Elios 3 in Kraftwerken: Kessel, Schornsteine und Rauchgaszüge
- GPS-freie Navigation, kollisionssicherer Käfig, 4K-Kamera und LiDAR – Technik, Einsatzbereiche und Praxisgrenzen im Überblick
Elios 3 im Kraftwerkskessel – Inspektion ohne Gerüst und ohne Personeneinstieg
Die Herausforderung: Kraftwerks-Inspektionen
Klassisch: Wochenlange Abkühlung, Gerüstbau im Kesselinneren, Personeneinstieg mit DGUV-Befahrung, langer Produktionsstillstand. Überhitzer, Economizer und Rauchgaszüge sind oft kaum erreichbar.
Die Lösung: Flyability Elios 3
Die Elios 3 inspiziert Kessel, Schornsteine und Rauchgaszüge ohne Gerüst und ohne Personeneinstieg. Die Anlage muss auf Umgebungstemperatur abgekühlt sein – die Abkühlzeit ist damit vergleichbar mit der für Personeneinstieg.
Praxishinweis: Im Feuerraum sind Ablagerungen und Verschlackungen häufig das eigentliche Problem – die strukturelle Substanz ist oft intakter als erwartet. 4K-Kamera, LiDAR und optional Thermografie liefern belastbare Daten in Stunden statt Wochen.
Kein Gerüstbau, kein Personeneinstieg – die Anlage muss auf Umgebungstemperatur abgekühlt sein.
In Kraftwerken wie dem GuD-Kraftwerk Hamm-Uentrop, dem EnBW-Standort Heilbronn oder an Offshore-Windstandorten in Bremerhaven kommen Drohneninspektionen zum Einsatz.
Weiterführende Informationen von Flyability
- → Power Plant Inspection – Flyability's Lösungen für Kraftwerke
- → Case Study: Kesselinspektion – Drohneninspektion in Industriekesseln
- → Case Study: Schornsteininspektion – ELIOS 3 im Einsatz in Schornsteinen
Vorteile der Elios 3 in Kraftwerken
Kein Gerüst, kein Personeneinstieg
Weder Gerüstbau noch DGUV-Befahrung notwendig. Die Anlage muss auf Umgebungstemperatur abgekühlt sein – dann kann die Drohne direkt eingesetzt werden.
GPS-freie Navigation
Kraftwerkskessel und Schornsteine bieten keinen GPS-Empfang. Die Elios 3 navigiert mittels LiDAR und visueller Odometrie vollständig GPS-unabhängig – auch in engen Rauchgaszügen.
Kein Personeneinstieg
Kein Einstieg in Kessel, Schornsteine oder Rauchgaszüge. Keine DGUV-Befahrung, keine Rettungsketten – das vereinfacht Planung und Genehmigungsprozesse.
Kürzere Stillstandszeiten
Statt wochenlangem Stillstand oft nur wenige Tage. Wie viel gespart wird, hängt von Anlagentyp und Umfang ab – in vielen Fällen ist der Unterschied erheblich.
Vollständige Dokumentation
4K-Video, hochauflösende Fotos, LiDAR-3D-Modelle, optional Thermografie. Lückenlose Dokumentation für TÜV und Versicherung.
Zugang zu schwer erreichbaren Bereichen
Überhitzer, Economizer, Rauchgaszüge – die Elios 3 erreicht Bereiche, die für Menschen praktisch unerreichbar sind.
Professionelle Inspektion mit der ELIOS 3 — deutschlandweit verfügbar.
Typische Inspektionsbereiche in Kraftwerken
Die Elios 3 deckt alle kritischen Bereiche eines Kraftwerks ab – von der Brennkammer bis zur Rauchgasreinigung.
Kraftwerkskessel
Feuerraum, Brennkammer, Membranwände, Rohrwände, Überhitzer, Zwischenüberhitzer, Economizer und Strahlungsheizflächen. Im Feuerraum sind Ablagerungen und Verschlackungen häufig das eigentliche Problem – Schäden sitzen meist an Übergängen, nicht auf freien Wandflächen.
Rauchgaszüge und Rauchgaskanäle
Konvektive Heizflächen, Luftvorwärmer, Entstaubungsanlagen und Katalysatoren (DeNOx-Anlagen). Prüfung auf Korrosion, Verschmutzung, Verstopfungen – bei starker Staubbelastung kann die Sicht eingeschränkt sein.
