Turnaround-Management: Drohnen-Inspektion bei geplanten Still-Ständen
Ein Turnaround ist ein geplanter Still-Stand einer Anlage. In dieser Zeit werden Tanks, Kessel und andere Anlagen-Teile geprüft und repariert. Jeder zusätzliche Tag kostet sehr viel Geld. Die Drohne macht die Inspektion schneller und günstiger.
Was ist ein Turnaround?
Ein Turnaround (Abkürzung: TAR) ist ein geplanter Still-Stand einer Industrie-Anlage. Man sagt auch Revision dazu.
Turnarounds finden zum Beispiel statt bei:
- Raffinerien
- Chemie-Anlagen
- Kraft-Werken
Meistens alle 3 bis 6 Jahre. Während des Still-Stands werden alle wichtigen Anlagen-Teile geprüft und repariert.
Der Still-Stand ist die einzige Gelegenheit, Tanks und Kessel von innen zu prüfen. Deshalb ist gute Planung sehr wichtig.
Warum zählt jeder Tag?
Drohnen-Inspektion im Kessel – ohne Gerüst, ohne Zeit-Verlust.
Jeder zusätzliche Tag Still-Stand kostet bei großen Anlagen 50.000 bis 200.000 Euro. Manchmal sogar mehr.
Deshalb ist es wichtig, die Inspektion so schnell wie möglich zu machen. Die Drohne hilft dabei auf drei Arten:
- Pre-TAR Inspektion: Vor dem Still-Stand schon prüfen, was möglich ist. Dann gibt es weniger Überraschungen.
- Weniger Aufwand: Kein Gerüst, kein Rettungs-Team, kein Personen-Einstieg.
- Parallel arbeiten: Die Drohne inspiziert Tank A, während ein anderes Team Tank B reinigt.
Die drei Phasen
Phase 1: Vor dem Still-Stand (Pre-TAR)
Schornsteine, zugängliche Tanks und Strukturen werden vorab per Drohne inspiziert. Ergebnis: Keine Überraschungen. Material kann rechtzeitig bestellt werden. Personal wird bedarfs-gerecht eingeplant.
Phase 2: Im Still-Stand
Die Drohne ist das erste Werkzeug nach dem Öffnen eines Behälters. Sie fliegt hinein und dokumentiert alles. Der Sach-Verständige schaut sich die Bilder auf einem Bildschirm an und entscheidet sofort, wo repariert werden muss.
Phase 3: Dokumentation
Sie bekommen: 4K-Video, 3D-Modell und Wärmebild-Daten. Jeder Befund ist in 3D verortet. Beim nächsten Turnaround kann man genau vergleichen.
Wo spart die Drohne Zeit?
| Aufgabe | Früher | Mit Drohne |
|---|---|---|
| Gerüst-Aufbau | Tage | Entfällt |
| Inspektion eines Tanks | Stunden bis Tage | 30 Minuten bis wenige Stunden |
| Rettungs-Team und Schutz-Ausrüstung | Immer nötig | Entfällt – kein Mensch steigt ein |
| Paralleles Arbeiten | Kaum möglich | Ja – Drohne blockiert keine anderen Teams |
So planen Sie die Drohne ein
6 bis 12 Monate vor dem Still-Stand
Inspektions-Umfang festlegen. Prüfen, welche Anlagen-Teile vorab inspiziert werden können. Drohnen-Inspektion beauftragen.
3 bis 6 Monate vorher
Pre-TAR-Inspektionen durchführen. Ergebnisse in die Planung einarbeiten. Material bestellen.
Während des Still-Stands
Drohne als erstes Werkzeug nach Öffnung und Freigabe. Sofort-Auswertung. Reparatur-Plan anpassen.
Nach dem Still-Stand
Vollständige 3D-Dokumentation als Referenz für den nächsten Turnaround.
Häufige Fragen
Wie kurzfristig kann ein Drohnen-Einsatz geplant werden?
Am besten 3 bis 6 Monate vorher. Dann können Pre-TAR-Ergebnisse noch in die Planung einfließen. In dringenden Fällen geht es auch kurzfristiger.
Kann die Drohne nachts fliegen?
Ja. Die ELIOS 3 hat eigenes LED-Licht mit 16.000 Lumen. Sie braucht kein Tages-Licht. Nacht-Einsätze sind im Turnaround oft sinnvoll.
Wie schnell bekomme ich die Ergebnisse?
4K-Video und erste Befunde stehen sofort nach dem Flug bereit. Der Sach-Verständige kann noch am selben Tag Entscheidungen treffen. Vollständige 3D-Modelle und Berichte brauchen wenige Werk-Tage.
Stört die Drohne andere Arbeiten?
Nein. Die Drohne fliegt im Inneren des Behälters. Das Piloten-Team steht vor dem Mannloch und braucht wenig Platz. Andere Teams können parallel arbeiten.
Was kostet eine Drohnen-Inspektion im Turnaround?
Die Kosten hängen von der Anzahl der Anlagen-Teile ab. In der Praxis spart man oft schon bei einem einzigen eingesparten Gerüst-Tag mehr als die Drohne kostet. Wir erstellen Ihnen gerne ein Angebot.
Kontakt
Planen Sie einen Turnaround? Wir prüfen kostenlos, welche Anlagen-Teile per Drohne schneller inspiziert werden können.