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    TAR-Vorbereitung mit Drohnen – Scope-Ermittlung vor dem Stillstand

    • Wie Vorinspektion per Drohne die Turnaround-Planung verbessert: Scope-Definition, Bill of Materials, Überraschungen vermeiden
    Karsten Lehrke

    Karsten Lehrke

    Karsten ist Gründer und Geschäftsführer von Kopterflug. Als Dipl.-Ing. Maschinenbau bringt er langjährige Erfahrung in der Projektplanung mit.

    Das Grundproblem jedes Turnarounds: Scope-Unsicherheit

    Jeder erfahrene Turnaround-Manager kennt das Problem: Der Inspektionsplan wird auf Basis historischer Daten, Restlebensdauerberechnungen und Erfahrungswerten erstellt – aber der tatsächliche Zustand des Equipment ist zum Planungszeitpunkt unbekannt. Das führt zu zwei gleichermaßen kostspieligen Extremen:

    • Overscopping: Zu viel Instandhaltung wird eingeplant. Material wird bestellt, das nicht gebraucht wird. Personal wird mobilisiert, das unproduktiv wartet. Stillstandstage werden „verbraucht“, ohne Mehrwert zu schaffen.
    • Underscopping: Schäden, die bei der Planung unbekannt waren, werden erst nach dem Öffnen des Equipment entdeckt. Material ist nicht vorhanden, Spezialisten müssen kurzfristig mobilisiert werden. Der Stillstand verlängert sich – täglich um fünf- bis sechsstellige Beträge.

    Die Lösung: Pre-TAR-Inspektion. Durch den gezielten Einsatz von Drohnen in den Wochen und Monaten vor dem Stillstand wird der Inspektionsscope auf eine faktische Basis gestellt – nicht auf Vermutungen.

    Welche Equipment-Units profitieren von Pre-TAR-Inspektion?

    • Außen zugängliche Strukturen ohne Stillstand: Schornsteine, Fackeln, Kühltürme (Außen), Rohrleitungsbrücken, Stahlbaukonstruktionen, Kühler – all diese Objekte können mit der ELIOS 3 (Innen) oder dem DJI Matrice 30T (Außen) vor dem Stillstand inspiziert werden.
    • Tanks mit Restinhalt-Inspektion: Flachbodentanks können in bestimmten Fällen bei Restinhalt per Drohne von innen teilinspiziert werden (Dach- und Wandbereich).
    • Schornsteine und Abgasführungen: Inneninspektion auch im laufenden Betrieb – Drohne wird bei abgestellter Anlage oder in Produktionspausen eingebracht.

    Scope-Definition: Wie Pre-TAR-Daten den Instandhaltungsplan schärfen

    Die Pre-TAR-Inspektion liefert konkrete Daten, die direkt in die Turnaround-Planung einfließen. Folgende Planungsschritte profitieren unmittelbar:

    Scope-Reduktion durch fundierte Zustandskenntnis

    Wenn die Drohnen-Vorinspektion zeigt, dass die Innenwandkorrosion eines Tanks geringer ist als befürchtet und keine Bodenreparatur erforderlich ist, kann auf das aufwendige Gerüst verzichtet werden. Scope und Budget werden entsprechend angepasst. Typische Einsparungspotenziale:

    • Entfall von Gerüstpositionen, die ursprünglich vorsorglich eingeplant waren
    • Reduktion der Sandstrahl- und Beschichtungsfläche auf tatsächlich korrodierte Bereiche
    • Verkürzte geplante Stillstandsdauer, weil einzelne Equipment-Units aus dem kritischen Pfad herausfallen

    Scope-Erweiterung durch Frühwarnung

    Ebenso häufig zeigt die Pre-TAR-Inspektion Schäden, die ohne Vorabinspektion erst nach dem Öffnen entdeckt worden wären. Der entscheidende Unterschied: Bei rechtzeitiger Erkenntnis kann das erforderliche Material vor dem Stillstand bestellt werden. Typische Fälle:

    • Fortgeschrittene Schornstein-Innenkorrosion: Sondermaterial für Beschichtung oder Innenauskleidung wird rechtzeitig beschafft
    • Ausmauerungsschäden in Kesseln: Feuerfestmaterial-Bestellung 8–12 Wochen vor TAR möglich
    • Strukturschäden an Stahlbau: Stahlprofile und Schweißmaterial rechtzeitig vorbereiten

    Bill of Materials (BoM) validieren

    Die BoM – die Materialliste für den Turnaround – ist ein zentrales Planungsdokument. Pre-TAR-Drohnendaten erlauben eine schadensbasierte BoM-Validierung statt einer pauschal-konservativen. Jede Position in der BoM kann gegen die tatsächlich beobachteten Schäden geprüft werden: Wird das Material wirklich gebraucht? In welcher Menge? Welche Spezifikation?