Schornsteine
Innenauskleidung, Ausmauerung, Korrosionsschutz und Beschichtungen, Risse und Ausbrüche. Typische Schadstellen liegen an Übergängen und Einlaufbereichen – dort konzentriert sich die Inspektion.
Rauchgasreinigungsanlagen
Entschwefelungsanlagen (REA), Entstickungsanlagen (DeNOx), Elektrofilter und Gewebefilter. Prüfung auf Korrosion, Verschleiß, Beschädigungen.
Technologie im Detail
Die Elios 3 vereint Eigenschaften, die für Kraftwerks-Inspektionen in beengten, dunklen und GPS-freien Umgebungen relevant sind.
GPS-unabhängige Navigation
Kraftwerkskessel und Schornsteine bieten keinen GPS-Empfang. Die Elios 3 navigiert mittels LiDAR und visueller Odometrie völlig GPS-unabhängig.
Kollisionssicher
Der Schutzkäfig ermöglicht Kontakt mit Wänden, Rohren und Einbauten ohne Absturz. Bewährt in engen Rauchgaszügen und Rohrbündeln.
Extreme Beleuchtung
16.000 Lumen LED-Beleuchtung – auch in völlig dunklen Kesseln und Schornsteinen ausreichende Ausleuchtung für die 4K-Kamera.
4K-Kamera
Hochauflösende 4K-Aufnahmen – Risse und Schäden sind klar erkennbar. Voraussetzung: ausreichende Sicht (bei starker Staub-/Aschbelastung eingeschränkt).
LiDAR-3D-Vermessung
Erstellt 3D-Punktwolken des Kesselinneren. Nützlich für Verformungsanalyse und Vergleichsmessungen – bei starker Staubbelastung kann die LiDAR-Qualität beeinträchtigt sein.
Optional: Thermografie
Wärmebildkamera zur Erkennung von Hotspots und Refraktärschäden – sinnvolle Ergänzung zur Sichtprüfung. Kein Ersatz für Wanddickenmessung. Ultraschall-Integration befindet sich in Entwicklung.
Grenzen und Einschränkungen
Die Elios 3 ist ein bewährtes Werkzeug für viele Kraftwerks-Inspektionen – aber kein universelles Allheilmittel. Folgende Einschränkungen sind beim Einsatz relevant:
Staub und Asche
Bei starker Staub- oder Aschebelastung in Rauchgaszügen und Filtern ist die Sichtweite eingeschränkt. Das beeinflusst sowohl die Bildqualität der 4K-Kamera als auch die Präzision der LiDAR-Daten. In stark verschmutzten Bereichen empfiehlt sich eine Vorabreinigung oder eine realistische Erwartungshaltung an die Ergebnisse.
Flugzeit und Akku-Management
Die Flugzeit beträgt unter Normalbedingungen ca. 10 Minuten. Große Kessel erfordern entsprechend mehrere Flüge mit Akkuwechsel – das muss bei der Einsatzplanung berücksichtigt werden.
Keine ATEX-Zulassung
Die Elios 3 ist nicht ATEX-zertifiziert und darf nicht in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden. Für Anlagen oder Bereiche mit entsprechender Klassifizierung ist die Drohneninspektion derzeit keine Option.
Kein Ersatz für Wanddickenmessung
Visuelle Prüfung und 3D-Vermessung ersetzen keine zerstörungsfreie Prüfung (ZfP) auf Wanddicke oder Risstiefe. Die Drohneninspektion ist typischerweise ein erster Schritt, der gezielte manuelle Folgeprüfungen ermöglicht oder überflüssig macht.
Ablauf einer Kraftwerks-Inspektion
Transparent, planbar, unkompliziert
Erstberatung
Wir analysieren Ihre Anforderungen und beraten Sie kostenfrei zu allen technischen und organisatorischen Fragen.
Terminplanung
Gemeinsam finden wir einen passenden Termin, der sich optimal in Ihren Betriebsablauf integriert.
Vor-Ort-Inspektion
Unsere Experten führen die Inspektion mit modernster Drohnentechnologie durch – professionell und zügig.
Auswertung & Bericht
Sie erhalten einen detaillierten Inspektionsbericht mit Bildern, Bewertung und systematischer Befundübersicht.
