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    Schornsteininspektion per Drohne – Innen & Außen ohne Gerüst

    • ELIOS 3 für Kamininnenwände, Matrice 30T für die Außenhülle – vollständige Dokumentation ohne Klettern
    Karsten Lehrke

    Karsten Lehrke

    Karsten ist Gründer und Geschäftsführer von Kopterflug. Als Dipl.-Ing. Maschinenbau bringt er langjährige Erfahrung in der Projektplanung mit.

    Warum Schornsteine einer der wichtigsten Drohnen-Anwendungsfälle sind

    Schornsteine und Kamine gehören zu den klassischen Einsatzgebieten der Drohneninspektion – und das aus gutem Grund. Klassische Inspektionsmethoden (Gerüst, Klettern, Seilzugang) sind bei Schornsteinen extrem aufwendig: Ein Gerüst für einen 100-m-Industrieschornstein kostet Wochen Aufbauzeit und sechsstellige Beträge. Kletterinspektion erfordert zertifizierte Höhenarbeiter und ist wetterabhängig. Inneninspektion per Abseilmethode in einen aktiven oder noch warmen Kamin ist sicherheitstechnisch anspruchsvoll.

    Die Drohne verändert diese Kalkulation fundamental:

    Außeninspektion mit dem DJI Matrice 30T: Die Kamera mit 41-fach optischem Zoom und 640×512-Pixel-Wärmebildkamera ermöglicht detaillierte Aufnahmen der gesamten Außenhülle – von der Sohle bis zum Kopfabschluss – aus sicherem Abstand am Boden. Der Pilot steht auf der Erde, die Drohne kreist um den Schornstein und dokumentiert systematisch.

    Inneninspektion mit der ELIOS 3: Die käfiggeschützte Indoor-Drohne wird durch eine Reinigungsöffnung, das Reinigungsauge oder eine spezielle Wartungsöffnung am Schornsteinfuß eingeführt und steigt unter LiDAR-gestützter Positionshaltung durch den gesamten Schornstein nach oben – mit 4K-Kamera und optionalem LiDAR für Geometriemessung.

    Ein Außengerüst für einen 80-m-Schornstein kostet mehr als das gesamte Jahresbudget vieler Instandhaltungsabteilungen. Die Drohne macht Gerüstinspektion in den meisten Fällen obsolet.

    Außeninspektion – Matrice 30T

    41x optischer Zoom, 640×512 Wärmebild: Außenhülle von Mauerwerkskaminen, Betonschornsteinen und Metallkaminen lückenlos dokumentiert – aus sicherem Bodenabstand.

    Inneninspektion – ELIOS 3

    Käfiggeschützte Indoor-Drohne steigt durch den Schornsteinschaft – Auskleidungszustand, Kondensatbereiche, Zuganker, Fugenbild. 4K + LiDAR-Geometrie.

    Kein Gerüst, kein Klettern

    Die Kombination aus beiden Drohnensystemen ersetzt Gerüst, Seilzugang und Kletterinspektion vollständig – bei einem Bruchteil der Kosten und Zeit.

    Typische Befunde bei der Schornsteininspektion

    Schornsteine sind durch hohe Temperaturen, aggressive Rauchgase (SO₂, HCl, Kondensat), Windlasten und Temperaturschwankungen stark beansprucht. Die ELIOS 3 und der Matrice 30T erfassen das gesamte relevante Schadensspektrum:

    Mauerwerksrisse (Innen & Außen)

    Vertikale und horizontale Risse im Mauerwerkskamin durch Temperaturschwankungen und Fundamentsetzungen – insbesondere an Fugen und in der Kondensatzone.

    Auskleidungsschäden (Innen)

    Abplatzungen, Risse und Hohlstellen in Schamottauskleidungen und Klinkerausmauerungen – Schwachstellen für Gasdurchlässigkeit und Kondensatanfall.

    Kondensatzone & Teerablagerungen

    Im Bereich niedriger Abgastemperatur (Schornsteinkopf, unterer Schaftbereich) kondensieren aggressive Säuren und Teeranteile. Sichtbar als Verfärbungen, Salzausblühungen und Schäden.

    Zuganker & Bewehrungskorrosion

    Bei Betonschornsteinen: Bewehrungskorrosion durch Karbonatisierung, sichtbar als Rostfahnen und Abplatzungen. Zuganker in historischen Mauerwerkskaminen auf Rostschäden prüfen.

    Korrosion an Metallkaminen

    Doppelwand-Metallkamine (Edelstahl, Gusseisen) zeigen Korrosion an Verbindungsmuffen, Stützringen und an der Außenschale – besonders im oberen Bereich und am Schornsteinkopf.

