Drohneninspektion in der Lebensmittelindustrie
- HACCP-konform, hygienegerecht & ohne Betriebsunterbrechung – ELIOS 3 in Tanks, Silos & Prozessanlagen
Besondere Anforderungen: Hygiene, Fremdkörper, HACCP
Ein Drohneneinsatz in einer Lebensmittelanlage muss diese Anforderungen vollständig erfüllen. Die wichtigsten Punkte:
Fremdkörperprävention: Lose Teile, Schrauben, Beschichtungsabrieb oder Schmierstoffe dürfen nicht in produktberührende Bereiche gelangen. Vor dem Einsatz wird die ELIOS 3 auf losen Teile und Beschädigungen geprüft. Ein schriftliches Checklist-Protokoll dokumentiert den Zustand vor und nach dem Einsatz.
Reinigung und Desinfektion: Die Drohne wird mit lebensmittelzugelassenen Reinigungsmitteln gereinigt. In Betrieben mit Desinfektionsanforderungen (z. B. Molkereien, Brauereien) wird zusätzlich desinfiziert.
HACCP-Dokumentation: Der Drohneneinsatz – insbesondere in CCP-relevanten Bereichen (Critical Control Points) – wird im HACCP-Plan und in den Hygieneprotokollen des Betriebs dokumentiert.
HACCP bedeutet systematisches Risikomanagement – und die Drohne passt perfekt in dieses Konzept: Sie eliminiert das Risiko des menschlichen Personeneinstiegs als Kontaminationsquelle.
Fremdkörper-Checkliste
Vor und nach jedem Einsatz: systematische Prüfung der Drohne auf Vollständigkeit, Beschädigungen und lose Teile. Schriftliches Protokoll für HACCP-Audit.
Hygienische Reinigung
Reinigung der ELIOS 3 mit lebensmittelzugelassenen Mitteln. Desinfektion auf Anforderung des Betreibers. Kein Einsatz in befüllten oder laufenden Produktionsbehältern.
HACCP-konforme Dokumentation
Vollständiges Inspektionsprotokoll mit Datum, Operator, Bereich, Befunden – archivierbar für IFS-Food- und FSSC-22000-Audits.
Typische Inspektionsobjekte in der Lebensmittelindustrie
Mischtanks & Prozessbehälter
Edelstahltanks in Molkereien, Getränkewerken und Gewürzindustrie – Inspektion auf Innenwandzustand, Schweißnahtqualität, Totraumfreiheit, Beschichtungsintegrität und Einbautenverschleiß.
Getreide- & Mehlsilos
Getreide-, Mehl- und Stärkedepots in Mühlen, Backindustrie und Tierfutter – Inspektion nach Entleerung auf Wandschäden, Beschichtungsabplatzungen, Schädlingsbefall und Ablagerungen.
Braukessel & Gärbottiche
Maische-, Würze- und Gärbehälter in Brauereien – Inspektion auf Kupfer- oder Edelstahlkorrosion, Einbauten (Rührwerk, Schwallplatten, Hopfenfilter) und Ablagerungen.
Zuckertürme & Kristallisatoren
Zuckerindustrie: Kristallisationsapparate, Zuckerturm-Silos und Melassetanks mit charakteristischer Innenstruktur und Anbackungsproblematik. Hohe Drohnenleuchtstärke für dunkle Großbehälter.
Rohrleitungsbrücken & Übergangskanäle
Interne Förderstrecken, Übergangskanäle und Rohrbrücken in Produktionshallen – Drohne dokumentiert Hygienezustand und Wandbeschaffenheit.
Trocknungsanlagen & Abluftkanäle
Sprühtrockner, Wirbelbetttrockner und Abluftkanäle in Milchpulver-, Instantkaffee- und Stärkewerken – Inspektion auf Ablagerungen, Beschichtungsschäden und Brandlastanhäufung.