Der erste Schritt ist ein kurzes Gespräch
– rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns.
Häufig gestellte Fragen zur Kraftwerks-Inspektion
Muss der Kessel für die Drohneninspektion vollständig abgekühlt sein?
Ja – die Elios 3 benötigt Umgebungstemperatur. Der Kessel muss also vollständig abgekühlt sein, ähnlich wie bei Personeneinstieg. Der Vorteil liegt nicht in der Abkühlzeit, sondern darin, dass kein Gerüst gebaut und kein Personeneinstieg organisiert werden muss. Details zur Einsatzplanung finden Sie auf unserer Seite zur Kesselinspektion per Drohne.
Welche Bereiche im Kraftwerk können inspiziert werden?
Feuerraum, Brennkammer, Membranwände, Rohrwände, Überhitzer, Zwischenüberhitzer, Economizer, Rauchgaszüge, Rauchgaskanäle, Luftvorwärmer, Entstaubungsanlagen, Schornstein-Innenauskleidung. Die Elios 3 erreicht auch enge Bereiche zwischen Rohrbündeln. Bei starker Staubbelastung in Filtern oder Rauchgaszügen ist die Sicht eingeschränkt. Weitere Infos zur Kraftwerks-Gesamtinspektion: Drohneninspektion Kraftwerk.
Wann lohnt sich Drohneninspektion im Kraftwerk statt klassischem Gerüstbau?
Die Drohne lohnt sich besonders, wenn drei Faktoren zusammentreffen: schwer zugängliche Bereiche (Überhitzer, Economizer, enge Rauchgaszüge), hohe Stillstandskosten und Vorab-Orientierungsbedarf vor der eigentlichen Revision. Weniger sinnvoll ist sie bei starker Staub-/Aschebelastung, die die Sicht einschränkt, oder wenn ATEX-Klassifizierungen gelten. Unsere Erfahrung seit 2017: Vor der großen Revision eingesetzt, spart die Drohne gezielt Revisionsaufwand, weil klar wird, wo wirklich saniert werden muss – und wo nicht. Mehr zur Wirtschaftlichkeit: Kraftwerksinspektion per Drohne.
Ist die Inspektionsqualität mit Personeneinstieg vergleichbar?
Für die visuelle Prüfung oft vergleichbar oder besser: 4K-Auflösung zeigt Details, die das menschliche Auge in dunklen, staubigen Kesseln übersieht. LiDAR-3D-Vermessung ermöglicht Deformationsanalyse. Was die Drohne nicht ersetzt: Wanddickenmessung, Ultraschall-Prüfung oder andere ZfP-Verfahren. Sie ist sinnvoll als erster Überblick und zur gezielten Vorbereitung nachgelagerter Prüfungen. Mehr zu den Möglichkeiten der Flyability ELIOS 3.
Wie lange dauert eine typische Kesselinspektion?
Je nach Kesselgröße und Komplexität: Vorbereitung vor Ort in Stunden, die eigentliche Befliegung dauert je nach Anzahl der zu inspizierenden Bereiche. Deutlich schneller als klassische Methoden mit Gerüstbau (Wochen). Mehrere Kessel pro Tag möglich. Direkt vergleichen: Kesselinspektion per Drohne.
Wird die Drohneninspektion von TÜV und Versicherungen anerkannt?
Unsere Inspektionsberichte orientieren sich an BetrSichV und DGUV-Anforderungen. Die Anerkennung durch TÜV/DEKRA wird im Einzelfall vor Ort entschieden. Unsere Erfahrung seit 2017: Die Akzeptanz steigt kontinuierlich, insbesondere als Vorab-Screening vor gezielter klassischer Prüfung. Übersicht zu Normen und Compliance: Kraftwerksinspektion Kopterflug.
Ist die Elios 3 ATEX-zertifiziert?
Nein. Die Elios 3 ist nicht ATEX-zertifiziert und darf nicht in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden. Für Anlagen oder Bereiche mit entsprechender ATEX-Klassifizierung ist die Drohneninspektion derzeit keine Option. Für Fragen zu Confined Spaces ohne ATEX-Anforderung: Confined Spaces Inspektion.
Professionelle Inspektion mit der ELIOS 3 — deutschlandweit verfügbar.
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