    Kopfabschluss & Regenabweiser

    Zustand des Schornsteinkopfs (Mörtel, Fugendichtheit, Regenabweiserplatte) – Schadensauslöser für Wassereintrag und beschleunigten Innenkorrosionsangriff.

    Schornstein-Inneninspektion per Drohne – Blick nach oben in den Schornsteinkamin

    Prüffristen nach DIBT und Kaminrecht

    Schornsteine und Kamine unterliegen in Deutschland gesetzlichen Prüfpflichten, die je nach Nutzungsart und Anlagengröße durch unterschiedliche Regelwerke definiert werden:

    Industrieschornsteine (gewerblich, > 10 m Höhe): Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) und die länderspezifischen Bauordnungen schreiben wiederkehrende Prüfungen vor. Die Zulassungsgrundsätze für Schornsteine des DIBt sowie DIN EN 13084 (freistehende Industrieschornsteine) definieren Anforderungen an Zustand, Standsicherheit und Betriebssicherheit. Je nach Alter, Werkstoff und Betriebsbedingungen sind Prüffristen von 5–10 Jahren üblich.

    Schornsteine von Feuerstätten (Kaminanlagen): Die Kehrordnungen der Bundesländer schreiben regelmäßige Überprüfungen durch den Bezirksschornsteinfeger vor. Sichtprüfung (innen und außen) ist Bestandteil der wiederkehrenden Überprüfung nach §14 Schornsteinfeger-Handwerksgesetz (SchfHwG).

    Kraftwerks- und Industrieschornsteine (Sonderobjekte): Schornsteine in genehmigungspflichtigen Anlagen (BImSchG-Anlagen) unterliegen den Anforderungen des Genehmigungsbescheids und den Überwachungsanforderungen der zuständigen Behörde. Eine Drohneninspektion mit vollständiger Fotodokumentation gilt als anerkannter Nachweis des Prüfstandes.

    Fazit für die Praxis: In vielen Fällen akzeptieren Sachverständige, TÜV/DEKRA-Prüfer und Behörden eine Drohnendokumentation als Grundlage für die wiederkehrende Prüfung. Kopterflug arbeitet auf Anfrage mit zugelassenen Prüfstellen zusammen.

    Eine vollständige 4K-Drohnendokumentation mit LiDAR-Geometrie ist in vielen Bundesländern und bei entsprechenden Prüfstellen als Inspektionsnachweis für wiederkehrende Schornsteinprüfungen anerkannt.

    Ablauf einer professionellen Schornsteininspektion

    Kopterflug führt Schornsteinprüfungen strukturiert in einem aufeinander abgestimmten Zwei-System-Verfahren durch:

    1. Vorplanung & Genehmigungen

    Bei Außeninspektion per Matrice 30T: LBA-Betriebsgenehmigung und ggf. Fluggenehmigung für erhöhte Strukturen. Abstimmung mit Betreiber und ggf. Schornsteinfeger für Zutritt zur Reinigungsöffnung.

    2. Außeninspektion (Matrice 30T)

    Systematische Umrundung des Schornsteins auf mehreren Höhenstufen mit Foto- und Videodokumentation. Thermografie-Overlay für Temperaturanomalien (Wärmeverlust, Gasdurchströmung).

    3. Inneninspektion (ELIOS 3)

    Einführung durch Reinigungsöffnung am Fuß. Aufstieg durch den gesamten Schaft mit 4K-Kamera und LiDAR-Scan. Systematische Abdeckung aller Wandbereiche in Spiralbahn.

    4. Befundbericht & Empfehlungen

    Gegliedert nach Außenwand und Innenauskleidung, mit fotodokumentierten Schadenstellen, metrischer Lokalisierung durch LiDAR und Handlungsempfehlungen nach Dringlichkeit.

    Häufige Fragen: Schornsteininspektion per Drohne

    Kann die ELIOS 3 in heißen Bereichen eingesetzt werden?

    Die ELIOS 3 ist NICHT hitzebeständig. Maximale Umgebungstemperatur: 0-50°C (mit Surveying Payload bis ~48°C). Kessel, Öfen und Schornsteine müssen vorher auf <50°C abgekühlt sein. "Im warmen Zustand" ist irreführend – gemeint ist nach Abkühlung auf Umgebungstemperatur. Nach Abkühlung liefert die ELIOS 3 jedoch präzise Daten über Verdampferrohre, feuerfeste Auskleidungen und Brennräume.

    Muss der Schornstein kalt sein?

    Ja, die ELIOS 3 ist NICHT hitzebeständig. Maximale Umgebungstemperatur: 0-50°C. Der Schornstein muss auf <50°C abgekühlt und mehrere Tage stillgelegt sein. Nach Abkühlung liefert die ELIOS 3 präzise Daten über Mauerwerk, Futterrohre, Erosion und Versottung – ohne Gerüst, ohne Kletterer. Mit High-Capacity-Batterie und optional Tether für sehr hohe Schornsteine (>100 m).