Brauerei-Inspektion: Ein Praxisbeispiel
Typische Inspektionsbefunde in Brauerei-Tanks:
- Schweißnahtkorrosion an Verbindungen (Stutzen, Anschlüsse, Mannloch) – durch Bierinhaltsstoffe (Säure, CO₂) begünstigtes elektrochemisches Geschehen
- Beschichtungsschäden an beschichteten Stahlbehältern (Epoxid-Phenol-Auskleidung) – führen zu Metallkontamination und Geschmacksbeeinflussung
- Totraumbereiche mit unzureichender CIP-Wirkung – erkennbar an Verfärbungen, Belägen oder Feuchteflecken
- Zustand von Rührwerken, Karbonisierern und CIP-Spritzkugeln
Historische Holz- und Betonbehälter (Lagerkeller, Steinzeug-Lagersilos) können per Drohne auf Risse, Auslaugungen und Hygienezustand geprüft werden – klassische Befahrungsmethoden sind in diesen oft niedrigen und engen Räumen schwierig.
In Hopfensilos und Malzlagern gilt besondere Vorsicht wegen der Staubexplosionsgefahr (Ex-Zone 21 für Malzstaub). Hier ist eine Gasmessung und Staubkonzentrationsmessung vor dem Einsatz zwingend.
Braukessel, Gärtanks und Lagertanks – gereinigt und entleert – sind ideale Objekte für die Drohneninspektionen. Kein Personeneinstieg, kein Kontaminationsrisiko durch PSA, vollständige Innendokumentation.
Vorbereitung und Protokoll für lebensmittelkonforme Drohneneinsätze
Vorabklärung mit Betrieb & QS
Abstimmung mit Qualitätssicherung und Hygienebeauftragten: Reinigungsprotokoll für Drohne, Einsatzbereich, Dokumentationsformat, ggf. Anpassung an betriebsspezifische HACCP-Anforderungen.
Reinigung & Fremdkörper-Check
Reinigung der Drohne mit lebensmittelzugelassenen Mitteln. Vollständigkeitsprüfung aller Teile. Schriftliches Protokoll. Bei Bedarf: Desinfektion nach Betreibervorgabe.
Inspektion im gereinigten Behälter
Einsatz nur in entleerten, gereinigten Behältern – nicht während laufender Produktion. Systematischer Flug mit 4K-Dokumentation aller Wandbereiche und Einbauten.
HACCP-konformer Abschlussbericht
Befundbericht mit Schadensfotos, Klassifizierung und Handlungsempfehlungen. Fremdkörper-Abschlussprotokoll. Übergabe an Qualitätssicherung für HACCP-Dokumentation.
Häufige Fragen: Drohneninspektion in der Lebensmittelindustrie
Was ist die Flyability ELIOS 3 und wofür wird sie eingesetzt?
Die Flyability ELIOS 3 ist eine der leistungsfähigsten kollisionsgeschützten Indoor-Drohnen für Confined Spaces – enge und gefährliche Räume wie Tanks, Kessel, Schächte, Schornsteine und Reaktoren. Sie ist vollständig kollisionssicher durch einen Carbon-Schutzkäfig, navigiert GPS-unabhängig per SLAM-Navigation (FlyAware™ Engine) und verfügt über 4K-Kamera, 16.000 Lumen LED und optional Thermografie + LiDAR. Mit 2025/2026-Upgrades: High-Capacity-Batterie (bis +50% Flugzeit), Tether-Option für unbegrenzte Flugzeit, Colorization für farbige 3D-Modelle und Smart Return-to-Home. Die ELIOS 3 ermöglicht Hybridinspektion – die Drohne übernimmt die Erstinspektion, der Mensch kommt nur noch dort zum Einsatz, wo Kontaktprüfung nötig ist.
Können Inspektionen ohne Personeneinstieg durchgeführt werden?
Ja, mit der Flyability ELIOS 3 inspizieren wir Tanks, Kessel, feuerfeste Auskleidungen, Industrieöfen, Schächte und andere Confined Spaces ohne Personeneinstieg. Die Drohne ist vollständig kollisionssicher durch einen Carbon-Schutzkäfig und übernimmt das Risiko – Ihre Mitarbeiter bleiben in Sicherheit. Keine DGUV-Befahrung, keine Rettungsketten, deutlich reduziertes Risiko für Ihr Personal.
Welche Bereiche können mit der ELIOS 3 inspiziert werden?
