-Scan.

    Flächenkorrosion

    VT: Farbveränderung, Rauheit, Schichtabtrag – sichtbar in 4K mit 16.000 Lumen.

    Lochfraß (Pitting)

    VT: Punktuelle Vertiefungen, oft unter Ablagerungen. 4K + LED machen Details in dunklen Tanks sichtbar.

    Spalt- & Spannungsrisskorrosion

    VT: Feine Rissbilder an Flanschverbindungen, Dichtungen und Auflagen – erfordert hohe Auflösung und gute Beleuchtung.

    Galvanische Korrosion

    VT: Verfärbungen und Abtrag an Kontaktstellen verschiedener Metalle.

    CUI (Corrosion Under Insulation)

    Thermografie: Feuchtebedingte Temperaturanomalien unter der Isolierung – mit bloßem Auge nicht sichtbar.

    Erosions- & MIC-Korrosion

    VT + LiDAR: Materialverlust an strömungsbelasteten Flächen. LiDAR quantifiziert den Abtrag. MIC zeigt sich durch Biofilm-Ablagerungen.

    Vom Einzelbild zum Monitoring: Schadensfortschrittskontrolle

    Die eigentliche Stärke der Drohne zeigt sich bei wiederholten Inspektionen. Statt einmal alle paar Jahre reinzuschauen, ermöglicht die ELIOS 3 regelmäßige Datenerfassung – ohne den Aufwand einer klassischen Befahrung. Das Ergebnis ist ein Digitaler Zwilling, der Korrosionsfortschritt über Jahre hinweg dokumentierbar macht.
    Vom Einzelbild zum Monitoring: Schadensfortschrittskontrolle

    LiDAR-3D-Scan eines Kaltkondenstanks – Grundlage für Schadensfortschrittskontrolle

    1

    Zeitvergleich mit LiDAR

    Durch wiederholte 3D-Scans derselben Anlage können Veränderungen quantifiziert werden: Wo hat sich die Geometrie verändert? Wo ist Material abgetragen? Der Vergleich zweier Punktwolken (z. B. Inspektion 2024 vs. 2026) zeigt den Korrosionsfortschritt in Millimetern.

    2

    Zeitvergleich mit 4K-Video

    Visueller Vergleich derselben Oberflächen über die Zeit. Beschichtungsschäden, die bei der letzten Inspektion als Kratzer dokumentiert wurden, zeigen sich beim nächsten Mal als Abplatzung – ein klares Warnsignal.

    3

    Reproduzierbare Flugpfade

    Konsistente Flugpfade und standardisierte Aufnahmebedingungen sind die Voraussetzung. Die FlyAware™-Navigation der ELIOS 3 und die Echtzeit-3D-Karte unterstützen reproduzierbare Flüge für belastbare Vergleichsdaten.

    Typische Einsatzszenarien: Korrosionsmonitoring mit Drohne

    Die ELIOS 3 kommt in einer Vielzahl industrieller Anlagen zum Einsatz, um Korrosion frühzeitig zu erkennen und zu dokumentieren.

    Lagertanks (Öl & Gas, Chemie)

    Dachunterseite, Innenwand, Bodenplattenbereich – die drei neuralgischen Zonen. Die Drohne dokumentiert den gesamten Korrosionszustand in einem Flug. Bei Schwimmdach-Tanks: Inspektion der Dichtungen und Führungsschienen.

    Kessel und Dampferzeuger

    Korrosion an Rohrwänden, Prallblechen, Economizerrohren. Thermografie erkennt Hotspots (Hinweis auf Wanddickenverlust) und CUI an isolierten Abschnitten.

    Schornsteine

    Säureangriff (Schwefel-/Salzsäure-Kondensat) an der Ausmauerung und am Stahlmantel. Die Drohne fliegt den Schornstein von innen – VT + Thermografie zeigen Korrosionsmuster und Isolationsschäden.

    Ballasttanks und Laderäume

    Korrosion unter Beschichtung, Pitting an Bodenwrangen, Korrosion an Spanten. Klassisch nur mit Gerüst/Rafting prüfbar – die Drohne macht es ohne.

    Rohrleitungen und Rohrbrücken

    CUI-Screening an isolierten Rohrleitungen (Thermografie), Korrosion an Auflagepunkten und Halterungen (VT).

    Silos und Bunker

    Korrosion an Wandanschlüssen, Austragsöffnungen, Belüftungszonen – besonders bei aggressiven Schüttgütern.

