TAR-Vorbereitung mit Drohnen
Vor einem geplanten Still-Stand (Turnaround) kann man schon vorher mit einer Drohne prüfen. So weiß man besser, was einen erwartet. Man kann Material rechtzeitig bestellen. Und der Still-Stand wird kürzer. Das spart viel Geld.
Was ist das Problem?
Wenn ein Turnaround (geplanter Anlagen-Still-Stand) geplant wird, weiß man oft nicht genau, wie die Anlagen von innen aussehen. Man plant auf Basis von alten Daten und Erfahrung.
Das führt zu zwei Problemen:
- Zu viel geplant: Material wird bestellt, das nicht gebraucht wird. Personal wartet unnötig. Geld wird verschwendet.
- Zu wenig geplant: Schäden werden erst nach dem Öffnen entdeckt. Material muss dringend bestellt werden. Der Still-Stand dauert länger. Jeder zusätzliche Tag kostet sehr viel Geld.
Die Lösung: Pre-TAR-Inspektion (Vor-Inspektion vor dem Still-Stand). Man prüft vorher mit der Drohne, was möglich ist.
Warum vorher prüfen?
Weniger Überraschungen
Wenn die Drohne vorher zeigt, dass ein Tank in gutem Zustand ist, kann man den Reparatur-Aufwand reduzieren. Man spart Gerüst, Material und Still-Stands-Tage.
Früh-Warnung bei Schäden
Findet die Drohne einen Schaden früh genug, kann das Material vor dem Still-Stand bestellt werden. Spezial-Material hat oft 8 bis 12 Wochen Liefer-Zeit. Wer das erst im Still-Stand entdeckt, verliert wertvolle Tage.
Material-Liste prüfen
Die Material-Liste für den Turnaround kann mit den Drohnen-Daten überprüft werden. Man kauft nur, was wirklich gebraucht wird.
Wann wird was geprüft?
12 bis 18 Monate vorher
Alles, was ohne Still-Stand geprüft werden kann:
- Schornsteine und Abgas-Führungen
- Rohr-Brücken und Trag-Konstruktionen
- Kühl-Türme (außen)
- Hallen und Hoch-Bauten
6 bis 9 Monate vorher
Außen-Inspektionen von Tanks und Behältern. Die Drohne findet zum Beispiel CUI-Verdachts-Stellen (CUI = Korrosion unter der Isolierung).
3 bis 6 Monate vorher
Wenn Anlagen-Teile kurz abgestellt werden (zum Beispiel für einen Produkt-Wechsel), kann die Drohne von innen prüfen. Das ist die beste Zeit: Genug Vorlauf für Material-Bestellung, aber nah genug am Still-Stand für genaue Daten.
Was bringt das?
Ein Praxis-Beispiel
Ein Raffinerie-Betreiber ließ 6 Monate vor dem Turnaround 4 Tanks und 2 Schornsteine per Drohne prüfen. Kosten: circa 12.000 Euro.
Das Ergebnis:
- Tank 1: Zustand besser als erwartet. Geplante Komplett-Beschichtung wurde auf Teil-Beschichtung reduziert. Ersparnis: circa 45.000 Euro.
- Tank 3: Schwere Boden-Korrosion entdeckt. Spezial-Material wurde rechtzeitig bestellt. Ohne Vor-Inspektion wären 3 Tage Still-Stands-Verlängerung entstanden.
- Schornstein 1: Innen-Schaden entdeckt. Material und Spezial-Firma wurden 5 Monate vorher beauftragt.
Gesamt-Ersparnis: über 200.000 Euro – bei einer Investition von 12.000 Euro.
Häufige Fragen
Welche Anlagen können vor dem Still-Stand geprüft werden?
Alles, was von außen zugänglich ist: Schornsteine, Rohr-Brücken, Kühl-Türme, Tank-Außenseiten. Einige Anlagen können auch bei kurzen Betriebs-Pausen von innen geprüft werden.
Wie früh sollte man die Drohne einplanen?
Idealerweise 12 bis 18 Monate vor dem Still-Stand für Außen-Inspektionen. 3 bis 6 Monate vorher für Innen-Inspektionen bei kurzen Abstellungen.
Was kostet eine Pre-TAR-Inspektion?
Typische Kosten für 3 bis 5 Anlagen-Teile an einem Tag: 3.000 bis 8.000 Euro. Das ist ein Bruchteil der Kosten, die eine Überraschung im Still-Stand verursacht.
Lohnt sich das wirklich?
Ja. Die Vor-Inspektion kostet wenig im Vergleich zu dem, was man spart. Schon ein eingesparter Still-Stands-Tag kann 50.000 bis 200.000 Euro wert sein.
Kontakt
Planen Sie einen Turnaround? Wir prüfen kostenlos, welche Anlagen-Teile vorab per Drohne inspiziert werden können.