    Raffinerie-Turnaround – Pre-TAR-Inspektion zur Scope-Definition vor dem Stillstand

    Zeitachse: Wann welche Drohneninspektion vor dem TAR sinnvoll ist

    Die Integration der Drohneninspektion in den TAR-Vorbereitungsprozess folgt einer bewährten Zeitachse:

    12–18 Monate vor TAR: Strukturen und Schornsteine

    Lange vor dem Stillstand können alle Objekte inspiziert werden, die keinen Anlagenstillstand erfordern:

    • Schornsteine und Abgasführungen (Innen-ELIOS 3 bei kurzer Produktionspause, Außen-Matrice 30T jederzeit)
    • Rohrleitungsbrücken und Tragkonstruktionen
    • Kühltürme (Außenstruktur, ggf. Einbauten bei Teilabstellung)
    • Hochbauten und Hallentragwerke

    Die Ergebnisse fließen in die Long Lead Items-Bestellung ein – Materialien mit langer Lieferzeit (Spezialdichtungen, Sonderwerkstoffe, importierte Feuerfestmaterialien).

    6–9 Monate vor TAR: Tanks und Behälter (Außen)

    Außeninspektionen von Tanks und Behältern mit dem DJI Matrice 30T geben Hinweise auf:

    • CUI-Verdachtszonen an isolierten Rohrleitungsabgängen
    • Zustand der Außenbeschichtung und erkennbare Hotspots
    • Strukturelle Auffälligkeiten an Fundamenten, Stützen, Anschlüssen

    3–6 Monate vor TAR: Innenbereiche bei partieller Abstellung

    Für Equipment, das für kurze Wartungsfenster oder Produktionspausen abgestellt wird, bietet sich die Inneninspektion an:

    • Tanks bei Entleerung für Produktwechsel oder Wartung
    • Kessel bei kurzzeitigem Revisionsabschalten
    • Schornsteine bei Aggregatewechsel oder kurzen Betriebsunterbrechungen

    Die Befunddaten 3–6 Monate vor dem TAR sind ideal: Ausreichend Zeit für Materialbestellung, aber nah genug am TAR für eine präzise Zustandserfassung.

    Wirtschaftlichkeit der Pre-TAR-Inspektion: Zahlen und Beispiele

    Die Pre-TAR-Drohneninspektion rechnet sich – und zwar deutlich. Folgende Zahlen geben eine Orientierung:

    Kostenvergleich: Pre-TAR-Inspektion vs. Überraschung im TAR

    • Typische Pre-TAR-Inspektion (3–5 Equipment-Units, 1 Tag): 3.000–8.000 € gesamt
    • Typische Kosten einer Scope-Erweiterung im TAR durch unbekannten Schaden: 20.000–150.000 € (Material, Notfall-Bestellung, Überstunden, verlängerte Stillstandsdauer)
    • Eingesparte Stillstandstage durch validierte Scope-Reduktion: 0,5–3 Tage – bei Großanlagen entspricht ein Tag 50.000–200.000 € Produktionsausfall

    Praxisbeispiel: Raffinerie-Turnaround

    Ein Raffineriebetreiber führte 6 Monate vor dem TAR eine Pre-TAR-Inspektion von 4 Tanks und 2 Schornsteinen durch (ELIOS 3 + DJI Matrice 30T, 2 Einsatztage, Gesamtkosten ca. 12.000 €). Ergebnis:

    • Tank 1: Zustand besser als erwartet – geplante vollständige Neubeschichtung auf gezielte Teilbeschichtung reduziert. Einsparung Beschichtungsmaterial und Gerüst: ca. 45.000 €.
    • Tank 3: Schwere Bodenkorrosion entdeckt – Spezialplatte und Schweißspezialisten rechtzeitig bestellt, kein Lieferverzug im TAR. Ohne Pre-TAR: geschätzte 3 Tage Stillstandsverlängerung.
    • Schornstein 1: Innenauskleidungsschaden im Kondensationsbereich entdeckt – Material und Spezialfirma 5 Monate vorab beauftragt.

    Netto-Einsparung durch Pre-TAR: über 200.000 € – bei einer Investition von 12.000 €. Return on Investment: >16x. Sprechen Sie uns an, um eine ähnliche Analyse für Ihren nächsten Turnaround zu entwickeln.

    LiDAR-3D-Scan im Kesselhaus – Dokumentationsdaten für TAR-Planung und BoM-Validierung

    Häufig gestellte Fragen

    Muss die Anlage für eine ELIOS 3 Inspektion außer Betrieb genommen werden?

    Das hängt von der Anlage ab. Bei Inneninspektionen ist meist eine Außerbetriebnahme erforderlich (Staub, Gase, Sicht, Arbeitsschutz, Explosionsschutz). Der Einsatz der ELIOS 3 reduziert jedoch die Dauer drastisch – oft von Wochen auf Tage oder Stunden –, da kein Personeneinstieg, kein Gerüstbau und keine aufwendigen DGUV-Befahrungsmaßnahmen notwendig sind. Besonders im Turnaround-Management verkürzt die Drohneninspektion den kritischen Pfad erheblich. Die konkreten Rahmenbedingungen klären wir im Vorfeld mit Ihnen.