    Grenzen der drohnengestützten Korrosionserkennung

    Ehrlichkeit gehört zu unserem Geschäftsmodell. Die Drohne kann nicht alles – eine Hybridinspektion kombiniert in diesen Fällen die Stärken beider Methoden:

    UT-Wanddickenmessung (optional)

    Mit der optionalen UT-Payload kann die ELIOS 3 Wanddicken direkt messen. Alternativ: Hybridinspektion – die Drohne lokalisiert Verdachtsstellen, der UT-Prüfer misst gezielt vor Ort.

    Korrosion unter dicken Ablagerungen

    Wenn Korrosion unter zentimeterdicken Anbackungen oder Sediment liegt, ist sie weder visuell noch thermisch sichtbar. Die Drohne dokumentiert das Ausmaß der Ablagerung und priorisiert den Reinigungsbedarf.

    CUI-Erkennung hängt von Bedingungen ab

    Thermografie erkennt CUI, wenn ein Temperaturgradient vorhanden ist (Prozess in Betrieb oder Sonneneinstrahlung). Bei Anlagen in Umgebungstemperatur ohne Wärmequelle ist CUI thermisch schwer detektierbar.

    Nicht in Ex-Bereichen ohne Freimessung

    Die ELIOS 3 ist nicht ATEX-zertifiziert. Vor jedem Einsatz in Bereichen mit potenziell explosiver Atmosphäre muss eine Gasfreimessung erfolgen.

    LiDAR-3D-Scan Economiser – Korrosionsdokumentation

    Relevante Normen für Korrosionsschutz und -monitoring

    Die drohnengestützte Korrosionsinspektion unterstützt die Einhaltung zahlreicher Normen und Vorschriften. Eine vollständige Übersicht liefert unser Artikel zu Normen der Industrieinspektion.

    Die Normen definieren Prüfintervalle und -umfänge. Die Drohne ermöglicht es, diese Intervalle ohne den vollen Befahrungsaufwand einzuhalten.

    Allgemein

    DIN EN ISO 8044 (Begriffe), DIN EN ISO 12944 (Korrosionsschutz Beschichtungen), DIN EN ISO 9223 (Korrosivitätskategorien).

    Tanks

    API 653 (Tank Inspection & Repair), EEMUA 159 (Inspection & Maintenance of Storage Tanks).

    Druckbehälter & Kessel

    API 510 (Pressure Vessel Inspection), EN 12952 (Wasserrohrkessel), BetrSichV.

    Fazit: Korrosionsmonitoring muss kein Projekt mehr sein

    Bisher war jede Korrosionsinspektion im Inneren einer Anlage ein Projekt: Entleerung, Reinigung, Gerüstbau, Sicherheitsmaßnahmen, Personeneinstieg, Dokumentation – Wochen Planung für einen Tag Erkenntnis.

    Mit der ELIOS 3 wird Korrosionsmonitoring zum Standardwerkzeug: schnell einsetzbar, minimal invasiv, reproduzierbar. Das ändert nicht nur die Kosten – es ändert die Strategie: Von reaktiver Reparatur zu proaktivem Monitoring.

    Frühzeitige Erkennung

    Schäden erkennen, bevor sie teuer werden

    Prüfertaugliche Dokumentation

    Vollständige Dokumentation für Prüforganisationen und Versicherer

    3D-Schadensfortschrittskontrolle

    LiDAR-basierter Vergleich über Jahre hinweg

    Kein Personeneinstieg

    Keine Befahrungsrisiken – Zero Human Entry

    Kürzere Stillstandszeiten

    Deutlich reduzierte Ausfallzeiten bei Revisionen

    Drohneninspektion Innenwand Lagertank – Blick unter das Tankdach auf Korrosionsschäden

    Unsere Einsatzstandorte

    An diesen Standorten in Deutschland setzen wir Drohneninspektionen in den relevanten Branchen ein — vor Ort und mit lokaler Einsatzplanung.

    Häufige Fragen: Korrosionsmonitoring mit Drohne

    Was ist Korrosionsmonitoring mit Drohne – und was unterscheidet es von klassischer Inspektion?

    Korrosionsmonitoring mit Drohne bezeichnet die regelmäßige, drohnengestützte Überwachung von Anlageninnenwänden und -strukturen auf Korrosionsfortschritt – ohne Gerüstbau und Personeneinstieg. Die ELIOS 3 kombiniert dafür 4K-Kamera, Thermografie und LiDAR-Sensor in einem Flug. Im Unterschied zur klassischen Einmalinspektion ermöglicht die Drohne reproduzierbare Vergleichsdaten: Wandveränderungen werden in Millimetern messbar, Schadensfortschritt dokumentierbar – von reaktiver Reparatur zu proaktivem Monitoring.

    Kann die Drohne Wanddicken messen?