Die ELIOS 3 ist speziell für Confined Spaces entwickelt: Tanks & Behälter (Stahl, Beton, ohne Personeneinstieg), Kessel & Schornsteine (innen, nach Abkühlung <50°C), Feuerfeste Auskleidungen (Industrieöfen, Brennkammern), Reaktoren & Kolonnen (Chemie, Öl & Gas), Schächte & Kanäle (ab 50 cm Öffnung, Großprofile ≥150 cm Ø), Silos & Hochregallager, Bergbau (Stollen, Schächte, Post-Blast), Windkraftanlagen (Rotorblätter innen). Überall dort, wo Personeneinstieg gefährlich, aufwendig oder unmöglich ist.
Sind DGUV-Befahrungsmaßnahmen erforderlich?
In vielen Fällen entfallen durch den Einsatz der ELIOS 3 aufwendige DGUV-Befahrungsmaßnahmen (DGUV Regel 113-004), da kein Personeneinstieg erforderlich ist. Die Drohne übernimmt das Risiko – Ihr Personal bleibt in sicherer Entfernung. Freimessungen und Sicherheitsmaßnahmen sind dennoch erforderlich, aber deutlich reduziert. Wir klären die konkreten Anforderungen im Vorfeld mit Ihnen und den zuständigen Stellen.
Welche Daten liefert die ELIOS 3 Inspektion?
Die ELIOS 3 erfasst umfassende Daten: 4K-Videos und Fotos (3840×2160, 30 fps, Low-Light-optimiert), LiDAR-3D-Punktwolken als Grundlage für einen digitalen Zwilling Ihrer Anlage (Präzision im Zentimeterbereich, .las/.e57-Format, CAD/BIM-fähig), Farbige 3D-Modelle (seit 2025: Colorization für fotorealistische Visualisierung), Radiometrische Thermografie (optional) für Korrosionsmonitoring, Hotspots und CUI-Erkennung, Georeferenzierte Daten für präzise Schadenskartierung. Sie erhalten einen detaillierten Inspektionsbericht mit Zustandsdokumentation, Schadenserfassung und systematischer Befundübersicht – orientiert an relevanten Normen der Industrieinspektion.
Welche Vorteile hat die ELIOS 3 gegenüber klassischen Methoden?
Durchschnittlich ca. 80% Kostenersparnis: Kein Gerüstbau, keine Entleerung, kein Befahrungs-Team. Drastisch reduzierte Stillstandzeiten: Stunden statt Wochen. Maximale Sicherheit: Kein Personeneinstieg notwendig, deutlich reduziertes Risiko. Präzise Daten: 4K + LiDAR (im Zentimeterbereich) + Thermografie. Normkonform: BetrSichV, DGUV, EN 12952, API 653. Deutschlandweit verfügbar, schnelle Terminvergabe.
Welche Drohnen setzt Kopterflug ein?
Wir setzen je nach Aufgabe unterschiedliche Systeme ein: Flyability ELIOS 3 für Innenbereiche und Confined Spaces (kollisionsgeschützt, LiDAR, Thermografie, Navigation ohne GPS), DJI Matrice 30T für Außeninspektionen (Zoom, Thermografie, große Reichweite) und Unterwasserdrohnen (ROV) für gefüllte Tanks und Unterwasserbereiche. Entscheidend ist nicht die Drohne, sondern die passende Technologie für die jeweilige Aufgabe.
Wie lange dauert eine ELIOS 3 Inspektion?
Die Vor-Ort-Inspektion dauert je nach Anlagengröße, Zugangssituation und beauftragtem Sensorpaket unterschiedlich lang. Mit Sensorpaket meinen wir, welche Sensoren der ELIOS 3 eingesetzt werden: Eine reine 4K-Videoinspektion ist deutlich schneller abgeschlossen als ein kombinierter Einsatz mit LiDAR-3D-Vermessung und Thermografie – letztere erfordern mehr Überflüge und höhere Auflösung. In der Regel ist der Gesamtaufwand trotzdem deutlich geringer als bei klassischen Methoden mit Gerüstbau oder Befahrungstechnik. Präzise Angaben sind erst nach Klärung Ihrer Randbedingungen möglich – sprechen Sie uns an, wir schätzen Ihren konkreten Fall.
Professionelle Inspektion mit der ELIOS 3 — deutschlandweit verfügbar.
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Beschreiben Sie Ihren Betrieb, die zu inspizierenden Anlagen und die bestehenden Hygienestandards – wir erstellen ein maßgeschneidertes, HACCP-konformes Inspektionskonzept.