    Was ist die Flyability ELIOS 3 und wofür wird sie eingesetzt?

    Die Flyability ELIOS 3 ist eine der leistungsfähigsten kollisionsgeschützten Indoor-Drohnen für Confined Spaces – enge und gefährliche Räume wie Tanks, Kessel, Schächte, Schornsteine und Reaktoren. Sie ist vollständig kollisionssicher durch einen Carbon-Schutzkäfig, navigiert GPS-unabhängig per SLAM-Navigation (FlyAware™ Engine) und verfügt über 4K-Kamera, 16.000 Lumen LED und optional Thermografie + LiDAR. Mit 2025/2026-Upgrades: High-Capacity-Batterie (bis +50% Flugzeit), Tether-Option für unbegrenzte Flugzeit, Colorization für farbige 3D-Modelle und Smart Return-to-Home. Die ELIOS 3 ermöglicht Hybridinspektion – die Drohne übernimmt die Erstinspektion, der Mensch kommt nur noch dort zum Einsatz, wo Kontaktprüfung nötig ist.

    Können Inspektionen ohne Personeneinstieg durchgeführt werden?

    Ja, mit der Flyability ELIOS 3 inspizieren wir Tanks, Kessel, feuerfeste Auskleidungen, Industrieöfen, Schächte und andere Confined Spaces ohne Personeneinstieg. Die Drohne ist vollständig kollisionssicher durch einen Carbon-Schutzkäfig und übernimmt das Risiko – Ihre Mitarbeiter bleiben in Sicherheit. Keine DGUV-Befahrung, keine Rettungsketten, deutlich reduziertes Risiko für Ihr Personal.

    Welche Bereiche können mit der ELIOS 3 inspiziert werden?

    Die ELIOS 3 ist speziell für Confined Spaces entwickelt: Tanks & Behälter (Stahl, Beton, ohne Personeneinstieg), Kessel & Schornsteine (innen, nach Abkühlung <50°C), Feuerfeste Auskleidungen (Industrieöfen, Brennkammern), Reaktoren & Kolonnen (Chemie, Öl & Gas), Schächte & Kanäle (ab 50 cm Öffnung, Großprofile ≥150 cm Ø), Silos & Hochregallager, Bergbau (Stollen, Schächte, Post-Blast), Windkraftanlagen (Rotorblätter innen). Überall dort, wo Personeneinstieg gefährlich, aufwendig oder unmöglich ist.

    Sind DGUV-Befahrungsmaßnahmen erforderlich?

    In vielen Fällen entfallen durch den Einsatz der ELIOS 3 aufwendige DGUV-Befahrungsmaßnahmen (DGUV Regel 113-004), da kein Personeneinstieg erforderlich ist. Die Drohne übernimmt das Risiko – Ihr Personal bleibt in sicherer Entfernung. Freimessungen und Sicherheitsmaßnahmen sind dennoch erforderlich, aber deutlich reduziert. Wir klären die konkreten Anforderungen im Vorfeld mit Ihnen und den zuständigen Stellen.

    Welche Daten liefert die ELIOS 3 Inspektion?

    Die ELIOS 3 erfasst umfassende Daten: 4K-Videos und Fotos (3840×2160, 30 fps, Low-Light-optimiert), LiDAR-3D-Punktwolken als Grundlage für einen digitalen Zwilling Ihrer Anlage (Präzision im Zentimeterbereich, .las/.e57-Format, CAD/BIM-fähig), Farbige 3D-Modelle (seit 2025: Colorization für fotorealistische Visualisierung), Radiometrische Thermografie (optional) für Korrosionsmonitoring, Hotspots und CUI-Erkennung, Georeferenzierte Daten für präzise Schadenskartierung. Sie erhalten einen detaillierten Inspektionsbericht mit Zustandsdokumentation, Schadenserfassung und systematischer Befundübersicht – orientiert an relevanten Normen der Industrieinspektion.

    Welche Vorteile hat die ELIOS 3 gegenüber klassischen Methoden?

    Durchschnittlich ca. 80% Kostenersparnis: Kein Gerüstbau, keine Entleerung, kein Befahrungs-Team. Drastisch reduzierte Stillstandzeiten: Stunden statt Wochen. Maximale Sicherheit: Kein Personeneinstieg notwendig, deutlich reduziertes Risiko. Präzise Daten: 4K + LiDAR (im Zentimeterbereich) + Thermografie. Normkonform: BetrSichV, DGUV, EN 12952, API 653. Deutschlandweit verfügbar, schnelle Terminvergabe.

    Professionelle Inspektion mit der ELIOS 3 — deutschlandweit verfügbar.

    Eine Auswahl unserer Kunden und Partner

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