    Was muss ich als Betreiber für eine Inspektion vorbereiten?

    Wir benötigen vorab: Informationen zur Anlage (Typ, Maße, Medium, Zugangssituation), den geplanten Betriebszustand (entleert, gasfreigemessen oder befüllt je nach Methode) und Zugang zum Objekt. Den operativen Ablauf – Gasfreimessung, Sicherheitskonzept, Koordination mit Ihren Verantwortlichen – übernehmen wir vollständig. Sie müssen kein eigenes Inspektions-Personal stellen.

    Müssen wir eigenes Personal für die Inspektion stellen?

    Nein. Wir arbeiten mit eigenem Team und abgestimmtem Sicherheitskonzept – Pilot und Sicherungsposten sind bei uns inbegriffen. Sie müssen kein eigenes Personal abstellen. Für die Vorbereitung (Freimessung, Zugang, Anlagenfreigabe) stimmen wir uns vorab mit Ihren Verantwortlichen ab.

    Muss der Tank für die Inspektion entleert werden?

    Das hängt von der Inspektionsmethode ab. Bei wassergefüllten Tanks (Trinkwasser, Löschwasser) setzen wir Unterwasser-ROVs bzw. Tankkameras ein – ohne Entleerung. Für die Flyability ELIOS 3 muss der Tank entleert und gasfreigegeben sein, dafür entfallen Gerüstbau, DGUV-Befahrung und Personeneinstieg komplett.

    Was ist die Flyability ELIOS 3 und wofür wird sie eingesetzt?

    Die Flyability ELIOS 3 ist eine der leistungsfähigsten kollisionsgeschützten Indoor-Drohnen für Confined Spaces – enge und gefährliche Räume wie Tanks, Kessel, Schächte, Schornsteine und Reaktoren. Sie ist vollständig kollisionssicher durch einen Carbon-Schutzkäfig, navigiert GPS-unabhängig per SLAM-Navigation (FlyAware™ Engine) und verfügt über 4K-Kamera, 16.000 Lumen LED und optional Thermografie + LiDAR. Mit 2025/2026-Upgrades: High-Capacity-Batterie (bis +50% Flugzeit), Tether-Option für unbegrenzte Flugzeit, Colorization für farbige 3D-Modelle und Smart Return-to-Home. Die ELIOS 3 ermöglicht Hybridinspektion – die Drohne übernimmt die Erstinspektion, der Mensch kommt nur noch dort zum Einsatz, wo Kontaktprüfung nötig ist.

    Können Inspektionen ohne Personeneinstieg durchgeführt werden?

    Ja, mit der Flyability ELIOS 3 inspizieren wir Tanks, Kessel, feuerfeste Auskleidungen, Industrieöfen, Schächte und andere Confined Spaces ohne Personeneinstieg. Die Drohne ist vollständig kollisionssicher durch einen Carbon-Schutzkäfig und übernimmt das Risiko – Ihre Mitarbeiter bleiben in Sicherheit. Keine DGUV-Befahrung, keine Rettungsketten, deutlich reduziertes Risiko für Ihr Personal.

    Welche Bereiche können mit der ELIOS 3 inspiziert werden?

    Die ELIOS 3 ist speziell für Confined Spaces entwickelt: Tanks & Behälter (Stahl, Beton, ohne Personeneinstieg), Kessel & Schornsteine (innen, nach Abkühlung <50°C), Feuerfeste Auskleidungen (Industrieöfen, Brennkammern), Reaktoren & Kolonnen (Chemie, Öl & Gas), Schächte & Kanäle (ab 50 cm Öffnung, Großprofile ≥150 cm Ø), Silos & Hochregallager, Bergbau (Stollen, Schächte, Post-Blast), Windkraftanlagen (Rotorblätter innen). Überall dort, wo Personeneinstieg gefährlich, aufwendig oder unmöglich ist.

    Sind DGUV-Befahrungsmaßnahmen erforderlich?

    In vielen Fällen entfallen durch den Einsatz der ELIOS 3 aufwendige DGUV-Befahrungsmaßnahmen (DGUV Regel 113-004), da kein Personeneinstieg erforderlich ist. Die Drohne übernimmt das Risiko – Ihr Personal bleibt in sicherer Entfernung. Freimessungen und Sicherheitsmaßnahmen sind dennoch erforderlich, aber deutlich reduziert. Wir klären die konkreten Anforderungen im Vorfeld mit Ihnen und den zuständigen Stellen.

    Professionelle Inspektion mit der ELIOS 3 — deutschlandweit verfügbar.

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    Wir prüfen kostenlos, welche Equipment-Units vor dem Stillstand per Drohne inspiziert werden können – und wie viel Scope-Unsicherheit sich damit eliminieren lässt. Inspektionsplan einsenden, wir melden uns.

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