    Ja, mit der optionalen UT-Payload kann die ELIOS 3 Wanddickenmessungen direkt an der Oberfläche durchführen. Die Drohne fliegt die Struktur an, dockt an und misst per Ultraschall die Restwanddicke. Alternativ lokalisiert die Drohne per VT und Thermografie die kritischen Stellen – und ein UT-Prüfer misst gezielt nur dort. Mehr zur kombinierten Methode erklärt unser Artikel zur Hybridinspektion.

    Wie genau erkennt die Thermokamera CUI?

    Die radiometrische Thermokamera erkennt Temperaturanomalien, die auf Feuchtigkeit unter der Isolierung hinweisen. Die Zuverlässigkeit hängt von den Betriebsbedingungen ab – am besten funktioniert es bei laufendem Prozess (Temperaturdifferenz zwischen Medium und Umgebung). Wir beraten vorab, ob Thermografie für Ihren Fall sinnvoll ist. Details zur Methode unter Thermografie in der Industrieinspektion.

    Wie oft sollte man ein Korrosionsmonitoring per Drohne durchführen?

    Das hängt von der Anlage, dem Medium und den regulatorischen Anforderungen ab. Der Vorteil der Drohne: Die Inspektionsfrequenz kann erhöht werden, ohne dass jedes Mal der volle Befahrungsaufwand entsteht. Viele unserer Kunden ergänzen die reguläre Revision um zusätzliche Drohnenflüge zwischen den Hauptinspektionen. Welche gesetzlichen Prüffristen für Ihre Anlage gelten, zeigt unser Überblick zu Prüffristen für Industrieanlagen.

    Erkennt die Drohne auch Korrosion unter Beschichtungen?

    Visuell erkennt die Kamera Beschichtungsschäden (Blasen, Abplatzungen, Risse), die auf darunterliegende Korrosion hinweisen. Thermisch kann CUI unter Isolierung detektiert werden. Korrosion unter intakter Beschichtung ohne thermische Anomalie ist jedoch nicht detektierbar – hier bleibt die UT-Messung das Mittel der Wahl. Mehr zur visuellen Prüfmethode unter Sichtprüfung (VT) mit Drohne.

    Welche Normen gelten für Korrosionsschutz und drohnengestützte Inspektion?

    Relevant sind DIN EN ISO 8044 (Korrosionsbegriffe), DIN EN ISO 12944 (Beschichtungsschutz), API 653 für Lagertanks und API 510 für Druckbehälter. Die BetrSichV regelt wiederkehrende Prüfpflichten für überwachungsbedürftige Anlagen. Eine vollständige Übersicht bietet unser Artikel zu Normen der Industrieinspektion. Die Drohne unterstützt die prüfertaugliche Dokumentation für Prüforganisationen und Versicherer.

    Wie läuft ein Korrosionsmonitoring-Einsatz mit Kopterflug ab?

    Wir besprechen vorab Anlagentyp, Einsatzmedium und die zu prüfenden Flächen. Vor Ort erfolgt eine Gasfreimessung bei explosionsgefährdeten Bereichen. Die Drohne fliegt die relevanten Zonen systematisch ab – VT, Thermografie und LiDAR werden je nach Fragestellung kombiniert. Die Ergebnisse werden als prüfertauglicher Bericht dokumentiert: Videoaufnahmen, LiDAR-Punktwolke, thermografische Befunde. Für wiederkehrendes Monitoring legen wir reproduzierbare Flugpfade fest. Starten Sie mit unserer Tank-Inspektion oder der Kessel-Inspektion.

    Professionelle Inspektion mit der ELIOS 3 — deutschlandweit verfügbar.

    Eine Auswahl unserer Kunden und Partner

    Korrosion frühzeitig erkennen – ohne Risiko und Stillstand

    Wir prüfen, ob drohnengestütztes Korrosionsmonitoring für Ihre Anlage der richtige Ansatz ist. Senden Sie uns Ihre Anlagendetails – wir melden uns mit einer ehrlichen Einschätzung.

    Dipl.-Ing. Karsten Lehrke
    Jetzt Anfrage stellen Dipl.-Ing. Karsten Lehrke
    Wir freuen uns über Ihre Anfrage
    Dipl.-Ing. Karsten Lehrke

    Dipl.-Ing. Karsten Lehrke

    Gründer & Geschäftsführer · Dipl.-Ing. Maschinenbau mit langjähriger Erfahrung in der Projektplanung.

    Rufen Sie mich jetzt an +49 421 408 937 90 Termin direkt buchen

    Planbare Einsätze haben in der Regel eine Vorlaufzeit von 2–4 Wochen.

    Unverbindlich anfragen

    Mit dem Absenden stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten gemäß unserer Datenschutzerklärung zu.